Schmidt: „Ich hoffe, dass nächste Woche kein Portugiese pfeift!“

Dieses Spiel kann der erste Schritt Richtung Champions League werden. Wichtig ist, dass Salzburg kein Tor kassiert, denn in Istanbul einzunetzen wird nicht einfach. Die junge Abwehr ist daher...
Mané setzt sich gegen 2 Gegenspieler durch (c) GEPA
Mané setzt sich gegen 2 Gegenspieler durch (c) GEPA
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Dieses Spiel kann der erste Schritt Richtung Champions League werden. Wichtig ist, dass Salzburg kein Tor kassiert, denn in Istanbul einzunetzen wird nicht einfach. Die junge Abwehr ist daher sehr gefragt.

Feners „Starstürmer“ Moussa Sow sitzt nur auf der Bank. Denn aufgrund des Ramadan darf der streng gläubige Moslem bis nach Sonnenuntergang weder essen noch trinken und somit könnten ihm Kräfte für ganze 90 Minuten fehlen.

Salzburg muss nur auf die „Üblichen Verdächtigen“ Schiemer, Rodnei, Lazaro, Vorsah & Svento verzichten.

Auf der Weide:

Gulacsi

Schwegler, Ramalho, Hinteregger, Ulmer

Kampl, Ilsanker

Meilinger, Mané

Soriano, Alan 

Im Stall:
Walke, Klein, Berisha, Nielsen, Reyna, Hierländer, Teigl

AUSVERKAUFT         

Die erste gute Neuigkeit gab es schon vor dem Spiel: Es gibt keine einzige Karte mehr. Knapp 30.000 sind in der Red Bull-Arena, um sich das Spitzenspiel anzusehen.

Was für ein Beginn!

Beide Mannschaften spielen von Anfang an mit Druck und die besseren Chancen hat Salzburg: Mané bringt den Ball von der Seite in den 16er, Jonny Soriano zieht ab, doch der Ball wird abgewehrt. Gleich danach kommt der Ball von der anderen Seite wieder in den Strafraum; diesmal steht Mané bereit, aber Keeper Demirel kann gerade noch auf der Linie den Ball festhalten (4`).

Sowohl die Türken als auch die Salzburger gehen sehr hart gegen den Mann und daher verwundert es niemanden, dass eine hohe Zahl an Fouls gepfiffen werden. Es stecken viele Emotionen in den ersten 10 Minuten und das auch Abseits des Feldes bei den Fans, welche ihre Teams lautstark unterstützen.

Die Bullen versuchen über die Flanken, meist Mané, nach vorne zu kommen. Doch die Bälle der Hintermannschaft gehen nicht selten ins Aus.

 Nach 10 Minuten wird Fener erstmals gefährlich: Potuk kommt im Strafraum an den Ball und könnte abschließen, aber er versucht noch in die Mitte zu passen, wo der Ball abgefangen und die Situation geklärt wird.

Die Salzburger Fans zeigen sich begeistert von der Spielweise ihrer Mannschaft und nach 15 Minuten sitzen nur noch wenige auf ihren Plätzen.

Kampl tankt sich in der 18. Minute in den gegnerischen Strafraum, überdribbelt dabei 2-3 Verteidiger, kann dann aber den Ball nicht unterbringen. Kurz darauf kommt Meilinger knapp außerhalb des 16ers zur Schussmöglichkeit, trifft jedoch den Ball nicht richtung und es gibt nur Abstoß.

Nach 25 Minuten flacht die Partie etwas ab. Der Ball wird hauptsächlich im Mittelfeld gespielt und keine der beiden Mannschaften kommt mehr zu zwingenden Torchancen.

Tolle Kombination!

KeKa bringt den Eckstoß flach zu Sadio Mané, dieser spielt wieder zurück zu Kampl, welcher den Ball ungefähr zum Elfmeterpunkt bringt, wo Meilinger mit einem super Schuss eine weitere Ecke einbringt. Doch diese, von ihm selbst geschossen (diesmal hoch) kann von einem Verteidiger geklärt werden (28`).

Die nächste Chance für Salzburg: Alan bekommt im Mittelfeld den Ball, spielt ihn im Vormarsch zu Sadio Mané auf die Seite, er bringt den Ball geschickt in die Mitte, dort steht jedoch nur Demirel, dieser klatscht die Kugel ab, aber leider ist kein Salzburger in der Nähe und so hält der Keeper den Ball im Nachfassen (30`).

Schiedsrichter Pereira Gomes…

viele seiner Entscheidungen sind sehr strittig (bei manchen muss auch gar nicht mehr diskutieren, um zu erkennen, dass sie falsch sind).

Auch das hätte er sehen müssen: Alan tankt sich in den Strafraum, wird gelegt und Bruno Alves steigt ihm, am Boden liegend, brutal ins Gesicht (35`).

Fenerbahce kommt in dieser Phase nicht oft vor das Salzburg er und auch wenn, sind die Angriffe meist her harmlos. Aich ihre eigentliche Kopfballstärke können sie bei Standardsituationen nicht ausnützen.

