Samsung Cup: Stiefkind des österreichischen Fußballs

Der ÖFB Samsung Cup ist das Stiefkind des heimischen Fußballs...
Der FC Red Bull Salzburg am Weg zum Double #roadtodouble
Der FC Red Bull Salzburg am Weg zum Double #roadtodouble
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Der FC Red Bull Salzburg am Weg zum Double #roadtodouble

Der FC Red Bull Salzburg am Weg zum Double #roadtodouble

Stell dir vor es ist Cup und keiner fährt hin. So ähnlich könnte ein Slogan für den ÖFB Samsung Cup in Österreich lauten. Der FC Red Bull Salzburg ist voll auf Kurs und steht im Viertelfinale des Bewerbs, der vom ÖFB als Stiefkind behandelt wird.

Mittwoch? Ja, Mittwoch!

Für die Salzburger lautet der nächste Gegner auf der #ROADTODOUBLE RZ Pellets WAC. Gespielt wird in der Kärntner Lavanttal-Arena, genauer am 16. April 2014 um 18.00 Uhr. Der arbeitende Mensch wird schnell erkennen, dass dieser Tag ein Mittwoch ist. Ja, ein Mittwoch. Bei einer „staufreien“ Autofahrt beträgt dafür die Fahrzeit rund 3 Stunden. Natürlich plant der Verein auch wieder ein Bus-Fahrt für die Fans. Dieser Bus fährt am Spieltag um 13.15 Uhr von der heimischen Arena ab.

Reformierter Bewerb erneut reformbedürftig

In der Saison 2012/13 wurde der ÖFB Cup bereits reformiert. Da wurden ja beispielsweise Amateur- und 1b-Mannschaften aus dem Bewerb eliminiert. Im Endeffekt scheint alles nur daraus hinauszulaufen, dass der Fernsehzuseher „gut bedient“ wird – der reisende Fan wird völlig aussen vor gelassen. Welcher normale österreichische Arbeitnehmer kann (bzw. will) sich zumindest einen halben Tag Urlaub nehmen? Das Urlaubskonto ist in dieser Saison bei den Fans des FC Red Bull Salzburg durch die internationalen Spiele „geplündert“ worden.

Schon beim vergangenen Cup klagte der Veranstalter über ein mangelndes Zuschauerinteresse. Ich lehne mich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass das Interesse an sich ja durchaus da wäre. Aber ein Spieltermin unter der Woche ist für die meisten Fans der Vereine einfach nicht machbar. Der zweite Faktor ist natürlich auch der Gegner der Begegnung und das Stadion selbst. Beim Cupfinale 2012 zwischen SV Ried und FC Red Bull Salzburg fanden 16.000 Leute ins Happel-Stadion (und nicht nur den Riedern wäre die Red Bull Arena lieber gewesen). Beim letztjährigen Finale waren es nur 500 Fans mehr im Happel und dies trotz Beteiligung eines Wiener Vereins. Dafür fanden nur 300 Oberösterreicher in das Wiener Oval.

Der erste Halbfinalist steht ja bereits fest. Sturm Graz rang der Admira ein knappes 1:0 ab. Keine 3.150 Zuschauer waren bei diesem Spiel vor Ort anwesend. Und das bei einem Viertelfinale zwischen zwei Bundesligaklubs. Da kann man einfach nichts mehr schönreden.

Konklusio

Die starren Strukturen des Bewerbs sind der größte Feind desselben. Solange – abgesehen vom Finale – Spiele an einem Dienstag oder Mittwoch stattfinden, wird man nie viele Leute in die Stadien bewegen können. Solange ein Finale ohne Berücksichtigung auf den Herkunftsort der Finalteilnehmer in einem fixen Stadion stattfindet, scheitert das Projekt „ausverkauftes Haus“ schon im Ansatz. Ein (theoretisch mögliches) Finalspiel zwischen SKN St. Pölten und SV Horn im Wörthersee Stadion wäre sicherlich das traurige i-Tüpfelchen auf diesem Bewerb.

Stellt sich die Frage, ob der Cup tatsächlich in der fußballbegeisterten Bevölkerung einen Stellenwert haben soll oder ob er wirklich nur dazu dient, eine weitere Mannschaft über „Hintertür Cup“ in die UEFA Europa League zu befördern, was für die Länderwertung in der Fünfjahreswertung (siehe Pasching im vergangenen Jahr) eher als kontraproduktiv angesehen werden kann.

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Die 3. Halbzeit
Alex Januschewsky

Alex Januschewsky wurde 1968 in Salzburg geboren und ist seit Mitte der 1970er Jahre Fan des Salzburger Spitzenfußballs - mit Leib, Herz und Seele. Er war Mitglied von heute nicht mehr existenten SV Austria Salzburg Fangruppierungen, ging aber den Weg der Fan-Neugründung im Jahr 2005 nicht mit. Seit 2010 ist er Herausgeber von SALZBURG12.at und zuständig für Neuigkeiten, Vorberichte sowie die Liveberichterstattung von den Spielen. Ebenso ist er Mitglied von Sports Media Austria, der Vereinigung österreichischer Sportjournalisten.
Ein Kommentar
  • ÖFB Cup: Mit Vollgas ins Halbfinale! › SALZBURG12.at
    14 April 2014 at 13:26
    Leave a Reply

    […] setzt, das Halbfinale des ÖFB Cups zu erreichen. Auch wenn der Cup ansich von den Verantwortlichen zu Tode reformiert wurde, ist das Double immer noch eine prestigeträchtige Angelegenheit. Auch “El […]

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