Wenn ein „gefällt mir nicht“ nicht mehr reicht!

oe24.at toppt mal wieder alles und überschreitet den Gipfel der Geschmacklosigkeit. Und es geht nicht um Fussball....
Wenn ein „gefällt mir nicht“ nicht mehr reicht!
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„Österreich“ und sein Onlineableger „oe24.at“ sind den Fussballfans durch ihre „komische“ Art der Berichterstattung ja schon lange bekannt. Frei nach dem Motto „Ich setze mal irgendein Gerücht in die Welt und wenn es dann zutrifft, hab ich meine <Wir haben’s schon immer gewusst!> Headline“. Der Fußballfan lacht mittlerweile über Stories dieser Art – hoffentlich zumindest.

Worum es mir heute geht, hat mit Fußball gar nichts zu tun, sehr wohl aber mit dem Medium „Österreich“ bzw. „oe24.at“. Eine grausame Tat fand dieser Tage in Österreich statt. Ein Vater erschoss sein Kind – tragisch und soll hier nicht näher diskutiert werden. Was aber den „Aufreger des Tages“ verursachte, war – wieder einmal – dieses eigenartige Medium unter der Geschäftsführung von Ursula Gastinger, Wolfgang Fellner und Oliver Voigt (Online) bzw. Wolfgang Fellner, Uschi Fellner und Werner Schima (Tageszeitung).

Bei uns im Fussball ist es Usus, einen „Liveticker“ zu verwenden, um die Leser aktuell über den Stand der Dinge zu informieren. Ein solches Liverticker-System wurde heute von oe24.at „missbraucht“ um „live“ vom Begräbnis des kleinen Buben zu berichten, der heute beigesetzt wurde! Und es begann „locker, flockig“ mit

„12.33 Uhr: Auch 2 Polizeistreifen sind vor Ort, um das Begräbnis zu schützen. Es hat 20 Grad, die Sonne scheint – den Trauergästen ist jedoch nicht besonders fröhlich zumute.“

Liebe Leute. Das ist nicht nur abartig, das widerspricht – hoffentlich nicht nur meinen – moralischen und ethnischen  Einstellungen! Es zählen in dieser Welt scheinbar nur mehr „Klicks“ und „likes“. Auch wir haben diese „Klicks“ und „likes“ natürlich gerne, alles andere wäre gelogen. Aber doch bitte nicht zu einem solchen Thema!

Als eine der ersten Firmen, die sonst auf diesem „widerlichen Portal“ Werbung schalten, reagierte Microsoft Österreich, die ihre Werbung bis auf weiteres aussetze.

Die futurezone geht einen richtigen Schritt weiter und fordert eine Online-Sperre für dieses Medium. Richtig so! Von uns gibt’s garantiert keinen Link und keine Beachtung dieser Webseite und des Printmediums mehr. Und ich hoffe, dass niemand – NIEMAND – mehr dieses Boulevardblatt samst Webseite in die Hände/Finger nimmt oder irgendeinen Link dorthin verbreitet. Beachtet sie nicht mehr, mögen sie an ihrer „Klick-und-Like-Geilheit“ ersticken! Und ich hoffe, dass ab morgen dort kein Inserat irgendeiner Firma platziert ist! Und ganz ernst: wenn ich in meiner Facebook-Timeline noch irgendjemanden sehe, der einen Link dorthin postet, dann überleg ich mir ganz stark, ob ich mit solchen Leuten befreundet sein möchte. Punkt und aus!

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Die 3. Halbzeit
Alex Januschewsky

Alex Januschewsky wurde 1968 in Salzburg geboren und ist seit Mitte der 1970er Jahre Fan des Salzburger Spitzenfußballs - mit Leib, Herz und Seele. Er war Mitglied von heute nicht mehr existenten SV Austria Salzburg Fangruppierungen, ging aber den Weg der Fan-Neugründung im Jahr 2005 nicht mit. Seit 2010 ist er Herausgeber von SALZBURG12.at und zuständig für Neuigkeiten, Vorberichte sowie die Liveberichterstattung von den Spielen. Ebenso ist er Mitglied von Sports Media Austria, der Vereinigung österreichischer Sportjournalisten.
32 Anzahl der Kommentare
  • Michael Ketter
    29 Mai 2012 at 15:46
    Leave a Reply

    auch orange hat seine werbung auf der paltform eingestellt

    • Alex Januschewsky
      29 Mai 2012 at 15:53
      Leave a Reply

      richtig so!!!

