ÖFB Samsung Cup: Mané, Mané, Mané

Ein 1:3 Auswärtssieg im Cup gegen Kalsdorf bringt den FC Red Bull Salzburg eine Runde weiter....
Kalsdorf-vs-Red-Bull-Salzburg
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Im Achtelfinale des ÖFB Samsung-Cups verschlug es die Roten Bullen diesmal in die Steiermark, genauer gesagt nach Kalsdorf. Das Stadion des SC Copacabana Kalsdorf war trotz der niedrigen Temperaturen mit rund 3.700 Zusehern ziemlich voll und diese sorgten von Beginn an für eine sehr gute Stimmung.

Aufstellung

Gegenüber dem Spiel gegen Rapid Wien wurden einige Änderungen vorgenommen. So stand, wie im Cup üblich Eddie Gustafsson im Tor. Für Christoph Leitgeb, der an Knieproblemen leidet, rutschte Georg Teigl in die Startaufstellung und Havard Nielsen durfte statt Soriano als Solo-Spitze fungieren.

 

Gustafsson

Klein – Schiemer – Rodnei – Ulmer

Hinteregger

Teigl – Berisha – Kampl – Mané

Nielsen

(Auf der Bank: Walke, Vorsah, Mendes, Ilsanker, Soriano)

Starker Beginn

Von Anfang an versteckten sich die Kalsdorfer nicht und wollten zeigen, dass der Cup wirklich seine eigenen Regeln schreibt. Eddie Gustafsson wusste schon in den ersten Minuten schon seinen Einsatz zu rechtfertigen; vor allem nach Freistößen wurde die Heimmannschaft immer wieder gefährlich, so nutzte Gründler seine Chance nach einem Abpraller im Salzburger Strafraum nicht und Gustafsson konnte den Ball sicher halten (6’).

Die Salzburger versuchten immer wieder über die Flügel gefährlich zu werden, aber Flanken von Kampl (16’) und Ulmer (21’) landeten immer wieder bei  der Kalsdorfer Verteidigung.

Danach wurde das Spiel unserer Roten Bullen ins Zentrum verlagert und man spielte sich mit guten Dribblings in den Strafraum. Dort scheiterte jedoch Teigl nach einer Nielsen-Vorlage an einem blockierenden Verteidiger.

Die Tore fallen

Es dauerte schließlich bis zur 37. Minute,  bis eine der beiden Mannschaften ihre Chance nutzte. Mané kommt im gegnerischen Strafraum an den Ball und lässt Tormann Sallinger mit einem scharfen Schuss ins lange Eck keine Chance.

Nach diesem Tor wurde die Stimmung im Kalsdorfer Stadion lauter und ihre Mannschaft erhöhte noch mal den Druck. Doch die nächste große Chance lag wieder bei den Salzburgern: Nachdem Florian Klein kurz vor dem Strafraum der Gastgeber gefoult wurde, brachte Mané den Ball hoch auf Nielsen, der verlängert den Ball per Kopf weiter an Teigl, doch dieser verfehlt das Leder nur knapp (40’).

2 Minuten vor der Pause war es wieder einmal Gründler, der an Strafraumgrenze nach einem langen Pass an den Ball gekommen ist, dort brachte er sich in Schussposition und traf nicht unverdient zum Halbzeitstand von 1:1.

Hitziger Start in die zweite Hälfte

Die 2. Halbzeit begann so, wie die erste endete: mit viel Druck. Nach nur 5 Minuten gab es einen großen Aufschrei der Fans und Spieler des SC Copacabana Kalsdorf, die ein Handspiel eines Salzburgers im eigenen Strafraum gesehen hätten – der Pfiff blieb jedoch aus. Daraufhin wurde die Stimmung im Stadion um einiges hitziger (bei diesen Temperaturen war das gar nicht mal so schlecht).

Wenige Minuten später gab es schon die nächste kritische Entscheidung des Schiedsrichters: Nach einem Zweikampf von Kampl wird dieser von einem Kalsdorfer Spieler in der eigenen Hälfte zu Boden gestreckt; der Freistoß wird gegeben, aber aus einem unerklärlichen Grund nicht für Salzburg.

