Ausgeträumt…

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Der große Tag war endlich gekommen, nach dem Remis am vergangenen Donnerstag kam es heute Abend zum Showdown zwischen dem FC Salzburg und dem FC Basel. Etliche Fans hielten sich schon Stunden vor Beginn der Partie rund um die Red Bull Arena auf. Ganz Salzburg war im Europacup-Fieber, man konnte die elektrisierende Stimmung direkt spüren.

Nach Radetzkymarsch und „I Am From Austria“ waren die 30.000 Fans eingestimmt auf das „Spiel der Spiele“. In welchem Roger Schmidt wieder auf sein komplettes Offensivquartett zählen konnte, Alan wurde rechtzeitig fit und stand in der Startelf. In der Defensive musste allerdings kräftig rotiert werden, Rodnei kam für den gesperrten Hinteregger in die Mannschaft, für Schwegler startete Florian Klein und links in der Viererkette begann, wie zuletzt auch, Dusan Svento. 

RBSBAS Aufstellung

Salzburg mit Vollgas

Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr. Salzburg zeigte sämtliche Tugenden, welche sie die letzten Monate ausgezeichnet haben. Laufbereitschaft, Kampfgeist und frühes Pressing.

Dies führte auch zur ersten Gelegenheit für die Hausherren. Kevin Kampl trug einen Schuss aufs lange Eck an, Sommer hätte keine Chance gehabt, allerdings strich der Schuss Zentimeter am langen Eck vorbei.

Der FC Basel dezimierte sich früh in der ersten Halbzeit selbst. Marek Suchy senste Alan am Mittelkreis von hinten um und sah völlig zurecht die rote Karte. Damit mussten die Gäste mehr als 80 Minuten mit zehn Mann spielen.

Marek Suchy sieht in der Anfangsphase bereits Rot / © GEPA

Marek Suchy sieht in der Anfangsphase bereits Rot / © GEPA

Führung – und aggressive Basel-Fans

Salzburg drückte weiter, in der 22. Minute war es schließlich so weit. Florian Klein ließ einen Basler an der Eckfahne souverän aussteigen, spielte für Kampl auf, der am langen Eck Soriano sah und diesen auch mustergültig anspielte. Unser Kapitän zog volley ab und drückte den Ball ins lange Eck. Keine Chance für Sommer, die Arena tobte!

Die nächste Topchance hatte Mané. Der Senegalese zog allein vor dem Basel-Gehäuse ab, traf allerdings Yann Sommer. Mit etwas mehr Konzentration wäre der zweite Treffer möglich gewesen. Genauso bei einem Stanglpass von Mané auf Kampl, doch auch der slowenische Dribbelkünstler verpasste die höhere Führung.

Der Anhang der Basler machte seinem Unmut über den Spielverlauf Luft, bei einer Ecke für Salzburg flogen reihenweise Feuerzeuge und andere Gegenstände aufs Spielfeld. Manuel Gräfe unterbrach die Partie, das Match zu diesem Zeitpunkt kurz vor dem Abbruch.

Nach einer zehnminütigen Pause konnte die Partie weitergehen, Salzburg führte die Ecke aus und kam auch gleich zur nächsten Gelegenheit. Soriano drückte aus kurzer Distanz ab, verfehlte jedoch knapp das Tor.

In der Schlussphase der ersten Halbzeit mussten die „Bullen“ noch einen Degen-Schuss entschärfen, alles in allem ging die Partie jedoch hochverdient mit einer, leider viel zu knappen, 1:0-Führung der Hausherren in die Pause.

Und auch im zweiten Durchgang drückten die Salzburger zunächst auf den Ausbau der Führung.

Kampl spielte den Ball per Ferse wunderschön auf Mané weiter. Dieser stürmte von rechts in Richtung Tor, spielte den Stanglpass auf den frei stehenden Soriano. Allerdings brachte dieser die scharf gespielte Vorlage aus zwei Metern nicht im Tor unter. Normalerweise macht er solche Dinger im Schlaf!

Der Knackpunkt: Streller erzielt das 1:1 / © GEPA

Der Knackpunkt: Streller erzielt das 1:1 / © GEPA

Ecke – Tor, Ecke – Tor…

Danach sollte sich das Blatt, welches über weite Strecken derart gut für den FC Salzburg aussah, wenden. Die Schweizer, zuletzt in der Liga mit vier (!!) Treffern aus Eckbällen, kamen nach eben solchem zum Ausgleich. Streller drückte die Kugel per Kopf über die Linie.

Und es kam noch bitterer für die Hausherren. Basel erneut mit einem Corner, Konfusion im Strafraum, diesmal sorgte Sauro für den Treffer. Die Fans im Stadion waren konsterniert.

Unmittelbar nach dem Führungstreffer hätte Streller nach einem Stanglpass beinahe das 1:3 erzielt. Allerdings kam er ein paar Zentimeter zu spät. 

Der zweite Gegentreffer wirkte wie ein KO-Schlag für Salzburg. Der FC Basel vergrub sich danach tief in der eigenen Hälfte, die „Bullen“ agierten weiterhin bemüht, große Torchancen konnten allerdings lange Zeit nicht herausgespielt werden. Basel stand tief und konnte mit robustem Spiel, Lufthoheit und vielen gewonnenen Zweikämpfen den Hausherren den Zahn ziehen.

Ein Schüsschen aus kurzer Distanz von Soriano und ein zentral angetragener Abschluss von Alan waren die nennenswertesten Gelegenheiten. Wirkliche Gefahr für das Tor der Schweizer entstand allerdings nicht mehr. 

In der Schlussphase traf Alan nach einem Fallrückzieher einen Gegenspieler und flog daraufhin mit Gelb-Rot vom Platz.

Das Spiel endete nach einer fünfminütigen Nachspielzeit mit der ersten Heimniederlage nach über 30 Spielen. Besonders bitter mutet dieses Spiel vor allem aufgrund der Fülle an vergebenen Chancen an, in welcher die Partie hätte schon entschieden werden können. Allerdings behielt die alte Fußballerweisheit „Wer die Tore nicht macht, …“ wieder einmal seine Gültigkeit.

Spielinfo:

UEFA Europa League, Achtelfinale, Rückspiel
Red Bull Arena, 29.320 Zuschauer, Schiedsrichter: Gräfe (GER)
FC Salzburg FC Basel
FC Salzburg1:2FC Basel
   

Tore: Soriano; Streller, Sauro
Gelbe Karten: Rodnei, Ramalho; Degen, Ajeti, Streller, Sio
Gelb/Rote Karte: Alan
Rote Karte: Suchy

Für SALZBURG12.at berichteten Alex Januschewsky und Christoph Lumetzberger aus der Red Bull Arena.

Kategorien
FC Red Bull Salzburg
Christoph Lumetzberger

Christoph Lumetzberger ist Red Bull Salzburg Fan durch und durch. Tolle Spiele, schöne Tore und emotionale Momente mit seinem Lieblingsteam ziehen ihn immer wieder ins schönste Stadion Österreichs, die Red Bull Arena. Über diese Website: "SALZBURG12.at ist ein tolles Projekt hinter dem ich zu 100% stehe!"
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