  • Marijan Kelava
    29 Mai 2012 at 18:44
    Leave a Reply

    Ich war schon immer der Meinung, dass das keine richtige Zeitung ist, sondern eine Sammlung von Schund…
    Allein deren Fussballberichterstattung ist eine Frechheit.
    Unfassbar soetwas.

    • Christoph Luke
      30 Mai 2012 at 19:54
      Leave a Reply

      Mag sein. Die Sache ist halt: Die Berichterstattung über Fußball ist vergleichsweise wurscht.

    • Marijan Kelava
      30 Mai 2012 at 19:58
      Leave a Reply

      in diesem Zusammenhang ja.
      Ich messe eine Zeitung an deren Sportbericherstattung und die war schon von Anfang an mies 😉

    • Christoph Luke
      30 Mai 2012 at 20:06
      Leave a Reply

      Ja, eh. Ich messe (oder versuche es zumindest) eine Zeitung an ihrer (Un)abhängigkeit. Soweit das möglich ist natürlich. Macht aber kaum Unterschied zu Deiner Methode, weil ärgern muss man sich so oder so. 🙂

    • Marijan Kelava
      30 Mai 2012 at 20:08
      Leave a Reply

      Das sowieso :/

  • Christoph Luke
    30 Mai 2012 at 19:53
    Leave a Reply

    Dass Firmen ihre Schaltungen einstellen, halte ich für nachvollziehbar und richtig. Eine "Online-Sperre" ist, glaube ich, schwer durchführbar und meiner Meinung nach auch nicht das richtige Zeichen. Die Menschen sollen sich selbst ein Urteil bilden, ob sie eine Website (nicht) besuchen und nicht durch ein "Online-Gremium" bevormundet werden.

    • Jakob Dohr
      30 Mai 2012 at 22:17
      Leave a Reply

      ähm herr luke. mein kaspersky hat da beim anklicken dieses links einen trojaner abgefangen…

    • Christoph Luke
      30 Mai 2012 at 22:18
      Leave a Reply

      Welcher Link?

    • Jakob Dohr
      30 Mai 2012 at 22:19
      Leave a Reply

      obenstehender…

    • Christoph Luke
      30 Mai 2012 at 22:20
      Leave a Reply

      Salzburg12.

      Dafür kann ich nix.

    • Jakob Dohr
      30 Mai 2012 at 22:21
      Leave a Reply

      saugeil 😀 wenn ich salzburg12.at normal im browser eingeb, kommt wieder a trojaner meldung… 😀

    • Christoph Luke
      30 Mai 2012 at 22:24
      Leave a Reply

      Oh.

  • Gottfried Hufnagel
    30 Mai 2012 at 20:11
    Leave a Reply

    Oh mein Gott. Eine Zeitung hat sich verstiegen. Lassen wir die Kirche doch im Dorf. Wer die Berichterstattung abstoßend findet kann sich ja dem Standard/Presse/Kurier zuwenden. Aber mal ehrlich: es wird sich nix an der Stammleserschaft des Drecksblattes ändern. Ganz im Gegenteil. Ob du sie unfriendest oder nicht.

    • Bernhard Capek
      30 Mai 2012 at 20:49
      Leave a Reply

      deswegen am besten nix tun, weil man kann ja eh nix dran ändern oder soll doch einfach auf alternativen umsteigen? bin mir nicht sicher, ob hier der weg des geringsten Widerstandes der richtige ist.

    • Gottfried Hufnagel
      30 Mai 2012 at 20:52
      Leave a Reply

      Einem Schmierblatt mit oe24 schadet man am Besten mit Ignoranz. Jedes Ereifern bringt sie mehr ins Gespräch und schafft Publicity. So seh ich das.
      Wie legst du es an?

