Stimmungstief nach Heimniederlage

Mattersburg gewinnt in der Arena und besorgt Salzburg ein Stimmungstief....
Stimmungstief nach Heimniederlage
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Ein Sieg hätte es werden sollen. Mit breiter Brust gingen Fans und Spieler am Samstag in die Arena. Als alles vorbei war, war die Stimmung am Boden. Der SV Mattersburg, der das Jahr 2012 beachtlich begann, hätte es sein sollen, der die Salzburger näher an die Tabellenspitze bringt. Doch daraus wurde nichts. Schon nach der 8. Minute war für den FC Red Bull Salzburg in Wahrheit alles vorbei.

Die Salzburger begannen mit folgender Aufstellung:

Walke
Schiemer – Douglas – Hinteregger – Ulmer
Lindgren – Svento – Jantscher – Soriano – Leonardo
Maierhofer

Schon diese Aufstellung sorgte bei den 4.900 Zusehern für Unverständnis. Soriano hinter Maierhofer – die Taktik des Trainers blieb den Fans verschlossen. Und wieder war es eine „Kopfsache“. Nach einer Ecke in der 8. Minute köpfelte Naumoski unhaltbar für Walke ein und stürzte die Salzburger und die Fans ins „Tal der Tränen“ – erneut.

Soriano wurde nach einer Fehlentscheidung zurück gepfiffen. (c) GEPA Pictures

„Der Sieg gegen Ried macht nichts vergessen, heute müsst ihr Mattersburg fressen.“ war über der Südtribüne zu lesen, doch es kam alles anders. Das frühe Tor der Burgenländer genügte den Mattersburgern, gepaart mit einigen Fehlentscheidungen des Schiedsrichtertrios. Ebenso sah man spielerisches Unvermögen in der Red Bull Arena. Der quirrlige Leonardo beschränkte sich darauf immer wieder in die Mitte zu ziehen und lief dort immer wieder auf die eigenen Leute auf. Aus Standardsituationen konnte der Vizemeister auch am Samstag kein Kapital schlagen. Entweder fehlte das nötige Glück oder der Ball ging meterweit daneben. In der erste Häfte herrschte – abgesehen von den treuen Fans auf der Südkurve – Grabesstille in der Arena.

Diese Grabesstille änderte sich mit Beginn der 2. Halbzeit auch nicht – im Gegenteil. Die Fans auf der Süd begannen diese mit einem berechtigten 10minütigen Sitzstreik. Die erwartete Reaktion der Mannschaft blieb jedoch aus. Dafür kamen nun die Reaktionen von den Tribünen. Pfiffe, „Moniz raus!“ Rufe und andere nicht zitierbare Gesänge waren dafür von den Sitzplätzen zu hören.

Die Salzburger fanden de facto bis zur 75 Minute kein Rezept gegen die defensiv stark aufgestellten Burgenländer. Erst als in besagter Minute Ilsanker mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde, kam wieder etwas Leben ins Spiel der Salzburger. Als ebenso in der 75. Minute Mendes da Silva bei einem Eckball im Strafraum gestossen wurde, gingen die Emotionen hoch.

Kovac "durfte" die letzten 15 Minuten in der Kabine verbringen. (c) GEPA Pictures

Besonders bei Co-Trainer Niko Kovac, der darauf hin vom mäßigen Schiedsrichter Harkam in die Kabine geschickt wurde.Auch der junge Georg Teigl sorgte für mehr Drang nach vorne. In der 86. Minute hätte der Ausgleich passieren können – Soriano lässt zweimal kurz seine Klasse aufblitzen, einemal wird er geblockt, Sekunden späer köpfelt er am Tor vorbei. Als Teigl in der 88. Minute im Strafraum „gelegt“ wurde, gab es kurz Hoffnung auf einen Elfmeter. Die Pfeiffe des Schiedsrichters Harkam blieb allerdings stumm – krasse Fehlentscheidung, wieder einmal. In der 90. Minute kam noch Jantscher zu einer Möglichkeit, köpfelte aber direkt in die Hände des Mattersburger Torhüters. Nach 5 Minuten Nachspielzeit wurden die Zuseher erlöst. Die Emotionen gingen weiterhin hoch, ein erboster Anhänger von der Osttribüne rannte ins Feld und wollte wohl Moniz seine Meinung sagen, wurde aber von den Ordnern aus der Arena begleitet.

Die Stimmung liegt am Boden. Während Moniz ein mentales Problem sieht, vermisst Teigl die Konituität:

Ricardo Moniz: „Wir wussten, dass Mattersburg eine unglaublich kompakte Mannschaft hat. Wir sind nach dem 0:1 gebrochen. Wir sind mental nicht aufgestanden. In der zweiten Hälfte haben wir es zumindest versucht. Wir hätten heute einen großen Schritt machen können, aber zu Hause gegen Mattersburg zu verlieren ist sicher eine Katastrophe. Es ist peinlich, wir hätten mit dem Nachtragsspiel in Innsbruck oben stehen können.“

Georg Teigl: „Das war weder Wurst noch Fleisch. Nur mit Ballbesitz gewinnt man kein Spiel. Wir sind uns festgelaufen, das war eine Katastrophe. Mehr brauche ich gar nicht zu sagen. Wenn man Meister werden will, braucht man Kontinuität. Die haben wir einfach nicht, die haben wir in der Meisterschaft bisher nur phasenweise gebracht.“

Diesen Mittwoch steht das Nachtragsspiel gegen Wacker Innsbruck am Programm. Mehr als nur eine Frage der Ehre! Will man im Kampf um Meisterschaft und Zuseher bestehen, muss die Mannschaft zeigen, dass in ihr Wille und Kampfstärke steckt. Die Qualität wäre allemal vorhanden.

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FC Red Bull Salzburg
Alex Januschewsky

Alex Januschewsky wurde 1968 in Salzburg geboren und ist seit Mitte der 1970er Jahre Fan des Salzburger Spitzenfußballs - mit Leib, Herz und Seele. Er war Mitglied von heute nicht mehr existenten SV Austria Salzburg Fangruppierungen, ging aber den Weg der Fan-Neugründung im Jahr 2005 nicht mit. Seit 2010 ist er Herausgeber von SALZBURG12.at und zuständig für Neuigkeiten, Vorberichte sowie die Liveberichterstattung von den Spielen. Ebenso ist er Mitglied von Sports Media Austria, der Vereinigung österreichischer Sportjournalisten.
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