„Was erlauben Heri Weber?“

Heribert Weber wittert einen philosophielosen Trainer in Salzburg. Na jetzt hörst aber auf Heri!...
Heribert Weber - der Rufer von außen
Heribert Weber - der Rufer von außen
„Was erlauben Heri Weber?“
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Heribert Weber - der Rufer von außen

Heribert Weber – der Rufer von außen / Foto: Markus Dallarosa

Gäbe es in Salzburg noch einen Giovanni Trapattoni, dann hätte dieser die jüngsten Aussagen von Heribert Weber wahrscheinlich so kommentiert, wie es in unserem Titel lautet.

Heribert Weber, ehemaliger Meistertrainer unter SV Austria Salzburg (1997) und Rapid Wien (1998, 1999) lies sich in der gestrigen SKY-Sendung „Talk & Tore“ zu einer sehr eigenartigen Aussage hinreissen:

„Er (Anm: Rangnick) will nichts von Philosophie wissen. Er ist der Meinung, das ist sein Wissen, dass da umgesetzt wird und deswegen spreche ich auch von Ralf Rangnicks Wissen, das die Trainer umzusetzen haben. Das, was Roger Schmidt spielen lässt, sind Rangnicks Gedanken und Ideen.“

Danke Herr Weber! Diese Aussage ist ebenso wichtig, wie das Fahrrad mit der Nr. 5016, das nun neben dem Reissack Nr. 8119 in Chinas Hauptstadt liegt.

Ist Roger Schmidt „nur“ ein Erfüllungsgehilfe des Sportdirektors Ralf Rangnick? Na dann wollen wir mal die „Logik“ anwerfen, die Herrn Weber bei diesem „Sager“ sichtlich gefehlt hat. Dazu müssen wir ein klein wenig in der Vergangenheit dieser Saison blättern. Ralf Rangnick ist seit Ende Juni 2012 Sportdirektor der Salzburger und Leipziger und führte in seiner Vergangenheit als Trainer Vereine wie VfB Stuttgart, Hannover 96, Schalke 04 und TSG Hoffenheim an. Unter ihm gelangen Hannover und Hoffenheim sensationelle Aufstiege in die jeweils höhere Spielklasse, 2005 wurde er mit Schalke Deutscher Vizemeister, 2011 gewann DFB-Pokal und DFB-Supercup und zog im selben Jahr sogar in das Halbfinale der Championsleague ein. Seine Qualität oder seine „Ahnung“ vom Fußballsport dürften unbestritten sein.

Roger Schmidt hingegen kam gleichzeitig von Paderborn, einem Zweitligisten der Deutschen Bundesliga, wo er – trotz sehr eingeschränkter Bedingungen – durchaus erfolgreich war und nur knapp das Play Off versäumte. Ralf Rangnick meinte damals, dass Schmidt einfach besser zum Spielsystem der Salzburger passen würde. Rangnick und Schmidt – zwei Leute, die sich kennen und wissen, wie es sportlich weitergehen soll. Die Fans freuen sich und sehen eine seit langem vermisste Strategie.

Und jetzt die „Riesen-Überraschung“ für Herrn Weber (der ja wohl via Funk permanent mit Schmidt und Rangnick verbunden ist): Die Philosophie von Schmidt und Rangnick sind wohl wirklich identisch! Das mag auch damit begründet sein, dass Schmidt ein Wunschkandidat von Rangnick gewesen ist, weil sie wohl die gleiche (Fußball)Sprache sprechen. Soll ja durchaus vorkommen, dass ein Sportdirektor und ein Trainer eine gemeinsame Linie haben. Auch in Salzburg.

Allerdings schenkte Heribert Weber auch seinen „Grünen“ gestern ordentlich ein – Sakrileg!. Da hat wohl einer zuviel Punsch getrunken oder die Lebkuchen sind ihm nicht bekommen. Schade, dass man für solche Fernsehsendungen keine wirklichen „Experten“ auftreiben kann. Hans Krankl ist ja wenigstens lustig, aber die „Trainerlegende“ eigentlich nur peinlich…

Bisserl weniger peinlich war Georg Zellhofer in der gestrigen Sendung: Der vermisst den „Plan B“ und hört Durchhalteparolen aus Salzburg. Na, er wird schon Recht haben. Begründet durch seine sehr erfolgreiche Trainerkarriere (*hust*) hat er sich jedes Recht erworben, im Funkverkehr Schmidt <–> Rangnick mitzulauschen und zu kommentieren.

Auch wenn diese Zeilen großteils ironisch zu verstehen sind, wünsch ich Herrn Weber und Herrn Zellhofer ganz ehrlich „Frohe Weihnachten“! Alles wird gut! Heuer nicht mehr, aber 2013 dann… Auch für die „Experten“.

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Die 3. Halbzeit
Alex Januschewsky

Alex Januschewsky wurde 1968 in Salzburg geboren und ist seit Mitte der 1970er Jahre Fan des Salzburger Spitzenfußballs - mit Leib, Herz und Seele. Er war Mitglied von heute nicht mehr existenten SV Austria Salzburg Fangruppierungen, ging aber den Weg der Fan-Neugründung im Jahr 2005 nicht mit. Seit 2010 ist er Herausgeber von SALZBURG12.at und zuständig für Neuigkeiten, Vorberichte sowie die Liveberichterstattung von den Spielen. Ebenso ist er Mitglied von Sports Media Austria, der Vereinigung österreichischer Sportjournalisten.
5 Anzahl der Kommentare
  • Florian Dürager
    17 Dezember 2012 at 11:38
    Leave a Reply

    Ja, die Medien – und deren Mitspieler (wie viele "unserer" österreichischen arbeitslosen Trainer sind) – produzieren Woche für Woche einen immer grösser werdenden Haufen *setze was du willst*!!!! Danke Salzburg12.at für euren unermüdlichen Kampf! Frohe Weihnachten! – wir werden Meister!

  • Khelladi Dali
    17 Dezember 2012 at 13:11
    Leave a Reply

    deswegen habe habe ich sky gekündigt, ich habe fiel blödsinn gehört das reicht.
    shcade für sky und österreichische fußball das die keine richtige neutrale profi analysten engagieren sondern nur mehr rapid fan.
    merci beuacoups pour cette article.

    • Maxim Ber
      18 Dezember 2012 at 8:15
      Leave a Reply

      Und sie stehen ja überhaupt nicht hinter Red Bull und dem Kommerzklub…nein!
      Alle sind nur Rapidler und das ist so gemein!

    • Khelladi Dali
      19 Dezember 2012 at 8:06
      Leave a Reply

      schade für österreichische fußball

    • Marijan Kelava
      19 Dezember 2012 at 9:01
      Leave a Reply

      Wie Kommerzclub? Max, nach der Aktion mit dem Wein im Pennymarkt würde ich in dieser Hinsicht ruhig sein 😉

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