Salzburg demontiert Triple-Sieger

Der FC Bayern München kam in der Red Bull Arena gehörig unter die Räder...
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Der FC Bayern München gab sich in der Red Bull Arena die Ehre und trat zum „Alpengipfel“ an. Dieses Spiel versprach schon vor Anpfiff Einiges – und hielt mehr als das. Schon vor dem Spiel ging’s rund, im und ums Stadion. Die Bayern wurden bereits zum Aufwärmen mit einem Pfeifkonzert empfangen, und man konnte die Vorfreude der Fans auf den ersten Härtetest im Kalenderjahr 2014 förmlich spüren. Nachdem sich die Arena bis auf den letzten Platz füllte und die Teams schließlich ins Stadion einzogen, sorgten die Fans auf den Rängen zudem für eine tolle Choreografie.

Roger Schmidt konnte bis auf den erkrankten Alan auf die Topelf zurückgreifen und ließ anstelle des Brasilianers den Neuzugang Robert Zulj von Beginn an aufs Feld.

Gulacsi
Schwegler – Ramalho – Hinteregger – Ulmer
Ilsanker – Leitgeb
Kampl – Mané
Soriano – Zulj

Bayern-Trainer und Geburtstagskind Pep Guardiola verzichtete auf die angeschlagenen Robben und Schweinsteiger und ließ auch Franck Ribery zu Hause. Knipser Mario Mandzukic, der die Red Bull Arena noch vom Spiel in der Champions-League-Qualifikation 2009 seines damaligen Vereins Dinamo Zagreb in unliebsamer Erinnerung hatte, blieb zunächst auf der Bank. Die Aufstellung der Bayern versprühte dennoch Qualität:

Neuer
Martinez – Dante – Boateng
Højbjerg – Kroos
Shaqiri – Thiago – Götze – Alaba
Müller

Salzburg überfällt die Bayern

Sadio Mané bezwingt Manuel Neuer / © GEPA

Sadio Mané bezwingt Manuel Neuer / © GEPA

Guardiola experimentierte mit einer Dreier-Abwehrkette, bestehend aus Javi Martinez, Dante und Jerome Boateng – und dies ging gründlich in die Hose.

Zwar gehörte dem Triple-Sieger der vergangenen Saison die erste Torchance, doch David Alaba setzte den Ball aus knapp zehn Metern über das Tor. Diese Möglichkeit sollte für längere Zeit die letzte Torannäherung der Münchener sein.

In Minute 13 nämlich sorgte Sadio Mané nach perfektem Kampl-Zuspiel in die Schnittstelle für die Führung der Hausherren. Dabei ließ er Welttorhüter Manuel Neuer keine Chance, schloss trocken ins rechte Eck ab. Das Stadion kochte erstmals am heutigen Abend über.

Penalty – Jonny – Ekstase

Soriano erhöht auf 2:0 / © GEPA

Soriano erhöht auf 2:0 / © GEPA

Die Bayern hatten den Rückstand kaum verdaut, da mussten sie die nächste Klatsche hinnehmen. Ilsanker bediente den glänzend aufgelegten Sadio Mané mittels überlegtem Steilpass, der Senegalese ging bis an die Grundlinie vor und wurde im Sechzehner von Dante über den Haufen gerannt. Schiedsrichter Ouschan blieb nichts anderes über, als auf Strafstoß für die Salzburger zu entscheiden.

Jonny Soriano trat an und verwandelte zum 2:0, obwohl Manuel Neuer die Ecke erraten hatte. Die Fans im Stadion in purer Ekstase!

Guardiola hatte genug gesehen, stellte von Dreier- auf Viererkette um und beorderte den als Linken Mittelfeldspieler aufgestellten Alaba nach hinten. Den gewünschten Erfolg brachte jedoch auch diese Maßnahme nicht.

Im Gegenteil! Andi Ulmer hätte in der 26. Minute beinahe für das 3:0 gesorgt, zog einen Torschuss dem Querpass auf den besser postierten Sadio Mané vor. Mit etwas mehr Übersicht hätte er sich wohl hier einen Assistpunkt sichern können, der Torschuss aus spitzem Winkel schwierig.

Zulj setzt die Krone auf

Zulj trifft zum 3:0 / © GEPA

Zulj trifft zum 3:0 / © GEPA

Nach einer Shaqiri-Gelegenheit, die der Schweizer selbst entschärfte, fiel das nächste Tor für die roten Bullen. Kampl eroberte den Ball gegen Toni Kroos, über Leitgeb und erneut Kampl kam das WM-Spielgerät „Brazuca“ zu Sadio Mané. Der ließ DFB-Teamverteidiger Jerome Boateng wie einen Schülerjungen stehen und spielte am Fünfer einen Stanglpass in den Rücken der Abwehr, welchen Salzburg-Neuzugang Robert Zulj in überlegter Manier in die Maschen beförderte. Der Jubel bei den Hausherren und den 30.000 auf den Rängen kannte keine Grenzen mehr.

