Wunder gibt es immer wieder…

Der FC Salzburg schaffte das Wunder in der 94. Minute gegen PSG. Dusan Svento drosch den Ball volley per Traumtor ins Pariser Tor und verwandelte die Red-Bull-Arena in ein...
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Der FC Salzburg schaffte das Wunder in der 94. Minute gegen PSG. Dusan Svento drosch den Ball volley per Traumtor ins Pariser Tor und verwandelte die Red-Bull-Arena in ein Tollhaus. Salzburg hat damit die Chance auf den Aufstieg in der eigenen Hand, mit einem Sieg in zwei Wochen in Bratislava würde man als Gruppen-Zweiter in die KO-Phase aufsteigen.

8.100 Zuschauer waren in die Red-Bull-Arena gekommen. Zum Spiel der letzten Chance, zum Spiel gegen den französischen Tabellenzweiten, der Topstars wie Pastore, Lugano und Menez zu Hause ließ. Trotzdem waren die Pariser noch bestens besetzt, gingen als Favorit ins Spiel, welches die „Bullen“ wiefolgt begannen:

Walke
Hierländer – Hinteregger – Pasanen – Jefferson
Leitgeb – Svento
Jantscher – Leonardo – Zarate
Maierhofer

Das Ziel hieß ganz klar ‚Heimsieg’, am besten mit 2:0, um den direkten Vergleich nach der 1:3-Niederlage im Prinzenpark-Stadion zu gewinnen.

Die erste Chance der stark aufspielenden Salzburger hatte Leonardo in der zehnten Minute, nachdem er drei Verteidiger stehen hat lassen. Sein Schuss aus 18 Metern stellte Goalie Douchez zwar vor Probleme, schlussendlich konnte er den Ball jedoch entschärfen.

Der Jubel nach dem 1:0 | © GEPA, Felix Roittner

Wiederum zehn Minuten später war es jedoch soweit. Christoph Leitgeb erkämpfte gegen Paris-Spielmacher Nene den Ball am eigenen Strafraum und leitete anschließend den Gegenzug ein. Jantscher machte „Meter“ mit dem Ball und legte den Ball rechts raus auf Leitgeb. Jantscher selbst stahl sich aus der schlecht stehenden PSG-Verteidigung geschickt weg und bekam per Außenrist-Pass von Leitgeb das Spielgerät perfekt serviert. Aus fünf Metern nahm Jantscher die Kugel direkt an und stellte auf 1:0 für Salzburg.

Drei Minuten später hatte der im Spiel des öfteren unsicher wirkende Douchez große Probleme mit einem Weitschuss von Jakob Jantscher. Der Ball rutschte ihm aus den Händen und ging knapp an der Stange vorbei ins Out.

Nach einer halben Stunde lag das 2:0 in der Luft, in der besten Phase des Spiels hatte zweimal Zarate die Gelegenheit, das Wunschresultat herbeizuführen. Nach einer Jantscher-Flanke tauchte er gekonnt ab und köpfte aus einem halben Meter Höhe knapp neben das PSG-Tor. Vier Minuten später ließ der Argentinier dann die größte Torchance des Spiels aus. Leonardo vernaschte drei Gegenspieler, spielte den Ball ideal auf Zarate, der drehte sich gekonnt um die eigene Achse, verzog jedoch den Ball knapp.

Gefährlich für die „Bullen“ wurde es vor der Pause. Nene fand im Angriff keine Anspielstation und versuchte es aus über 20 Metern mit einem platzierten Schuss auf das Tor vom heute sehr agilen Alexander Walke. Der konnte den Ball gerade noch über das Gehäuse lenken. Jallet hätte den Ausgleich auch auf dem Fuß gehabt, nach einem Konter inklusive Haken um Stefan Hierländer verzog er jedoch, schoss rechts am langen Eck vorbei.

