„Last-Minute-Leo“

Das Spiel in der Generali-Arena schien schon verloren, als Maierhofer eine Sekagya-Flanke perfekt in den Lauf von Leonardo köpfte und der wiedergenesene Brasilianer den 1:1-Endstand mit der letzten Aktion...
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© GEPA / Martin Hörmandinger

Das Spiel in der Generali-Arena schien schon verloren, als Maierhofer eine Sekagya-Flanke perfekt in den Lauf von Leonardo köpfte und der wiedergenesene Brasilianer den 1:1-Endstand mit der letzten Aktion in der 92. Minute herstellte. Der Jubel bei den mitgereisten Salzburg-Anhängern kannte keine Grenzen mehr.

Red Bull Salzburg musste beim Auswärtsspiel in Wien-Favoriten auf die Verletzten Alan und Leitgeb verzichten. Dazu fehlte der zuletzt überragende Jakob Jantscher Gelb-gesperrt. Daher schickte Ricardo Moniz folgende Elf auf’s Spielfeld:

Walke
Schwegler – Lindgren – Sekagya – Ulmer
Mendes da Silva – Cristiano
Zarate – Soriano – Svento
Maierhofer

Die Partie begann sehr verhalten, beide Teams waren darauf bedacht, keine Torgelegenheiten zuzulassen. Die erste gefährliche Aktion der Hausherren hatte Michael Liendl, dessen Schuss konnte Walke jedoch im Nachfassen entschärfen.

Den ersten Torschuss für Salzburg konnte sich Cristiano notieren, sein Freistoß aus knapp 30 Metern stellte Austria-Goalie Heinz Lindner jedoch vor keine großen Probleme.

Die Führung für die Austria besorgte dann nach knapp 30 Minuten Tomas Jun, der von Alexander Grünwald mit einer Flanke von Rechts perfekt bedient wurde. Alex Walke sah zudem im Tor nicht gut aus, da er auf eine Ballannahme mit anschließendem Laufweg des Tschechen spekulierte. Dieser nahm den Ball jedoch im laufen mit Links an und schoss mit dem rechten Fuß direkt auf’s Tor.

Vor der Pause kam Salzburg nur mehr zu einer guten Gelegenheit. Nach einer Ecke von Cristiano kam Ibrahim Sekagya mit dem Kopf zum Abschluss, jedoch ging der Ball knapp neben dem Tor vorbei.

Nach 45 Minuten führten die Gastgeber, nicht ganz unverdient, mit 1:0.

Ricardo Moniz musste Rasmus Lindgren zur Pause rausnehmen. Der Schwede verspürte in Halbzeit eins des öfteren die Hände der Gegenspieler im Gesicht, was auch Behandlungspausen nach sich zog. Für Lindgren kam Petri Pasanen zur Pause.

© GEPA / Martin Hörmandinger

Die zweite Spielhälfte begann mit einer Schrecksekunde. Alexander Gorgon hätte beinahe für das 2:0 direkt nach dem Anstoß gesorgt, jedoch brachte er den Ball weder im Tor unter, noch gefährlich in die Mitte.

Diese Aktion sollte jedoch für längere Zeit die einzige Torgelegenheit bleiben. Salzburg versuchte zwar, das Heft in die Hand zu nehmen, jedoch hielt die Austria mit kompaktem und konzentriertem Defensivspiel dagegen.

Erst die Einwechslung von Leonardo nach einer knappen Stunde für den (auf dieser Position leider fehlbesetzten) Soriano brachte etwas mehr Kreativität ins Salzburger Angriffsspiel.

Seine erste Aktion war eine etwas abgerissene Flanke, die an der Latte des Austria-Tors landete. Außerdem setzte er des öfteren zu seinen gefürchteten Tempo-Dribblings an, welche jedoch zumeist im Austria-Abwehrnetz hängen blieben.

Georg Teigl wurde spät in der zweiten Hälfte noch für Gonzalo Zarate eingewechselt, agierte bis zum Ende jedoch unauffällig.

Der Schweizer Gast-Schiri Bieri musste fünf Minuten vor dem Ende nochmals aktiv werden, als er ein überhartes Einsteigen von Roland Linz gegen Andi Ulmer mit Gelb bestrafte. Nur mit Gelb, denn die unmotivierte Aktion des einstigen Austria-Torjägers hätte duchaus einen Ausschluss zur Folge haben können.

© GEPA / Christian Ort

Es lief bereits die letzte von zwei Minuten Nachspielzeit, als den Salzburgern doch noch der umjubelte Ausgleich gelang. Die Austria beförderte den Ball unmotiviert aus der eigenen Hälfte, die Kugel landete jedoch bei Sekagya. Ibrahim fackelte nicht lange, flankte den Ball auf Stefan Maierhofer, der wiederum per Kopf perfekt auf Leonardo auflegte. Der ungedeckte Brasilianer hatte aus zwölf Metern keine Mühe, den Ball im Veilchen-Tor unterzubringen.

Salzburg schaffte in der letzten Minute noch den 1:1-Ausgleich, bleibt damit in der Tabelle einen Punkt vor Rapid Wien auf Platz eins, Austria Wien wurde als Vierter bereits mit fünf Punkten Rückstand auf Distanz gehalten. Am nächsten Wochenende bleibt es den Bullen vorbehalten, mit einem Sieg im West-Derby gegen Innsbruck (Sa., 16:00 Uhr) den konkurrierenden Teams bereits vor deren eigenen Spielen eine Steilvorlage in Richtung Meisterschaft zu liefern.

Tipp3-Bundesliga, 28. Spieltag
FK Austria Wien – FC Red Bull Salzburg 1:1 (1:0)
Generali-Arena, 9.386 Zuschauer
1:0 Jun (32.)
1:1 Leonardo (90.+2) 

/cl

 

 

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FC Red Bull Salzburg
Christoph Lumetzberger

Christoph Lumetzberger ist Red Bull Salzburg Fan durch und durch. Tolle Spiele, schöne Tore und emotionale Momente mit seinem Lieblingsteam ziehen ihn immer wieder ins schönste Stadion Österreichs, die Red Bull Arena. Über diese Website: "SALZBURG12.at ist ein tolles Projekt hinter dem ich zu 100% stehe!"
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