0-4! Wieso, weshalb, warum…

RedBull Salzburg geht im Spiel des Jahres sang- und klanglos unter. Der Versuch einer Analyse!...
0-4! Wieso, weshalb, warum…
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So euphorisch man in das Spiel des Jahres ging, so traurig hat es RedBull Salzburg und sein Anhang auch wieder verlassen. 0-4 hieß es am Ende eines ernüchternden Fußballabends.
Salzburg12.at kennt und nennt Gründe…

Neuerlich bewiesen: „Unsung Hero“ Leitgeb für Salzburg unersetzlich

Den ersten erheblichen Dämpfer erfuhren die Sieghoffnungen der Bullen bereits vor Spielbeginn – Christoph Leitgeb war nicht fit geworden, an seiner statt musste ein in die Jahre geratener Simon Cziommer in der Doppelsechs den Duracell-Hasen spielen. Und gerade in der Phase unmittelbar nach dem Rückstand zeigte sich wie sehr Salzburg dieser Ausfall schmerzte, weder mit noch ohne Ball konnte uns Cziommer in dieser Phase ernsthaft weiterhelfen.

Der Wahnsinn des Douglas da Silva

Dass man überhaupt in Rückstand gegangen war verdankt man in erster Linie einer Person – Douglas. Douglas da Silva. Nach gerade mal 15 gespielten Sekunden macht der brasilianische Innenverteidiger einen auf lässig und ein vermutlich als Rückpass eingeplanter Pass wird so zur perfekten Vorlage des heranstürmenden Angreifers.

Die Tatsache dass Douglas selbst nach dem Fehler nicht die Notwendigkeit sieht sich entsprechend um den Ball zu bemühen, er stattdessen einfach einige Zeit regungslos stehen bleibt, disqualifiziert ihn für mich endgültig und für alle Zeit als Spieler von Red Bull Salzburg. Einen Spieler wie ihn will ich im Trikot ‚meines’ Vereins nicht wieder sehen. Sowieso ist aber anzunehmen dass er bei Moniz für’s erste komplett unten durch ist und seinen Stammplatz für die nächsten Spiele an Schiemer, Pasanen oder gar Sekagya verloren hat.

Quantitativer Unterschied in technischer Qualität

So also war Salzburg schon nach exakt 21 Sekunden hinten nach. Vor eigener Kulisse. Im erklärten Spiel des Jahres. Doch bereits nach wenigen Minuten hätte sich das Blatt beinahe zum Guten gewandt – Leonardo beweist Kämpferherz und setzt sich gegen einige Ukrainer durch, von einem wird er letztlich im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht, einen Elfmeter gesteht der Schiedsrichter den Hausherren jedoch nicht zu. Auf alle Fälle hätte es diesen geben müssen, zudem eine rote Karte wegen des klar erfolgten Torraubs…

Die Bullen also erneut im Schiedsrichterpech. Dennoch muss gesagt werden dass die Entstehungsgeschichte des Elferfouls mal wieder vielmehr einer genialen Leonardo-Aktion als großartigen Kombinationen entsprang – nicht, dass Einzelaktionen weniger wert wärn, nein, aber es muss dennoch bemerkt sein dass Salzburg in Europa sehr stark von Leonardo abhängt.

Womit wir zum eigentlichen Problem des gestrigen Spiels kommen – der Quantität in Sachen technischer Qualität. Oder anders gesagt: Der Anzahl an Spielern die mit dem Bull was anfangen konnten.

Während bei Charkiw nahezu alle Akteure wirklich gut mit dem Spielgerät umzugehen wussten – egal ob unter Druck gesetzt oder nicht – hatten die meisten Salzburger hier sichtlich Schwierigkeiten.