Nach dem Seitenwechsel begann die Partie bei weitem zerfahrener, vom Tempo der ersten Spielhälfte war nicht mehr viel zu sehen. Zudem wusste Paris um die Situation, keinen zweiten Gegentreffer kassieren zu dürfen.

Bei den Gästen war es des öfteren Mevlüt Erdinc, der im Salzburg-Strafraum Gelegenheiten vorfand, die Genauigkeit bei den Abschlüssen fehlte jedoch zumeist.

Nach einer Stunde brachte Ricardo Moniz für den angeschlagenen Jakob Jantscher (verdrehte sich zu Beginn der Woche das Knie) Simon Cziommer. Der Deutsche sollte als Sechser die Angriffsversuche der Pariser eindämmen.

In der 66. Spielminute hatte Leitgeb nach Vorlage von Zarate die Führung per Distanzschuss auf dem Fuß, sein Abschluss kam jedoch zu zentral auf das gegnerische Tor.

Zwei Minuten später verhinderte Alexander Walke den Ausgleich per Glanztat nach Abschlussversuch von Bahebeck.

In der Schlussphase war es erneut Walke, der die Hausherren im Spiel hielt. Nach Fehler im Salzburger Spielaufbau kam der Ball über Umwege zu Gameiro, der zog aus über 20 Metern ab, Alex Walke lenkte das Spielgerät mit den sprichwörtlichen Fingerspitzen noch zur Ecke.

Schiedsrichter Liany gab vier Minuten Nachspielzeit – und diese sollten es in sich haben.

Zuerst setzte sich der eingewechselte Teigl gegen Tiene am rechten Flügel durch, er konnte erst im Strafraum von Camara, der zur Ecke klärte, gestoppt werden. Allerdings verletzte sich Teigl dabei und blieb im Strafraum liegen. Der Schiri ließ den 20-jährigen außerhalb des Spielfeldes behandeln und setzte, wir schreiben bereits die 94. Spielminute, das Spiel mit einer Ecke fort.

Die Kugel passt exakt ins Eck | © GEPA, Felix Roittner

Cziommer führte diese aus, beförderte den Ball in den Strafraum, der ebenfalls eingewechselte Roman Wallner verlängerte per Kopf. Dusan Svento knallte volley auf die Kugel drauf und traf aus zwölf Metern per Traumtor ins Kreuzeck zum erlösenden 2:0! Ein sensationeller Treffer, der die Red Bull Arena „auf den Kopf stellte“.

Danach passierte nichts mehr, dem Schlusspfiff folgte grenzenloser Jubel. Den Betreuern war förmlich anzusehen, wie eine Riesenlast mit Svento’s „Wundertor“ von den Schultern heruntergefallen war.

Allerdings darf man sich nicht auf dem grandiosen Sieg ausruhen, man hat PSG zwar überholt und steht vor dem letzten Spieltag auf Platz zwei der Tabelle, es wird jedoch wohl einen Sieg in Bratislava in zwei Wochen benötigen, um im Europacup überwintern zu können.

Der Jubel kannte nach dem unfassbaren Showdown keine Grenzen mehr | © GEPA, Felix Roittner

Salzburg12 wird sich eingehend mit diesem „Finale“ beschäftigen und euch mit sämtlichen Informationen vor dem Match in Bratislava versorgen.

/cl

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FC Red Bull Salzburg
Christoph Lumetzberger

Christoph Lumetzberger ist Red Bull Salzburg Fan durch und durch. Tolle Spiele, schöne Tore und emotionale Momente mit seinem Lieblingsteam ziehen ihn immer wieder ins schönste Stadion Österreichs, die Red Bull Arena. Über diese Website: "SALZBURG12.at ist ein tolles Projekt hinter dem ich zu 100% stehe!"
Ein Kommentar
  • Dominik Morolz
    2 Dezember 2011 at 15:08
    Leave a Reply

    Hinteregger bitte nach links in der Innenverteidigung, denn da spielt er auch 🙂

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