In der 59. Minute wollte Martin Hinteregger für die erneute Führung sorgen, doch sein Schuss aus ca 20 Metern geht leider knapp neben das Tor. Soriano, der in der 60. Minute für den glücklosen Nielsen eingewechselt wurde, versuchte mit platzierten Weitschüssen Keeper Sallinger zu bezwingen; scheiterte jedoch immer wieder  an diesem.

Aber auch die Kalsdorfer ließen nicht locker und testeten immer wieder Eddie mit Schüssen oder auch direkten Duellen, wie Trdina, der sich aber den Ball zu weit vorlegt (73’).

In der 80. Minute zappelte das Spielgerät zum zweiten Mal im Tor der Kalsdorfer. Kampl spielte nach einem überragenden Solo in den Sechzehner auf Soriano, der den Ball wieder an Kampl zurückgab und dieser traf auch; doch leider stand Soriano beim Doppelpass im Abseits.

Die Entscheidung

Sadio Mané

Matchwinner Sadio Mané

Unsere Roten Bullen müssen nicht lange warten, bis der  2. Treffer auch wirklich gefallen ist. Nur 2 Minuten nach dem Abseitstor schiebt Mané, nach perfekter Teigl-Abgabe, ins leere Tor ein. Der Spielstand nun: 1:2. Angespornt, die  Sensation doch noch zu schaffen, stürmt die Heimmannschaft Richtung Salzburger Tor; eine abgerissene Flanke kann Gustafsson noch knapp über die Latte ableiten (83’).

In der Schlussphase geht es Schlag auf Schlag. Sowohl die Kalsdorfer als auch die Salzburger, vor allem durch Kampl kommen immer wieder zu guten Chancen.

Doch wieder ist er Mané, der nach einer Kampl-Vorlage trifft und in der Nachspielzeit für die Entscheidung sorgt. In der letzten Minute des Spieles sah Trdina nach wiederholtem Foulspiel noch die Gelb/Rote-Karte.

Die Stimmung im Stadion wurde vor allem nach dem dritten Treffer der Salzburg immer aggressiver. Trainer Roger Schmidt verließ noch vor Spielende Coaching Zone, nachdem er wüste Beschimpfungen und auch Bierbecherwürfe einiger Kalsdorfer „Fans“  hinnehmen musste.

Im Großen und Ganzen ist zu aber sagen, dass es ein attraktives Spieler beider Mannschaften war und der SC Copacabana Kalsdorf sich als ein unangenehmer Gegner erwies, aber zum Schluss zeigte sichdoch der Klassenunterschied.

Für die Bullen geht es nun im Cup weiter ins Viertelfinale. Die Auslosung findet am Sonntag, den 4. November 2012 statt.

Daten und Fakten:

SC Kalsdorf – Red Bull Salzburg 1:3 (1:1)
Sportzentrum Kalsdorf, 2.100 Zuschauer
SR Hameter

Torfolge:
0:1 (37.) Mané
1:1 (43.) Gründler
1:2 (81.) Mané
1:3 (92.) Mané

Aufstellung/Auswechslungen:
Kalsdorf: Sallinger – Weber, Sauseng, Taucher (82. Reinegger), Miedl – Hofer (72. Gschiel), Dorn, Bernhart, Gründler – Trdina, Heil
Salzburg: Gustafsson – Klein, Schiemer (86. Vorsah), Rodnei, Ulmer – Teigl (90. Ilsanker), Hinteregger, Kampl, Mané – Berisha, Nielsen (61. Soriano)

Karten:
Gelb-Rote Karte: Rafael Dorn (wiederholtes Foulspiel)
Gelbe Karten: Hofer, Trdina, Weber, Dorn bzw. Kampl, Schiemer, Mané

Kategorien
FC Red Bull Salzburg
Marc Waschnig-Theuermann

Marc Waschnig-Theuermann befasst sich schon seit seiner Kindheit mit der schönsten Nebensache der Welt; sowohl aktiv mit Freunden als auch passiv in der Red Bull Arena. Der Jurist hat das Gewinnspiel "Journalist für einen Tag" gewonnen und schreibt seitdem für SALZBURG12.at. @salzburg12at folgen
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