Red Bull Salzburg Jahresrückblick 2012: Der sportliche Teil

Der erste Teil unseres großen Jahresrückblicks 2012. Die sportliche Komponente - von Jänner bis Dezember 2012....
Jahresrückblick: Red Bull Salzburg - Meister und Cupsieger 2012! Das war am Anfang der Saison allerdings nicht so klar.
Red Bull Salzburg - Meister und Cupsieger 2012
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Jahresrückblick: Red Bull Salzburg - Meister und Cupsieger 2012! Das war am Anfang der Saison allerdings nicht so klar.

Red Bull Salzburg – Meister und Cupsieger 2012. Das war am Anfang der Saison allerdings nicht so klar.

Das war’s dann wohl gleich mal für 2012. Ein bewegtes Jahr – natürlich nicht nur in Salzburg – aber dennoch konzentriere ich mich in meinem Jahresrückblick natürlich auf die Vorkommnisse in und um die Mozartstadt. Beginnen möchte ich beim sportlichsten Teil.

Umbauarbeiten im Jahr 2012

Ein Kommen und Gehen

Roman Wallner verlies die Salzburger im Winter 2011/12

Roman Wallner verlies die Salzburger im Winter 2011/12

Die Winterpause 2011/12 brachte personelle Veränderungen. In der Transferzeit wurden Christiano und Jonatan Soriano geholt, gleichzeitig aber 5 Spieler abgegeben. Der glücklose Luigi Bruins, Jefferson, Alex, Daniel Offenbacher und Fanliebling Roman Wallner verließen die Salzburger. Letzterer ging zu RB Leipzig. Die dortigen Fans freute es, die Salzburger weniger.

Es war jedoch dringend nötig, „frisches Blut“ zu holen, denn nach der Herbstsaison begann man am Tabellenplatz 5 den Start ins neue Jahr 2012. Es lief viel, sehr viel, schief im Herbst, doch das sollte sich ändern…

Die Aufholjagd startet

Um ehrlich zu sein, ich hätte nach der verkorksten Herbstsaison mein letztes Hemd verwettet, dass Salzburg in der Saison 2011/12 nicht mehr viel „reisst“. Der Rückstand war groß, die Leistungen mäßig. Rückblickend betrachtet bin ich nun froh darüber, nicht gewettet zu haben. Und Salzburg startete in die Frühjahrssaison 2012 nicht wesentlich stärker. Im Gegenteil.

Aber man kämpfte sich zurück. Soriano, der als „Goalgetter“ von Barcelona B gekommen war, hatte definitiv Ladehemmung. Erst in der 26. Runde war der Bann gebrochen! Wr. Neustadt war es, die sich das erste Tor des Spaniers einfingen.

Und wenn ich nochmal ganz ehrlich sein darf – einen super-tollen Fußball sah man immer noch nicht. Zwar gab es einige wirklich schöne Spiele, die auch von Erfolg gekrönt waren, letztendlich darf man sich aber auch ein wenig bei den anderen Mannschaften bedanken, dass 17. Mai 2012 der Meisterteller wieder nach Salzburg zurückkehrte. Zu wenig konstant traten Rapid, Austria Wien und Co. auf – die Salzburger freute es. So beendete man diese Saison als Österreichischer Meister mit 6 Punkten Vorsprung auf die Hütteldorfer.

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Meisterfeier 2011/12 in der Arena

Meisterfeier 2011/12 in der Arena

Ein historischer Moment

Doch nicht genug der Überraschungen. Im Cup gelang den Salzburgern eine unerwartete Serie. Baumgarten, SAK Klagenfurt, LASK, die eigenen Juniors, Hartberg und zuletzt der Herbstmeister 2011 SV Ried. Sie alle mussten „daran glauben“ und Red Bull Salzburg holte zum ersten Mal seit der Gründung 1933 das Double nach Salzburg. Tausende Fans, angereist mit Sonderzügen, Bussen und Privatfahrzeugen feierten am 20. Mai 2012 nach einem 3:0 Sieg diesen historischen Titel in Wien:

Wir haben beide – Pokal und Scheibe!

Leonardo, Fränky Schiemer und Stefan Hierländer waren die Torschützen. Mit diesem Titel in der Hand kehrte man nach Salzburg zurück! Unvergesslich – alle die dabei waren, wissen wovon ich spreche.

Ein turbulenter Sommer

Mit dem Double in der Hand, war der zuvor umstrittene Trainer Ricardo Moniz eigentlich gefestigt. Eigentlich. Der Holländer eliminierte sich allerdings nach einem Streit mit der medizinischen Abteilung selber und kündigte. Nun war guter Rat teuer. Kovac und Hamberg übernahmen die Mannschaft interimistisch. Die „Bombe“ platzte am 24. Juni 2012: Ralf Rangnick wird Sportdirektor, Roger Schmidt Trainer der Salzburger. Wir gehörten – 3 Tage nach seiner Verpflichtung – zu den ersten, denen der neue Coach ein Interview (beginnend bei ca. 2:08, aber das Walke-Interview dafür ist rückblickend richtig lustig!) in Leogang beim Trainingslager gab:

Zuvor wurden schon neue Spieler geholt: Christopher Dibon, Florian Klein und Stefan Ilsanker sowie Martschinko (der gleich nach Wr. Neustadt verliehen wurde) und Dähne von den Juniors. Ein Spieler – die „Diva“ der Salzburger – nämlich Leonardo beförderte sich nach einem Interview selber ins Out. Er lästerte über Stefan Maierhofer – Teamspirit über alles – somit war er Geschichte in der Kampfmannschaft.

