Das Siegen noch nicht verlernt!

Der FC Red Bull Salzburg demontierte den desolaten KSV 1919 vor knapp 5000 Zusehern bei eisiger Kälte sehenswert mit 6:0....
Das Siegen noch nicht verlernt!
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Der Befreiungsschlag, letztens noch von uns gefordert, ist gelungen. Der FC Red Bull Salzburg demontierte den desolaten KSV 1919 vor knapp 5000 Zusehern bei eisiger Kälte sehenswert mit 6:0. Besonders die stark veränderte Aufstellung der Salzburger war mehr als bemerkenswert:

Walke
Hierländer – Hinteregger – Douglas – Jefferson
Leitgeb – Mendes – Svento
Leonardo – Maierhofer – Jantscher

Trainer Moniz wagte einen mutigen Schritt nach vorne und krempelte die Mannschaft an mehreren Positionen um. Und er sollte mit dieser Entscheidung Recht bekommen.  Und er brach auch gleich den Torrekord der Saison damit. Verwunderung löste der Einsatz von Alexander Walke aus, der bei diesem Spiel in der Bundesliga debutierte. Moniz gönnte dem Salzburg Kapitän Gustafsson eine Pause, der zu letzt ebenso verunsichert wirkte, wie der Rest der Mannschaft. Sein erstes Pflichtspiel bei den Salzburgern absolvierte der Langzeitverletzte Douglas da Silva. Sekagya war für dieses Spiel gesperrt.

Die erste Aktion nach dem Anpfiff gehörte aber dem KSV, doch die konnte Douglas klären. Die ersten Jubelrufe in der Arena gab es aber bereits in der 5. Minute. Leonardo marschiert beherzt durch die Verteidigung, wird jedoch abgedrängt. Dennoch behält er den Überblick und sieht Jantscher an der Strafraumgrenze, der abzieht! Der leicht abgefälschte Ball landet unhaltbar im Tor des KSV. 1:0 – der Bann ist gebrochen!

Dann geht es Schlag auf Schlag, aber auch der KSV steckt nicht auf und kommt immer wieder zu Chancen. Erneuter Toralarm in der 17. Minute, als abermals Jantscher einen Freistoß mit Wucht nur an die Querlatte donnert. Nur wenige Minute später hatte der KSV die Chance zum Ausgleich. Elsneg lässt die Salzburger Abwehr schlecht aussehen und lupft den Ball über Walke – zur Erleichterung der Zuseher geht der Ball über’s Tor. Bis zur Minute 36 gehört das Spiel aber relativ eindeutig dem Gegner. Nur einmal gelingt es Leonardo Unruhe in der gegnerischen Abwehr zu stiften, scheitert jedoch an der Verteidigung.

Maierhofer und Jantscher sorgten für insgesamt 4 Tore

In der 37. Minute sah man, dass die Salzburger doch auch mit Kombinationsfussball glänzen können. Wunderschönes Doppelpassspiel zwischen Leitgeb und Leonardo, der Jantscher auf der Seitenlinie bedient. Dessen Maßflanke  landet genau auf vor Maierhofer, der wuchtig zum 2:0 einköpfelt!

Doch der Torschütze sorgte kurz vor der Pause auch noch einmal für unnötige Unruhe. Ein gefährlicher Kopfball zurück zu Walke, dieser konnte erst in letzter Sekunde vor dem heranstürmenden KSV-Mann Sand gerettet werden. Unnötig.

Mit dem dennoch verdienten 2:0 ging’s in die Pause, die der FC Red Bull Salzburg personell unverändert beendete. Und die ersten Minuten hatten es gleich in sich. Zuerst wieder der KSV, abermals mit Sand, der aus spitzen Winkel den Ball an der Stange vorbei ins Aus befördert, dann Maierhofer im Gegenzug, dessen Schuß gerade noch von KSV Goalie Wolf abgewehrt werden konnte. Dann steht Hüttenbrenner völlig frei, köpfelt aber über Walke’s Tor.

In Minute 51 hätte sich Douglas bei seinem Debut nahezu in der Torschützenliste verewigen können. Der von Jefferson getretene Eckball landet platziert auf dem Kopf des Innenverteidigers, der insgesamt einen sehr positiven Eindruck hinterlies. Doch Wolf zeichnete sich aus und entschärft den Ball mit Mühe.

