Auswärtsfans greifen in Wien tief in die Tasche!

Auswärtsfans müssen in Wien, aber auch in Innsbruck besonders tief in die Tasche greifen. Die Schuld der "Radaubrüder"?...
Auswärtsfahren sind teuer
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Wie das Fußballportal 90minuten.at vor wenigen Tagen recherchierte, sind die Ticketpreise für Fans bei Auswärtsfahrten ziemlich gesalzen. an der Spitze: der „sich immer sehr traditionell und wenig kommerziell gebende“ SK Rapid Wien. Doch „Kommerz“ ist nicht der wahre Grund.

Eine Auswärtsfahrt ist generell für alle Fans der jeweiligen Mannschaften nicht immer ein Spaß: Polizeibegleitung, zum Teil indiskutable Kontrollen, eingepfercht von Ordnern. Oft sind Auswärts-Choreos verboten, die Sanitäranlagen in einem desolaten Zustand und das Kioskangebot mehr als fragwürdig. Neben der Fahrt an sich, sind die Preise für die jeweiligen Auswärtssektoren dann auch noch „geschmalzen“. Hier der Bundesligavergleich:

Ticketpreise (generell)
1SK Rapid Wien€ 22,–
2FC Wacker Innsbruck€ 20,–
3SK Sturm Graz€ 18,–
 FK Austria Wien€ 18,–
5RZ Pellets WAC€ 16,–
 FC Admira Wacker€ 16,–
7SV Ried€ 14,– 
 SC Wiener Neustadt€ 14,– 
 SV Mattersburg€ 14,–
10FC Red Bull Salzburg€ 13,–

Bei allen Vereinen gibt es für Lehrlinge, Schüler, Studenten, Invaliden, Grundwehrdienern und Pensionisten noch Abschläge in unterschiedlicher Höhe. Ebenso gibt es bei den meisten Vereinen Topspiel-Zuschläge, wenn es (zumeist) gegen SK Rapid Wien, FK Austria Wien, SK Puntigamer Sturm Graz oder Red Bull Salzburg geht.

Also bei dieser Tabelle sind die Salzburger wohl gerne Letzter! Doch warum sind diese Ticketpreise zum Teil so „überteuert“. 90minuten Redakteur Georg Sander hat den Grund gefunden:

Exekutiveinsatz steigert Kosten

So schreibt Georg Sander auf 90minuten.at:

Laut Innenministerium trägt der Steuerzahler einen Teil der Kosten. Verkehrs- und Kriminaldelikte, die bekanntlich direkt in die Verantwortung der Exekutive fallen, werden der Allgemeinheit verrechnet. Für die tatsächlich eingesetzten Einsatzkräfte kommt jedoch der Veranstalter auf. Bei einem Wochenendmatch um 16 Uhr müssen die Einsatzkräfte (ungefähr 30 Euro pro Polizist) ab ca. 14 Uhr 30 bis eine Stunde nach Matchende bezahlt werden. Beim letzten Wiener Derby im Hanappistadion (2011) musste Rapid Wien rund 30.000 Euro bezahlen, Ausschreitungen inklusive.

Radaubrüder als Kostenfaktor

Bengale, Ausschreitungen, ab und an vielleicht auch noch ein Platzsturm. Dieser Ruf eilt einigen Fans voraus, wodurch ein verstärkter Polizeieinsatz nötig ist. Deswegen auch die hohen Kosten. Deswegen wohl auch die hohen Preise in Hütteldorf und Innsbruck. Doch warum muss der „normale, nicht behördlich auffallende“ Fan dafür büßen und deren Polizeieinsätze finanzieren? Videoaufnahmen sind in allen Stadien ohnedies schon Realität. Es sollte nicht schwer fallen, die Krawallschläger zu identifizieren und diese zur Verantwortung zu ziehen. Ob sich der betroffene Verein traut, sich mit den Mitgliedern seiner „Kurve“ anzulegen, steht auf einem anderen Blatt Papier.

Einheitspreise!

Als Beispiel sei hier nennt Sander Frankreich, wo die Gästetickets einheitlich bei € 10,– liegen. Ein mehr wie vertretbarer Preis, wie wir finden. Immerhin kommen ja noch Kosten wie Bus-/Zugfahrt und Verpflegung auf die Fans zu. So kann beispielsweise dem Auswärtsfan einer Reise der Salzburger zum Ligakonkurrenten nach Hütteldorf schon einmal schnell auf € 80,– kommen – ziemlich teures Vergnügen. Die kalkulatorische Mitte würde bei € 16,50 liegen – für unseren Geschmack immer noch zu teuer. Ein genereller Betrag in der Höhe von € 15,– wäre unsere Vorstellung. Sturm hat bei einer Klubbesprechung schon für eine Einheitsregelung votiert, die auf Initiative von Red Bull Salzburg entstand.

Wieviel seid ihr gewillt bei einer Auswärtsfahrt für das Ticket zu bezahlen? Stimmt mit ab und kommentiert unter dem Artikel!

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Die 3. Halbzeit
Alex Januschewsky

Alex Januschewsky wurde 1968 in Salzburg geboren und ist seit Mitte der 1970er Jahre Fan des Salzburger Spitzenfußballs - mit Leib, Herz und Seele. Er war Mitglied von heute nicht mehr existenten SV Austria Salzburg Fangruppierungen, ging aber den Weg der Fan-Neugründung im Jahr 2005 nicht mit. Seit 2010 ist er Herausgeber von SALZBURG12.at und zuständig für Neuigkeiten, Vorberichte sowie die Liveberichterstattung von den Spielen. Ebenso ist er Mitglied von Sports Media Austria, der Vereinigung österreichischer Sportjournalisten.
2 Anzahl der Kommentare
  • Alex Januschewsky
    31 Juli 2012 at 13:16
    Leave a Reply

    Fußball ist keine Charity 🙂

  • Christoph Luke
    31 Juli 2012 at 9:50
    Leave a Reply

    Habs anderswo schon mal vorgeschlagen: Freiwillige Spende, zu entrichten nach dem Dargebotenen.

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