Revanche geglückt! Halbe Miete für Salzburg

Die Bullen besiegen auch Standard - und sind auf Aufstiegskurs!...
Jubel über das 1:0 / (C) GEPA
Jubel über das 1:0 / (C) GEPA
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Der Geist von 2009/10 wehte durch die Red Bull Arena. Standard Lüttich gab sich in Wals-Siezenheim die Ehre, und da fühlte man sich kurzzeitig an das Kultjahr im Europacup erinnert, wo man nach einem 2:3 in Belgien mit einem torlosen Heimremis aus der Europa League ausschied.

Die Zeichen heute standen auf Revanche, auch die Choreo auf der Süd untermalte dieses Vorhaben.

Personell gab es keinerlei Überraschungen. Das Comeback von Gulacsi nach seinem Fingerbruch war erwartet worden, auch Christian Schwegler wurde rechtzeitig fit. Im Detail sah dies wiefolgt aus:

Gulacsi
Schwegler – Hinteregger – Ramalho – Ulmer
Leitgeb – Ilsanker
Kampl – Mané
Soriano – Alan

Intensives Spiel

Man merkte gleich in den ersten Minuten der Partie, dass mit Standard Lüttich ein starker Gegner in der Red Bull Arena zu Gast war. Die Belgier spielten von Beginn an gutes Gegenpressing und ließen die Salzburger lange nicht in die Nähe des eigenen Gehäuses kommen.

Ramalho hatte die erste nennenswerte Gelegenheit. Nach einer Ecke kam der Brasilianer zum Kopfball, ein Belgier kratzte den Ball allerdings noch von der Linie.

Die nächste Chance vereitelte der Assistent an der Seitenlinie, da er ein vermeintliches Abseits von Kampl nach Leitgeb-Pass ahndete. Der Slowene befand sich allerdings einen Meter entfernt von der strafbaren Zone. Fehlentscheidung!

Das Spiel wurde nach einer halben Stunde ruppiger, man merkte den Belgiern den Druck an, unter welchem sie mit einem Punkt aus zwei Spielen vor der Partie standen. Salzburg schaffte es zwar, das Heft in die Hand zu nehmen, allerdings sind zwischen Gegnern wie Wr. Neustadt und Innsbruck auf der einen und Lüttich auf der anderen Seite doch Welten Unterschied zu erkennen.

Bestes Beispiel ein gut vorgetragener Konter der Gäste in Minute 36. Carcela-Gonzalez wurde auf die Reise geschickt, ließ zuerst Ulmer im Sechzehner aussteigen und traf danach gottseidank mit seinem Abschluss nur das Außennetz.

Dann wurde es hektisch. Zuerst dezimierte sich Lüttich selbst, als Carcela-Gonzales den in Richtung Tor stürmenden Sadio Mané foulte. Der Marokkaner hatte schon Gelb und musste damit schon nach 38 Minuten unter die Dusche. Allerdings blieb die Überzahl nur vier Minuten bestehen. Mané selbst wurde in den Augen des slowakischen Schiedsrichters Kruzliak zum Übeltäter. Nachdem der Senegalese bereits in der ersten halben Stunde Gelb sah, bewertete der Unparteiische ein Foul an Mané als Schwalbe des Salzburgers und stellte ihn mit Gelb-Rot vom Platz.

Vor der Pause prüfte Hinteregger den Lüttich-Keeper noch mit einem Distanzschuss, dann ging es erst mal für 15 Minuten in die Kabinen.

Endlich schepperts!

Roger Schmidt ist zufrieden / (C) GEPA

Roger Schmidt ist zufrieden / (C) GEPA

Die erste Chance in Hälfte zwei fand Jonny Soriano vor. Der Spanier hatte nach einem Gestocher an der Sechzehnerlinie die Möglichkeit, vertendelte allerdings den Abschluss. Dreißig Sekunden später zog Leitgeb aus der Distanz ab, schoss jedoch über das Gehäuse der Gäste. Kurz darauf versuchte sich Kampl von beinahe identer Position, allerdings stieg auch dieser Versuch deutlich über das Tor.

In Minute 53 schepperte es dann endlich. Jonny Soriano nahm Maß und traf exakt in die linke untere Ecke. Das Stadion kochte – und diesmal nicht aufgrund der unterdurchschnittlichen Leistung des Unparteiischen.

Nur wenig später hätte Soriano die Partie schon zu Gunsten der Salzburger vorentscheiden können, leider kam er den feinen Stanglpass von Schwegler nicht mehr heran.

Die Lütticher dezimierten sich erneut. Kanu leistete sich einen Ellbogencheck an Schwegler und Spielleiter Kruzliak blieb nur eine Möglichkeit: Rot! Die Gäste damit nur mehr mit acht Feldspielern.

Die nächste Fehlentscheidung des Schiris aus der Slowakei leistete sich dieser nach einem klaren Foul an Alan im Strafraum. Der Brasilianer wurde mittels Bodycheck zu Boden gerissen, die Pfeife der Pfeife blieb jedoch stumm.

Die Hausherren drückten jetzt auf die Entscheidung. Alan sprang der Ball vom Rücken eines Belgiers direkt in den Lauf, er zog ab, fand allerdings in Kawashima seinen Meister, der bravourös parierte. Auch bei Schüssen von Leitgeb und Kampl behielt der japanische Teamgoalie die Oberhand.

Entscheidung – oder doch nicht?

2:1, neun Punkte! / (C) GEPA

2:1, neun Punkte! / (C) GEPA

In der 85. Minute war schließlich auch er machtlos. Andre Ramalho war mit nach vorne gekommen und sorgte für das 2:0. Die Partie schien damit entschieden, doch ein Foul von Martin Hinteregger an Batshuayi im Salzburg-Strafraum, welches der Schiedsrichter zurecht mit Elfmeter ahndete, brachte die Belgier nochmal heran. Mjuangi-Bia trat an und ließ Gulacsi keine Chance.

Allerdings waren Standard nicht mehr in der Lage, den Salzburgern gefährlich zu werden, sodass die Partie mit 2:1 endete. Der Jubel im Stadion kannte keine Grenzen mehr.

Der FC Salzburg steht nach drei Spielen noch ohne Punkteverlust da, das Weiterkommen in der Gruppe C scheint nur noch Formsache zu sein. In zwei Wochen steigt das Rückspiel im „Sclessin“, dem Heimstadion von Standard Lüttich. Dort kann mit einem Punktegewinn alles klar gemacht werden.

Zahlen, Daten, Fakten

FC Salzburg

2:1

Standard Lüttich

FC Salzburg – Standard Lüttich

UEFA Europa League, 3. Spieltag, Red Bull Arena, 14.856 Zuseher
Schiedsrichter: Kruzliak (SVK)
Tore: Soriano (53.), Ramalho (85.); Mujangi-Bia (88./Elfmeter)
Gelbe Karten: Ramalho, Ilsanker; Ezekiel
Rote Karten: Mané; Carcela-Gonzalez, Kanu

Für SALZBURG12 berichteten Christoph Lumetzberger und Alex Januschewsky aus Salzburg.

Kategorien
FC Red Bull Salzburg
Christoph Lumetzberger

Christoph Lumetzberger ist Red Bull Salzburg Fan durch und durch. Tolle Spiele, schöne Tore und emotionale Momente mit seinem Lieblingsteam ziehen ihn immer wieder ins schönste Stadion Österreichs, die Red Bull Arena. Über diese Website: "SALZBURG12.at ist ein tolles Projekt hinter dem ich zu 100% stehe!"
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