2-2! Oder: Wenn sich zu Unvermögen Unglück gesellt

In einem abwechslungsreichen Bundesligaspiel lässt Salzburg zahlreiche Hochprozentige aus und muss sich am Ende mit einem 2-2 begnügen....
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Admira 2 Red Bull Salzburg 2. Nach 3 Siegen in Folge war für die Roten Bullen auch in der Südstadt ein voller Erfolg durchaus im Bereich des Machbaren. Die Abschlussschwäche des Tabellenführers, aber auch einiges an Spielglück rettete einer blutjungen Admira jedoch einen schmeichelhaften Punkt.

Abermals konnte Ricardo Moniz der Kontinuität keine Chance geben – ein gesperrter Maierhofer sowie die jeweils am Knie verletzten Leonardo und Leitgeb zwangen den Niederländer zu einigen Umstellungen. Dusan Svento kehrte ins zentrale Mittelfeld zurück, Soriano wich auf die Maierhofer-Position aus.

Da Svento weder ein echter 6er, noch Cristiano der geborene 10er ist, entschied sich Moniz sogar dazu das System umzustellen. Nach 4-3-3 in der Vorbereitung und 4-2-3-1 in nahezu allen Liga-, Cup- und Europa League-Spielen stellte sich Salzburg diesmal im 4-1-4-1 auf. Näheres hierzu weiter unten.

Teigl ist an diesem Samstag viel gelaufen (c) GEPA

Teigl ist an diesem Samstag viel gelaufen (c) GEPA

Zum Gegner: Genau wie Salzburg mussten auch die Hausherren ersatzgeschwächt antreten, Georg Teigl hatte es beispielsweise mit dem 18-jährigen Thomas Weber zu tun.
Dennoch war die Kühbauer-Elf an diesem Abend ein durchaus würdiger Kontrahent. Weitesgehend versuchte man ernsthaft mit Salzburg mitzuspielen, und wunderschön herausgespielte Tore wie jenes zum zwischenzeitlichen 2-1 haben im österreichischen Fußball definitiv Seltenheitscharakter. Ein Kompliment also an die Niederösterreicher!

Doch viel wichtiger, wie haben sich die Bullen geschlagen? Im großen und ganzen nicht schlecht muss man ehrlich zugestehen. Von einer perfekt eingespielten Mannschaft ist man zwar weiterhin recht weit entfernt, kombinationstechnisch war aber doch eine deutliche Verbesserung zu erkennnen.
Gerade die Achse Jantscher-Svento/Cristiano-Soriano hat einige sehr ansehnliche Spielzüge hervorgebracht, die oft aber entweder in einer knappen Abseitsstellung oder neben dem Tor landeten.

Insgesamt hat das 4-1-4-1 aber gut funktioniert – Mendes der zweikampfstarke Ballverteiler, Cristiano der eifrige Stratege und Svento immer wieder mit guten Vorstößen in die Spitze! Eine aus der Not geborene Variante, der ich nach Leitgebs Rückkehr sehr wenig Zukunft einräume, die allerdings trotz allem in diesem Spiel ihren Zweck voll und ganz erfüllt hat.

Ganze 21 Torschüsse feuerte Salzburg gestern aufs Admira-Tor ab. Trotzdem fielen die Treffer mal wieder eher zufällig denn großartig herausgespielt: Sekagya und Lindgren trafen jeweils nach Standardsituationen.
Ein Tor aus dem Spiel heraus blieb auch deshalb verwehrt, weil erst der eingewechselte Zarate (bei Spielstand 1-1) und ganz kurz vor Schluss auch noch Jakob Jantschers Kunstschuss Aluminium traf.

Jantscher nimmt Maß und trifft leider nur die Latte (c) GEPA

Jantscher nimmt Maß und trifft leider nur die Latte (c) GEPA

Zusammenfassend

In einem sehr guten Bundesligaspiel hätte Red Bull Salzburg 3 Punkte mehr als verdient gehabt. Doch zahlreiche vergebene Hochkaräter verunmöglichten das Unternehmen Vierter-Sieg-In-Folge. Ein spielerischer Aufwärtstrend war aber auf jeden Fall zu erkennen, und vor allem wirkt Neuzugang Jonathan Soriano endlich in die Mannschaft integriert.

Mit der bevorstehenden Rückkehr zweier großer Leistungsträger ist außerdem mit noch mehr Kreativität zu rechnen. Wenig spricht also dagegen, dass Salzburg die Tabellenführung – sie ist, Wacker Innsbruck sei Dank, mittlerweile sogar recht eindeutig – auch nach 36 Runden inne hat!

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FC Red Bull Salzburg
Dominik Seitlhuber

19-jähriger Taktikfanatiker aus Niederösterreich. :)
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