Auch in der Presseabteilung gab es eine Rochade. Thomas Blazek räumte den Sessel für den ehemaligen Bundesliga-Pressesprecher Christian Kircher. Aber auch an der „Spielerfront“ sollte sich noch einiges tun – die Mannschaft wurde ziemlich umgebaut. 

Rangnick erklärte der Coerver-Methode der Holländer eine Absage. Zu statisch, so spiele man nicht mehr. Negativ-Beispiel waren ja die Holländer bei der WM. Offensiv-Fußball solle gespielt werden, dazu brauche er junge Spieler, für die „die Salzburger der richtige Verein in ihrere Karriere sind“. So hörte man sinngemäß den Sportdirektor. Dazu brauchte der deutsche Neo-Coach allerdings auch Spielermaterial. Und es wurde gefunden.

Mit Nielsen und Berisha wurden Ende Juli zwei unbekannte und blutjunge Kicker verpflichtet. Die beiden Norweger sollten noch auf sich aufmerksam machen. Doch Stop! Da war doch noch was davor…

Düdeldidü

Es sollte eine Halb-Amateur-Mannschaft aus Luxemburg sein, auf die man in der Championsleague-Quali treffen sollte. F91 Dudelange – die Düdelinger. Die Luxemburger erkämpften zu Hause einen Sieg (und wir „verloren“ dabei auch Dusan Svento, der sich immer noch im Aufbautraining befindet): Das Rückspiel in Salzburg gewannen die Roten Bullen zwar, aber nicht „hoch“ genug. Salzburg scheitert an einem Fußballzwerg und Rest-Österreich macht sich lustig. 

Doch sollte es genau dieses Ausscheiden gewesen sein, dass einen wirklichen Umbruch eingeleitet hat. Wie oben erwähnt, waren Nielsen und Berisha die ersten Verstärkungen, die geholt wurden. Weitere sollten folgen. Wenigstens bekam der Ö3, die versuchten „witzig“ zu sein, eine klare Absage von den Luxemburgern. Ein Erfolg der Sportlichkeit. Ebenso wurde „Düdelingen“ von 90minuten.at heute zum „Fußball-Unwort“ des Jahres mit folgender Begründung gekürt. „Düdelingen ist von diesem Zeitpunkt an Synonym für Basher und oberflächliche Kritiken in den Medien.“

Neue „Besen“

Kevin Kampl

Kevin Kampl

Ein erster neuer „Besen“ kam Mitte August. Peter Vogl überließ den Sessel des Geschäftsführers dem Deutschen Jochen Sauer. Ende August holte Rangnick Bright Edomwonyi, dessen Qualitäten aktuell noch nicht wirklich zu bestaunen waren. Einer der Fanlieblinge wechselte. Jakob Jantscher sucht sein Glück seit dem Sommer in Moskau.  Auch Gonzalo Zarate wanderte ab und spielt ab sofort bei YB Bern. Am 31.8. wurden vier Neuzugänge vorgestellt. Sadio Mané (FC Metz), Rodnei Francisco de Lima (1. FC Kaiserslautern) und Isaac Vorsah sollten ab sofort die Salzburger verstärken. Kevin Kampl sollte (und hat) für mehr Dymanik im Mittelfeld sorgen. Zymer Bytyqi, ein blutjunger Spieler aus Norwegen, wird nach der kommenden Winterpause für die Salzburger antreten.

Diese neuen und zum Großteil wirklich jungen Kicker haben die Salzburger sicher beflügelt. Für Platz 1 vor der Winterpause hat es leider nicht gereicht, aber bekanntlich werden Herbstmeister und Winterkönig ohnedies nie Meister:

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Im nächsten Teil unseres Jahresrückblicks unter anderem: Hass und Neid im Web.

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Alex Januschewsky

Alex Januschewsky wurde 1968 in Salzburg geboren und ist seit Mitte der 1970er Jahre Fan des Salzburger Spitzenfußballs - mit Leib, Herz und Seele. Er war Mitglied von heute nicht mehr existenten SV Austria Salzburg Fangruppierungen, ging aber den Weg der Fan-Neugründung im Jahr 2005 nicht mit. Seit 2010 ist er Herausgeber von SALZBURG12.at und zuständig für Neuigkeiten, Vorberichte sowie die Liveberichterstattung von den Spielen. Ebenso ist er Mitglied von Sports Media Austria, der Vereinigung österreichischer Sportjournalisten.
2 Anzahl der Kommentare
  • Red Bull Salzburg Jahresrückblick 2012: Kommerzler und Bullenschweine › SALZBURG12.at
    28 Dezember 2012 at 7:01
    Leave a Reply

    […] wohl größte Tiefpunkt war – wie schon im sportlichen Teil unseres Jahresrückblicks angesprochen – der total verpatzte Einstieg in die Champions […]

  • Florian Dürager
    21 Dezember 2012 at 18:51
    Leave a Reply

    Kurz und prägnant das Wichtigste geschrieben! Danke, weiter so!

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