Die Geschwindigkeit des Spiels sowie das geniale Pressing von Metalist machte einigen Spielern stark zu schaffen. Spieler wie Alan, Leitgeb, Leonardo oder vermutlich auch Soriano sind dem technischen Level der Ukrainer nahezu ebenbürtig, andere Spieler allerdings keineswegs. Und gerade wenn man in Rückstand liegend selbst das Spiel gestalten sollte, werden einem derartige spielerische Mängel eben knallhart aufgezeigt, beispielsweise in Form dutzender Ballverluste und daraus resultierenden Kontertoren.

Moniz beweist Stärke, schwächt mit Wechseln allerdings die Mannschaft

Bereits wenige Augenblicke nach dem erfolgten 0-1 beorderte Ricardo Moniz Stefan Maierhofer mittels Wechselgestik zum Aufwärmen. Rund 20 Minuten später war es dann soweit: Der Lange kam, Douglas verließ gesunkenen Kopfes das Spielfeld.

Auf jeden Fall hat Moniz mit dieser Maßnahme Courage bewiesen – einen Spieler, noch dazu einen Innenverteidiger, bereits Mitte der ersten Hälfte auszutauschen, noch dazu für einen reinen Mittelstürmer, ist eine sehr seltene Maßnahme die gegen einen Gegner wie Metalist definitiv großen Mut erfordert.

Dennoch waren die daraus resultierenden Veränderungen leider nicht wirklich förderlich für die Roten Bullen: Mendes da Silva spielte fortan neben Martin Hinteregger, Leonardo wich dafür zurück ins Mittelfeld, Soriano spielte die hängende Spitze, Maierhofer sollte man ganz vorne mit Bällen füttern. Aus 4 Gründen funktionierte dieses Konzept leider nicht…

 1.) Ist Leonardo in so einer tiefen Position einfach verschenkt. War er in den ersten Minuten noch äußert gefährlich, fiel es ihm aus dem Mittelfeld heraus sehr schwer Einfluss aufs Spiel zu nehmen. Leo braucht in meinen Augen einfach die Nähe zum 16er!
2.) Ist Mendes da Silva vieles, aber sicher kein besonders guter Innenverteidiger
3.) Hat Soriano hinter den Spitzen einfach nur enttäuscht. Kaum Ballkontakte, relativ wenig Laufarbeit… auch er scheint seine Stärken im Strafraum zu haben
4.) Sollte ich Stefan Maierhofer eigentlich nur dann bringen, wenn ich ein Spiel unter Kontrolle habe. Dann nämlich können Flanken kommen, und dann wird er auch seine Tore machen. So aber war sein Einsatz ein echter Flop

Positives

Ja, auch das gab es! Wobei es logisch ist dass ein Absatz mit Positivem nach einer 0:4-Heimniederlage eher kurz ausfällt.

Ganz klar herauszuheben ist an dieser Stelle Martin Hinteregger. Der 18 (!!!!) Jährige war gestern mit Abstand bester Salzburger, und das nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Von den Medien komplett ignoriert, und doch sicher eines der größten Talente im österreichischen Fußball.

Weiters muss die Einstellung des Teams positiv erwähnt sein. Abgesehen von Douglas waren gestern alle mit vollem Herzen dabei, auch nachdem es bereits 0-3 stand.

Zusammenfassend

Die schlechte Nachricht: Man ist gegen eine sehr starke Mannschaft so gut wie ausgeschieden. Die gute: Aus dem Sechzehntelfinale der Europa League. Allein das man überhaupt dort war ist als großer Erfolg zu werten, einen Grund in Depressionen zu verfallen gibt es also keinesfalls.

Wie gut oder schlecht die Mannschaft wirklich ist werden die nächsten Wochen zeigen, ich jedenfalls bin – auch nach (bzw. ein bisschen vielleicht sogar gerade wegen) diesem Auftritt – sehr zuversichtlich was das eigentliche Saisonziel, den Meistertitel, angeht.

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FC Red Bull Salzburg
Dominik Seitlhuber

19-jähriger Taktikfanatiker aus Niederösterreich. :)
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