Die Mannschaft feiert vor der Süd / (C) GEPA
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Analyse: Ein passender Stürmer und stürmende Außenverteidiger
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Gnadenloses Pressing und enorme positionelle Flexibilität der Salzburger überforderten die litauischen Gäste heillos, und resultierten letztlich in einem nie gefährdeten Heimsieg.
Eine Analyse.

Nach dem wenig erfreulichen 1-1 in Graz kehrte Roger Schmidt in Sachen Startaufstellung zur zweiten Halbzeit des Grödig-Spiels zurück: Hierländer neben Ilsanker im zentralen Mittelfeld, Kevin Kampl nominell auf dem rechten Flügel. In Wahrheit orientierte sich Kampl aber wieder sehr stark Richtung Zentrum, während Klein mit seiner offensiven Spielweise den Platz im rechten Mittelfeld übernahm.

die Startformation

Auf der anderen Seite agierte Sadio Mané fast wie ein Stürmer – stets im oder um den Strafraum herum zu finden, stets bereits das Eins-gegen-Eins zu riskieren. Um das Spiel breit zu halten, und eine zusätzliche Anspielstation zu schaffen, war auch Linksverteidiger Andi Ulmer hauptsächlich in der gegnerischen Hälfte zu finden.

Stefan Hierländer war im zentralen Mittelfeld zwar nicht unbedingt Anspielstation oder Spielmacher, dafür jener Spieler, der das beeindruckendste Laufpensum abspulte. Mal tauchte er direkt neben Soriano auf, ein anderes Mal auf dem rechten Flügel um eine traumhafte Flanke zum 4-0 zu schlagen. Schafft er es, derartige Auftritte regelmäßig zu zeigen, wird er aus der Startformation langfristig schwer wegzudenken sein.

Jonatan Soriano offenbarte erneut Schwächen im Abschluss, war jedoch aus mannschaftstaktischer Sicht DER Trumpf der Salzburger: Während mit Hierländer, Klein, Ulmer und Mané vier Spieler aus tieferen Positionen Richtung Strafraum vorstießen (siehe Graphik) machte es Soriano – und das überforderte die Litauer endgültig – genau umgekehrt: Er, als eigentlicher Strafraumstürmer, ließ sich immer wieder ins Mittelfeld zurückfallen. Dort tauschte er entweder Doppelpässe mit Kampl aus, oder versuchte selbst den Lochpass hinter die Abwehr (siehe 3-0).

Dass die Gäste zu keiner einzigen Torchance kamen lag einerseits an deren Offensivschwäche, andererseits aber auch an der Konsequenz die die Herren Ramalho, Hinteregger und vor allem Ilsanker an den Tag legten. Ilsanker hielt wie immer stur seine Position vor der Innenverteidigung ein, spielte dort den einen oder anderen klugen Pass, und machte mit etlichen Grätschen und tollem Zweikampfverhalten einige potentielle Konter zunichte. War er im Vorjahr noch ein großer Unsicherheitsfaktor ist er heuer längst zum Leistungsträger aufgestiegen!

Salzburger Flexibilität

Salzburger Flexibilität

Oberhalb ein Ausschnitt aus dem Spiel, der die Flexibilität der Roten Bullen sehr gut wiedergibt: Klein am nähesten zum gegnerischen Tor, Hierländer auf einer Höhe mit den beiden Stürmern, Mané eingerückt und Ulmer dafür im linken Mittelfeld, Kampl als Anspielstation im Hintergrund, Ilsanker die einzige Absicherung.

Dominik Seitlhuber

19-jähriger Taktikfanatiker aus Niederösterreich. 🙂

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