Die Saison 2011/12: Wieso, weshalb, warum

Salzburg12.at lässt die abgelaufene Saison Revue passieren und analysiert sie kurz und bündig....
Die Saison 2011/12: Wieso, weshalb, warum
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Die Saison 2011/12 ist zu Ende gegangen, und das durchaus erfolgreich. Erfolgreicher auf alle Fälle als man es zwischenzeitlich vermutet hatte.
Eine Berg- und Talfahrt machte Red Bull Salzburg auf nationaler und internationaler Ebene durch, die eigentlich seinesgleichen verzweifelt sucht. Salzburg12.at bringt im Folgenden die analytische Komponente hierzu ins Spiel!

Grundsätzlich lässt sich die Ära Moniz in drei Phasen einteilen: Sturm und Drang – als er Ende 2010/11 Huub Stevens beerbte, 433 – zu Saisonbeginn 2011/12, und 4231 – seit dem 26. 11. 2011, ein 6-0 Heimsieg gegen Kapfenberg.

Die „Sturm und Drang“-Phase wollen wir in diesem Beitrag nur kurz behandeln: Erstens, spielt sie im vergangenen und nicht im heurigen Spieljahr, und zweitens ist sie der Zeitraum unmittelbar nach der Trennung von Huub Stevens. Da nicht wirklich abgeschätzt werden kann, eine wie große Rolle der sogenannte „Trainereffekt“ in den Spielen vom 9.4.2011 bis 25.5.2012 gespielt hat fällt eine analytische Betrachtung dieses Zeitraums demnach eher schwer.

Festzuhalten bleibt allerdings, dass dies die Phase war in der Alan erstmals richtig aufblühte, in der Svento im zentralen Mittelfeld die Symbolfigur des neugewonnenen Sturm und Drangs wurde, und die Phase in der Christoph Leitgeb mehr Verantwortung übernehmen musste und dies auch tat.

 Verhängnisvolles 433

Die Saison 11/12 begann Red Bull Salzburg dann in einem sehr klassischen 433. In der Winterpause Sommerpause wurde Rasmus Lindgren für die 6er-Position geholt, ein Ballverteiler und starker Zweikämpfer. In Sachen Torverhinderung funktionierte dieses Spielsystem prächtig – gegen Olympique Lyon kassierte man in einem Testspiel keinen einzigen Gegentreffer, nach 6 Bundesliga-Runden hatte man gerade mal 2 Gegentreffer eingefangen.

Offensiv war man dagegen eher enttäuschend als sonstwas: In der Europa League-Quali bedurfte es zweimal Einzelaktionen (Leonardo-Solo bzw. Hinteregger-Weitschuss, für all jene die die Unspiele gegen Senica und Omonia Nikosia verdrängt haben) um einen 1-0 Heimsieg gegen schwache Gegner zu garantieren. Gegen Mattersburg und Rapid spielte man zu einer ähnlichen Zeit genauso schwache Heimspiele, die beide 0-0 endeten.

Das Schicksalsspiel dieser Moniz-Epoche sollte aber die Auswärtspartie gegen die Admira werden – einerseits ging diese mir 2-1 verloren, andererseits verlor man im selben Spiel mit Christoph Leitgeb seinen – Leonardo-, Jantscher-, Maierhofer- oder sonstwessen Fans mögen es mir verzeihen – besten Spieler verletzungsbedingt.

Die nächsten Spiele fanden ohne ihn statt und Salzburg startete eine Niederlagen- bzw. Nicht-Gewinnen-Serie epischen Ausmaßes. 6 Spiele brachten nur 2 Punkte ein. Sicher ist diese Unserie nicht nur auf die Leitgeb-Verletzung abzuwälzen, sondern genauso auf das zu defensive Spielsystem sowie psychische Probleme wie Nervosität, oder – wie diverse Medien berichteten – auch auf mannschaftsinterne Querelen. Dennoch, eine Rolle gespielt hat seine Abwesenheit sicherlich.

Umschwung

Moniz stand zu diesem Zeitpunkt bereits mit 1 ½ Beinen vor der Tür, eine letzte Chance wollte ihm die Vereinsführung allerdings gewähren: Das Heimspiel gegen den Kapfenberger SV musste ohne Wenn und Aber gewonnen werden. An sich eine lösbare Aufgabe, nur war den Salzburger in der damaligen Unform auch hier ein Punktverlaus zuzutrauen…

Moniz stellte in diesem wichtigen Spiel vieles um, vor allem was Leonardo anging – hatte dieser bisher immer am Flügel agiert, war er ab nun in einem 4-2-3-1 der 10er. Leonardo blühte in dieser Rolle regelrecht auf, und seine Mitspieler um ihn herum taten es ihm nach.
Das Spiel wurde 6-0 gewonnen, auch weil endlich Maierhofer so richtig gut in die Mannschaft eingebunden wurde. Nach einer respektablen Aneinanderreihung von guten Spielen überwinterte man letzten Endes auf dem dritten Tabellenplatz, immer noch in Reichweite zum heiß ersehnten Titelgewinn.

In der Winterpause wurde Soriano von Barcelona B abgeworben. Den gelernten Strafraumstürmer hatte Ricardo Moniz komischerweise jedoch augenscheinlich nicht neben, sondern hinter Maierhofer eingeplant. Leitgeb plagte zur selben Zeit ein Ödem im Knie, die 10er-Rolle wurde ständig zwischen Leonardo, Soriano, und in einem Fall sogar Teigl, herumgereicht – kurz gesagt, Kontinuität war in dieser Phase absolut nicht gegeben.

Logisch dass die Mannschaft vor allem spielerisch einiges vermissen ließ. Als es darauf ankam, im Meisterschaftsfinish nämlich, passten dann dafür sowohl Leistung als auch Ergebnis.

 

Die Mannschaft scheint mittlerweile tatsächlich zur Mannschaft geworden zu sein, und mit Moniz dürfte ein fähiger und innovativer Mann auf der Trainerbank sitzen. Nach dem ersten Doublegewinn der Ära Red Bull dürfte im kommenden Jahr also auch der ersten Champions League-Teilnahme nichts im Wege stehen!

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FC Red Bull Salzburg
Dominik Seitlhuber

19-jähriger Taktikfanatiker aus Niederösterreich. :)
2 Anzahl der Kommentare
  • thomas
    10 Juni 2012 at 14:45
    Leave a Reply

    Rasmus Lindgren kam doch nicht in der Winterpause, sondern im Sommer 2011 nach Salzburg.

    • Alex Januschewsky
      Alex Januschewsky
      11 Juni 2012 at 10:40
      Leave a Reply

      Richtig. Wir haben's ausgebessert. Danke für den Hinweis.

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