Wenige Minuten später war es aber dann wieder so weit. Svento flankt präzise auf den heranstürmenden Jantscher, der den Ball mit dem Kopf versenkt. 3:0 für die Salzburger! Ab diesem Zeitpunkt kontrollieren die Bullen das Spiel, der KSV – sichtlich geschockt – ist ziemlich von der „Rolle“.

Moniz wechselt zweimal innerhalb von Minuten: Statt Jefferson kommt Zarate ins Spiel, wenig später wird Doppeltorschütze Jantscher durch Teigl ersetzt. Beide Einwechslungen sollten sich als Goldgriff herausstellen, denn nach nur ein paar Minuten bedient Leonardo den neu gekommenen Zarate, der sieht Maierhofer und der Mitte und setzt diesen mit einem Querpass in Szene. 4:0 – der zweite Treffer des „Langen“ im Spiel! 12 Minuten vor Schluß – der nächste Toralarm! Und wieder Stefan Maierhofer, dessen Treffer aber berechtigterweise aberkannt wurde – leider knapp im Abseits.

Nur 2 Minuten später zeigt der junge Teigl was er kann. Harrer kann im eigenen Strafraum nicht richtig klären, der Ball springt zu Maierhofer, der mit einem Stanglpass Teigl bedient und zum 5:0 einnetzt. Nur zwei Minuten später ist es dann der KSV Kicker Erkinger, der nach Teigl-Pass den Ball im eigenen Netz versenkt. 6:0 und damit auch der Endstand in der Red Bull Arena.

Das mutige Auswechseln von Moniz machte sich also bezahlt. Doch es war natürlich noch nicht alles „Gold“, aber zumindest „Silber“. Die neue Innenverteidigung mit Douglas und Hinteregger wusste größtenteils zu überzeugen, Hierländer hatte hingegen als Außenverteidiger immer noch seine Probleme. Besonders wichtig ist die Rückkehr von Mendes da Silva zu den Salzburgern, der mit viel Umsicht die Bälle verteilte und durchwegs starke Akzente setzen konnte.

Zu kritisieren ist hingegen immer noch die mangelnde Chancenauswertung, denn das Spiel hätte gut und gerne auch noch höher ausfallen können. Doch die Mannschaft zeigte sich willig, lauffreudig und kämpferisch – wie man das als  „Fan“ auch erwarten darf. Dennoch: der Gegner war der Tabellenletzte, der auch noch kurz zuvor seinen Trainer Gregoritsch „abgeben“ musste. Das hat sichtlich nicht zu einer Stabilisierung beigetragen.

Wenn die Salzburger diese starke Leistung auch in die kommenden Spiele – vor allem in das EL-Gruppenspiel gegen Paris – mitnehmen können, darf man wieder Hoffnung in der Mozartstadt schöpfen. Zur Tabellenspitze fehlen lediglich 4 Punkte.

Eine Zusammenfassung des Spiel ist auf RedbullsFan.tv zu finden.

Salzburg – Kapfenberg 6:0 (2:0)
Salzburg, Red-Bull-Arena, 4.852, Schiedsrichter: Schörgenhofer

Salzburg: Walke – Hierländer, Douglas, Hinteregger, Jefferson (67. Zarate) – Leitgeb, Mendes, Svento – Jantscher (71. Teigl), Maierhofer, Leonardo (75. Wallner)
Kapfenberg: Wolf – Scharifi, Schönberger, Taboga, Gollner (79. Micic) – Hüttenbrenner, Erkinger, Sencar (73. M. Gregoritsch), Harrer – Sand (86. Gucher), Elsneg 

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FC Red Bull Salzburg
Alex Januschewsky

Alex Januschewsky wurde 1968 in Salzburg geboren und ist seit Mitte der 1970er Jahre Fan des Salzburger Spitzenfußballs - mit Leib, Herz und Seele. Er war Mitglied von heute nicht mehr existenten SV Austria Salzburg Fangruppierungen, ging aber den Weg der Fan-Neugründung im Jahr 2005 nicht mit. Seit 2010 ist er Herausgeber von SALZBURG12.at und zuständig für Neuigkeiten, Vorberichte sowie die Liveberichterstattung von den Spielen. Ebenso ist er Mitglied von Sports Media Austria, der Vereinigung österreichischer Sportjournalisten.
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