APA8707012-2 - 21072012 - GRAZ - ?STERREICH: ZU APA-TEXT SI - Tipp3-Bundesliga-Begegnung zwischen SK Puntigamer Sturm Graz und Red Bull Salzburg am Samstag, 21. Juli 2012, in Graz: Im Bild Christian Klem (am Bodenl/SK Puntigamer Sturm Graz) und Stefan Hierl¦nder (Red Bull Salzburg). APA-FOTO: LEODOLTER/ALMER
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Ein Schritt in die richtige Richtung
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Red Bull Salzburg gelingt im Innsbrucker Tivoli ein Sieg in schon lange nicht mehr dagewesener Leichtigkeit. Gegen einen defensiv desolaten Gegner zeigte man eine taktisch solide, kämpferisch engagierte Leistung und gewann letzten Endes – in dieser Höhe durchaus verdient – mit 4:0.

Nachdem das 4-1-3-2 im Heimspiel gegen Wiener Neustadt mangels Breite und Flügelspiel gescheitert war, kehrte Roger Schmidt zu seinem ursprünglich favorisierten 4-2-3-1 zurück.
Vor  der Doppelsechs Ilsanker/Leitgeb spielte diesmal Valon Berisha, Jantscher und Nielsen besetzten die Flügel.

Die Startaufstellung [4-2-3-1]

Die Startaufstellung [4-2-3-1]

Die rein österreichische Salzburger Viererkette hatte an diesem Spätsommerabend zwar recht wenig zu tun, darf jedoch trotzdem als sehr gut bezeichnet werden. Insbesondere Florian Klein lieferte eine hervorragende Partie ab – neben starkem Zweikampfverhalten überzeugten auch seine zahlreichen Vorstöße. Er fügte dem Salzburger Spiel damit eine Komponente hinzu, die Schwegler seit Jahren nicht zu erfüllen imstande ist, für ein funktionierendes Offensivspiel allerdings enorm wichtig ist.

Ilsanker, der bis dahin eine wirklich schlechte Saison gespielt hatte, lieferte diesmal ein zufriedenstellendes Spiel ab. Vor allem mit Robustheit und perfekt getimten Grätschen konnte er mehrere Male überzeugen. Einige Abspielfehler sowie zwei unnötige Fouls im Abwehrdrittel hätten gegen einen besseren Gegner jedoch ohne weiteres zu Gegentoren führen können.

Mann des Spiels war, mal wieder, Christoph Leitgeb. Wie immer unglaubliches Laufpensum, intelligentes Passspiel und eine brillante Vorlage zum 2:0 – ohne Frage drückte er dem Spiel der Bullen seinen Stempel auf.
Was auch auffällt, ist, dass ein Leitgeb in Topform seine Mitspieler sozusagen „eine Klasse besser werden“ lässt: Indem er die Flügelspieler mit Bällen versorgt, anderen viel Laufarbeit abnimmt und ständig eine Anspielstation bietet, etc…

Ansonsten ist das hervorragende Pressing der gesamten Mannschaft hervorzuheben.
In 7 Jahren Red Bull Salzburg ist es keinem einzigen Trainer – selbst dem Offensivverfächter Adriaanse nicht – gelungen, den Roten Bullen ein funktionierendes, mannschaftlich geschlossenes Pressing beizubringen. Unter Roger Schmidt dürfte dies nun anders sein. Zwar lässt man die Innenverteidiger in Ballbesitz gewähren, Außenverteidiger und zentrale Mittelfeldspieler werden dafür mit Vehemenz attackiert und so oft zu Ballverlusten gezwungen.
Bereits gegen Sturm Graz hatte man auf diese Art und Weise Erfolg, und auch gegen Wacker Innsbruck gewann man dutzende Bälle dadurch.

Alles in allem war das Spiel definitiv ein Schritt in die richtige Richtung, ob der Schwäche des Gegners jedoch auch keineswegs Grund in vorzeitige Euphorie auszubrechen.

Dominik Seitlhuber

19-jähriger Taktikfanatiker aus Niederösterreich. 🙂

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