Die zweite Hälfte begann, wie die erste endete. Nach einem Eckball konnte Bayern zunächst klären, doch die Kugel flog wieder in den Fünfer. Mané, heute mit einem Sahnetag, kam mit dem Kopf zum Abschluss und scheiterte nur an der Querlatte. Neuer hätte auch bei diesem Abschluss ganz alt ausgesehen.

Einen Mandzukic-Schuss konnte Peter Gulacsi parieren, und in der 61. Minute landete die Kugel sogar im Salzburg-Tor. Der Schütze des vermeintlichen Anschlusstreffers Thomas Müller stand jedoch im Abseits, daher versagte Ouschan dem Treffer die Anerkennung.

Für Bayern hätte die Niederlage noch bitterer ausfallen können. Højbjerg senste in der 71. Minute Andi Ulmer im Sechzehner um. Hier wäre auf Elfmeter zu entscheiden gewesen, doch die Schiri-Pfeife blieb stumm.

Chancen auf höheren Sieg

Neuer musste dreimal hinter sich greifen / © GEPA

Neuer musste dreimal hinter sich greifen / © GEPA

Drei Minuten später gab’s dann Elfmeter – diesmal zu unrecht. Florian Klein setzte vom rechten Flügel zum Slalomlauf durch die Bayern-Defensive an und konnte erst von Jerome Boateng, allerdings klar vor der Sechzehnerlinie, per Foul gestoppt werden. Da Soriano bereits ausgewechselt wurde, trat Kampl zum Strafstoß an – und scheiterte an Manuel Neuer. Ausgleichende Gerechtigkeit.

Kurz vor dem Ende hätte der eingewechselte Doussou, ein aus dem Benin kommender Testspieler der roten Bullen, aus spitzem Winkel auf 4:0 stellen können, doch Neuer parierte den Schuss.

So blieb es beim hochverdienten 3:0 des Tabellenführers der Tipp3-Bundesliga gegen das vermeintlich beste Team der Welt. Auch wenn der FC Bayern nicht in Bestbesetzung aufgelaufen war, so ist dieses Resultat nicht aufgrund Qualitätsmangel beim deutschen Meister zurückzuführen. Die Salzburger sorgten für eine spielerische Sternstunde und setzten die Bayern mit druckvollem Pressing und Pässen in die Nahtstelle unter Druck.

Die Leistung der Hausherren lässt die Vorfreude auf die Frühjahrsrunde in der Meisterschaft und vor allem auf die Europacup-Duelle gegen Ajax Amsterdam nur noch größer werden.

Spielinfo

Freundschaftsspiel
Red Bull Arena, 30.188 Zuschauer, Schiedsrichter: Ouschan
FC Red Bull Salzburg FC Bayern München
FC Red Bull Salzburg
3:0FC Bayern München
   

Tore: Mané, Soriano, Zulj
Gelbe Karten: Schwegler; Højbjerg, Boateng
Gelb/Rote Karten:
Rote Karten:

Für SALZBURG12 berichteten Alex Januschewsky und Christoph Lumetzberger aus der Red Bull Arena.

Kategorien
FC Red Bull Salzburg
Christoph Lumetzberger

Christoph Lumetzberger ist Red Bull Salzburg Fan durch und durch. Tolle Spiele, schöne Tore und emotionale Momente mit seinem Lieblingsteam ziehen ihn immer wieder ins schönste Stadion Österreichs, die Red Bull Arena. Über diese Website: "SALZBURG12.at ist ein tolles Projekt hinter dem ich zu 100% stehe!"
3 Anzahl der Kommentare
  • Start in die 2. Hälfte der Bundesliga › SALZBURG12.at
    29 Januar 2014 at 9:54
    Leave a Reply

    […] der deutsche Triplesieger FC Bayern München erlebte in der ausverkauften Red Bull Arena sein blaues Wunder und gegen Zenit St. Petersburg lernte man, dass man sich gegen einen € 45 Mio. Kicker namens […]

  • “Es werden keine Spieler mehr abgegeben” › SALZBURG12.at
    22 Januar 2014 at 9:36
    Leave a Reply

    […] gab es nach dem geglückten Testspiel gegen den FC Bayern zu lesen. Naturgemäß poppen nach so einem Spiel auch die Nachrichten über […]

  • Das “Interview am Rasen”: FC Red Bull Salzburg vs. FC Bayern München › SALZBURG12.at
    20 Januar 2014 at 10:44
    Leave a Reply

    […] Spielbericht gibt’s hier! […]

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