Der Umstellungen zu viel

Im Westderby trennten sich Red Bull Salzburg und Wacker Innsbruck leistungsgerecht remis....
Roman Wallner verlies die Salzburger im Winter 2011/12
Roman Wallner verlies die Salzburger im Winter 2011/12
Der Umstellungen zu viel
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Man wird das Gefühl nicht los, Red Bull Salzburg wird unter Ricardo Moniz trotz extrem guter Ansätze noch kein rundum funktionierendes Kollektiv. Gerade im kontrollierten Spielaufbau offenbarte man oft Schwächen – und so auch am Wochenende gegen Wacker Innsbruck.
Konsequenz waren ein eher maues Spiel und zwei verschenkte Punkte.

Wie schon in den Vorwochen, veränderte Moniz gegenüber der Startaufstellung der Vorwoche so einiges: Beispielsweise rückte Franz Schiemer ins defensive Mittelfeld, Lindgren dafür in die Innenverteidigung und Ghana Akademie-Import Felix Adjei überhaupt zum ersten Mal in die Mannschaft. Im Sturm bekam Roman Wallner den Vorzug vor Maierhofer – Moniz erhoffte sich von seiner Solo-Spitze also wohl einen größeren Bewegungsradius als Stefan Maierhofer ihn zuletzt geboten hatte.

Und in der Tat war Wallner ziemlich beweglich, störte die Innsbrucker Viererkette im Spielaufbau und tauschte einige gute Pässe mit Svento und Leonardo aus. Letzterer war überhaupt mal wieder Kreativposten Nr. 1 bei den Salzburgern – diesmal im zentralen Mittelfeld aufgeboten, gingen viele gute Angriffe in der Anfangsphase von ihm aus.<

Das erste mal so richtig gefährlich wurde es dann als Roman Wallner sich den Ball erkämpfte, sich urplötzlich völlig frei vor Safar wiederfand, sich dann aber ein wenig verdribbelte und vergab – spätestens da hätten die Bullen eigentlich die Führung erzielen müssen. Auch nachher boten sich noch Chancen, doch auch die blieben ungenutzt.

So gab es anstatt des Führungstreffer die kalte Dusche in Form eines Gegentreffers – bei einem Freistoß von Merino stellt Gustafsson erst die Mauer suboptimal und reagiert dann noch schlecht – 0:1, der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt!

Danach tat sich Salzburg noch schwerer als ohnehin schon, die Innsbrucker machten die Räume eng und hielten im Zweikampf dagegen. Aus einer sehenswerten Einzelaktion von Wallner fiel dennoch der Ausgleich, und sogar ein paar Halbchancen auf das 2:1 konnte man sich vor dem Pausenpfiff noch erarbeiten.

Unverändert ging es beiderseits aus dem Kabinengang, doch schon früh wurden die Innsbrucker dezimiert – Svejnoha bestritt einen Zweikampf mit Dusan Svento auf gesundheitsgefährdende Art und Weise und sah völlig zurecht Rot.
Nun waren die Roten Bullen gefordert, vor heimischer Kullisse und nun noch dazu in Überzahl wollte man gegen die strauchelnden Innsbrucker unbedingt 3 Punkte einfahren.

Worin der Hund begraben lag

Allein, die Mittel dazu fehlten an diesem Abend eindeutig. Eher schienen sogar zeitweise die Gäste dem Führungstreffer näher. Mit der 64. Minute – der Hereinnahme von Neuverpflichtung Luigi Bruins und Simon Cziommer – wurde es besser, der Spielaufbau der Salzburger ruhiger und besser strukturiert.

Dennoch fehlte es den Hausherren an Durchschlagskraft, ganz eindeutig an der ordnenden Hand eines Christoph Leitgebs und ebenso offensichtlich an Eingespieltheit: Teils notgedrungen, zum Teil aber auch einfach aus Experementierfreudigkeit hat Moniz seine Mannschaft oft in ganz unterschiedlicher Form auf den Rasen geschickt – genau das sollte sich diesmal rächen.
Gewinnen hätte man das Spiel trotzdem gut und gern können, Maierhofer und Bruins vergaben kurz vor Spielende jedoch jeweils aus kurzer Distanz Matchbälle.

So blieb es also beim 1:1, einem enttäuschenden Ergebnis nach einer enttäuschenden Leistung. Einen Beinbruch stellt dieses aber keineswegs dar, vor allem zumal auch die anderen Top-Teams Punkte liegen ließen.

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FC Red Bull Salzburg
Dominik Seitlhuber

19-jähriger Taktikfanatiker aus Niederösterreich. :)
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