Fazit

Nach anfänglichem Pressing und guten Torchancen beider Mannschaften, verlagerte sich das Spiel hauptsächlich in das Mittelfeld; gute Möglichkeiten wurden Mangelware. Die Stimmung ist hitzig: beide Mannschaften spielen mit Härte und Emotionen.

Wiederanpfiff mit Pfiff (einmal auch ohne)!

Mané passt lang in die Spitze zu Soriano, dieser leitet den flachen Pass Richtung Tor weiter und Demirel kann den Ball gerade noch mit den Fingerspitzen abwehren (46`). So nah und doch so fern liegt die Salzburger Führung.

Kurz danach wird Kevin Kampl im Strafraum an der Grenze zu Fall gebracht; der Schiedsrichter hat die Pfeife schon im Mund, nimmt sie jedoch ohne sie ertönen zu lassen wieder raus und lässt weiterspielen.

Und schon die nächste Chance: Ecke für Salzburg; der Ball fliegt an den Bullen vorbei, trifft einen Gegenspieler am Kopf, von da aus fliegt er Richtung Tor, der Keeper wäre chancenlos, da er in die falsche Ecke fliegt und der Ball würde im Tor landen, wenn ihn Kuyt nicht noch von der Linie geholt hätte.

Moussa Sow kommt in der 58. Minute ins Spiel und lässt damit den Fansektor Feners laut aufschreien, sie bejubeln ihren Star. Mit ihm soll die bisher eher ruhige Offensive mehr Schwung bekommen.

Salzburg spielt immer wieder schöne Aktionen, die man auch vom Spiel gegen die Austria kennt und dort zu gefährlichen Tormöglichkeiten geführt haben, doch Fenerbahce ist ein anderes Kaliber und deswegen blieb man bisher auch erfolglos.

Das gibt’s doch nicht!

Mané spielt sich schön in die Mitte Richtung 16er, passt den Ball zu Alan, der allein vor Demirel steht, doch er scheitert um Zentimeter… (63`). Das ist eine Szene, die perfekt in das Spiel passt: Salzburg ist die aktivere Mannschaft, spielt sich öfters vor das gegnerische Tor, bleibt jedoch dann meist hängen oder verfehlt. Aber seit Sow im Spiel ist, wird auch Fenerbahce immer wieder gefährlich. Die Mittelfeldspieler suchen ihn meist als Anspielstation.

AAALAAAN!!!

Alan jubelt nach 1:0 (c) GEPA

Alan jubelt nach 1:0 (c) GEPA

Kampl Spielt sich schön durch die Verteidigung, sieht Alan nach vorne kommen spielt ihn im 16er an, er hat nur noch den Tormann vor sich, überhebt ihn und trifft zum sagenhaften 1:0 (68`).

Kurz nach seinem Tor wird Alan, der bis dahin eine gute Partie abgeliefert hat, ausgewechselt, für ihn kommt Yordi Reyna ins Spiel.

Das Tor änderte die Spielweise der Gäste, sie treten nun offensiver auf; Salzburg muss nun hinten aufpassen, denn kleine Fehler werden schnell bestraft.

Gulacsi rettet

Salzburg bekommt hinten den Ball nicht weg, Webo kommt an der Strafraumgrenze zum Schuss; der würde genau passen, wenn da nicht ein gewisser Peter Gulacsi im Tor wäre, der den Ball zum Pfosten ablenkt (80`). Nur eine Minute später gibt es eine Ecke für Fener, aber Gulacsi steht komplett richtig und fängt den Kopfball sicher.

Der Ausgleich in der Nachspielzeit

Dieser erfolgt durch einen Elfmeter für Fenerbahce nach Handspiel von Ulmer. Diese Entscheidung des Schiedsrichters in Ordnung (war in diesem Spiel ja nicht immer der Fall). Cristian lässt Gulacsi, welcher in die falsche Ecke fliegt, keine Chance und verwandelt zum 1:1 (94`).

FC Red Bull Salzburg

1:1

Fenerbahce Istanbul

FC Red Bull Salzburg vs. Fenerbahce Istanbul

3. Runde der Champions League Qualifikation, Red Bull Arena Salzburg, 29.000 Zuseher
   Tore: Alan (68.), Cristian (94.)
   Gelbe Karten: Hierländer, Schwegler, Ilsanker, Emre
   Rote Karten: –

Fazit 

Salzburg hat sich mehr um das Spiel bemüht und viele Chancen kreiert, welche entweder an der Verteidigung von Fenerbahce oder an der fehlenden Präzision gescheitert sind.
Das Rückspiel wird spannend, denn Fenerbahce ist eine enorme Heimmacht. Aber, wie man so schön sagt: nichts ist unmöglich.

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FC Red Bull Salzburg
Marc Waschnig-Theuermann

Marc Waschnig-Theuermann befasst sich schon seit seiner Kindheit mit der schönsten Nebensache der Welt; sowohl aktiv mit Freunden als auch passiv in der Red Bull Arena. Der Jurist hat das Gewinnspiel "Journalist für einen Tag" gewonnen und schreibt seitdem für SALZBURG12.at. @salzburg12at folgen
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