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Glanzlos in Ried am Innkreis
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Endlich, nämlich erst im vierten Pflichtspiel nach der Winterpause, hat auch Red Bull Salzburg seinen ersten vollen Erfolg eingefahren. Erneut vermochte man spielerisch nicht wirklich zu überzeugen, und doch stand am Ende ein gegentorloser Auswärtssieg zu Buche!

Von der Verbannung des Gonzalo Zarate zu den Juniors profitierte Stefan Maierhofer, der neben Soriano stürmen durfte. Leonardo musste deshalb auf den für ihn eher ungewohnten linken Flügel ausweichen, wobei er gestern ohnehin sehr positionsuntreu und mehr wie ein Freigeist spielte.
Ansonsten war die Startelf mit der des Metalist-Rückspiels ident.

Der Gegner, die SV Josko Fenster Ried, spielte wie von Paul Gludovatz im Vorfeld „versprochen“ sehr abwartend und so gar nicht wie der Herr im Haus. Für Salzburg blieben also sehr wenig Räume zum Hindurchkombinieren und auch der wenig gepflegte Rasen der Keine Sorgen-Arena tat dem Spiel nicht gut.

Einige Halbchancen und nur eine einzige echte Torgelegenheit spielte sich Salzburg in der ersten Hälfte heraus – die nutzte man dafür gleich zur Führung! Eine ausnahmsweise wirklich sehenswerte Kombination über Leonardo und Soriano schließt der mustergültig ins Loch gesprintete Dusan Svento eiskalt ab.

Die zweite Halbzeit war spielerisch noch dürftiger. Wenn es gute Kombinationen gab dann eh vonseiten der Hausherren, die jedoch auch entweder nicht zwingend waren oder in einem sehr starken Alexander Walke ihren Meister fanden.

Letztlich nahm Salzburg die 3 Punkte mit, die spielerische Leistung der Roten Bullen war allerdings abermals nicht ausreichend. Automatismen sind weiterhin nicht ansatzweise zu erkennen, herausgespielte Torchancen zurzeit Mangelware.

Überhaupt wirken in letzter Zeit die Spieler zwar individuell sehr akzeptabel, kollektiv läuft es allerdings alles andere als rund. Das Ganze ist momentan also weniger als die Summe seiner Teile – bedenklich, wo es doch eigentlich umgekehrt sein sollte.
Hier hat Moniz den Hebel anzusetzen: Sei das durch intensiveres Taktiktraining oder einfach durch mehr Kontinuität in seinen Aufstellungen.

Das beinahe tragisch komische an der ganzen Situation; Salzburg ist nach Verlustpunkten Tabellenführer. Noch liegt das jedoch eher an der schwächelnden Konkurrenz denn am eigenen spielerischen Vermögen. Langfristig kann das nicht den Ansprüchen genügen, für den Moment braucht man die Dinge aber auch nicht schwarzer sehen als sie es tatsächlich sind…

Dominik Seitlhuber

19-jähriger Taktikfanatiker aus Niederösterreich. 🙂

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