    • Bernhard Capek
      30 Mai 2012 at 20:58
      Leave a Reply

      stimme dir zu, wer Österreich liest, wird es sowieso weiter tun, da werden meine Kommentare nicht helfen.vielleicht erreiche ich damit aber jemandem im Freundeskreis, der daher Österreich an morgen nicht mehr aufhebt und “liest “. am besten finde ich aber die Firmen, welche Österreich boykottieren, will die schaden dem unternehmen am meisten. daher sollten solche unternehmen unterstützt werden (durch likes,shares, positive Erwähnungen,etc…) vielleicht hilfts ja was

    • Gottfried Hufnagel
      30 Mai 2012 at 21:04
      Leave a Reply

      ja, mit den Firmenboykotts hast du aus meiner Sicht absolut recht.

    • Bernhard Capek
      30 Mai 2012 at 21:11
      Leave a Reply

      ich glaub wir sind uns in der Materie überhaupt recht einig:-)

    • Gottfried Hufnagel
      30 Mai 2012 at 21:17
      Leave a Reply

      Glaub ich auch 🙂 Allerdings könnt mein letzter Blogpost da ein paar Inkongruenzen generieren.
      btw: ist das Quartett jemals angekommen? 🙂

    • Bernhard Capek
      30 Mai 2012 at 21:34
      Leave a Reply

      Ah…verdammt, ja kurz bevor ich auf Dienstreise gegangen bin und dann hab ich mich nicht mehr bedankt. revanchiere mich aber gerne mal mit einem Bier, wusste gar nicht, dass du dahinter steckst:-) muss jetzt mal deinen Blog lesen, hab ich in dem letzten tagen noch nicht.

    • Gottfried Hufnagel
      30 Mai 2012 at 21:38
      Leave a Reply

      😀 ich steck auch(!) dahinter

    • Gottfried Hufnagel
      30 Mai 2012 at 21:40
      Leave a Reply

      apropos bier: bist bei #twemup dabei?

    • Bernhard Capek
      30 Mai 2012 at 21:51
      Leave a Reply

      wo bist du eigentlich nicht dabei:-) bezüglich Blog Post: puh, wo soll ich anfangen:-) ja, es ist ein Moral Thema. oftmals kommt es geheuchelt vor, jedoch fehlt mir das akzeptable Gegenteil. schweigen bedeuten in dem Hinblick für mich Gleichgültigkeit und das ist für mich definitiv schlimmer, als den Moral Apostel zu spielen. Spannend wäre eher die frage, ob Facebook es nicht zu einfach macht, abwertig zu schreiben (siehe Kommentare auf manchen politischen Seiten, aber auch, wie sich manche Fans untereinander befetzten). Die hämmschwelle ist viel kleiner als im realen leben, die Möglichkeit, eine persona aufzubauen, die nicht der Realität entspricht viel größer. Mir ist daher lieber, es gibt zu viel moraliker auf Facebook, als zu wenige. Und ja, bin ein hoffnungsloser Optimist:-)

    • Jürgen Hofer
      30 Mai 2012 at 22:06
      Leave a Reply

      meine meinung dazu hab ich gerade dort kund getan…*kotz*

    • Gottfried Hufnagel
      30 Mai 2012 at 22:08
      Leave a Reply

      dort?

    • Jürgen Hofer
      30 Mai 2012 at 22:08
      Leave a Reply

      na eh hier. siehe comment oben 😀

    • Christoph Luke
      30 Mai 2012 at 22:14
      Leave a Reply

      Oben? Der ist bei mir unten.

      🙂

      Wie hinüber ist dieses facebook…Hauptsache, schön an die Börse gehen…

    • Jürgen Hofer
      30 Mai 2012 at 22:16
      Leave a Reply

      wo einer oben ist müssen andere auch unten sein. gesellschaftsphilosophie, setzt sich auf fb fort. weiß jetzt nicht wie ich dich zu meinem kommentar bringe, aber versuchs mal mit strg+f und "fishing for clicks" 🙂

    • Gottfried Hufnagel
      31 Mai 2012 at 19:40
      Leave a Reply

      interessanter Gedanke. Auf "Gefällt mir" klicken, weil nicht klicken schwerer fällt. Hm….

  • Jürgen Hofer
    30 Mai 2012 at 22:05
    Leave a Reply

    ich find's ja löblich, dass ihr euch darüber mokiert. allerdings passt das thematisch so gar nicht zu euch, insofern ist es – wie bei oe24 – auch nur ein übles "fishing for clicks"…

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