Ideenlos zu unglücklicher Niederlage

Red Bull Salzburg verlor das Spitzenspiel bei Austria Wien unglücklich mit 2:3....
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Eine Woche nach der ersten Saisonniederlage gegen die Admira verlor Red Bull Salzburg auch das Spitzenspiel der 10. Runde der tipp3-Bundesliga gegen die Wiener Austria knapp und unglücklich mit 2:3 und rutschte damit in der Tabelle auf Rang 3 ab. Die Tore für Salzburg erzielten Jakob Jantscher (45.) und Georg Teigl (62.) mit seinem ersten Bundesliga-Tor.

Salzburg begann mit folgender Aufstellung:

Zarate, Teigl und nach einiger Zeit auch Jantscher wechselten dabei im Laufe der ersten Hälfte immer wieder die Positionen, um das Spiel unberechenbarer zu machen.

Gleich zu Beginn übernahm Salzburg das Kommando und konnte durch einen Zarate-Schuss erstmals gefährlich werden. Doch nach bereits 5 Minuten begann eine starke Phase der Austria, Salzburg konnte aber Chancen von Barazite & Co. vorerst noch vereiteln, zum einen durch eine sichere Defensive, teilweise aber auch durch Glück. Offensiv gab es nicht viel zu sehen, einziger Pluspunkt in der ersten Hälfte war das dauerhafte Pressing, mit dem man das Aufbauspiel der Austria oft stören und sie damit unter großen Druck setzen konnte.

Gegen Ende der ersten Halbzeit sah schon alles nach einem 0:0 zur Pause aus, doch es kam noch anders. In der 40. Minute setzte sich Barazite in einem Zweikampf gegen Sekagya durch, wobei beide nicht ganz fair zu Werke gingen, spielte einen Pass auf Junuzovic, der sich die Chance nicht entgehen ließ und auf 1:0 stellte. Doch als die Austria mit den Köpfen schon in der Kabine war, konnte Salzburg aus dem Nichts den Ausgleich erzielen: Schwelger mit einem seiner weiten Einwürfe, Grünwald konnte den Ball nicht richtig wegfausten und schlug ihn zu Jantscher, der ihn über alle Gegner hinweg ins Austria-Tor hob.

Zur zweiten Halbzeit kam dann Solospitze Stefan Maierhofer für den angeschlagenen Jantscher, der kurz vor Ende der ersten Halbzeit mit der Hand eines Gegenspielers einen schmerzhaften Schlag ins Auge bekommen hat. Zarate übernahm nun die linke Außenseite von Jantscher, Teigl durfte auf seiner Stammposition als Rechtsaußen spielen.

Doch zu Beginn von Hälfte Zwei übernahm erneut die Austria das Kommando, Salzburg beschränkte sich auf das neue „Maierhofer-Konzept“, indem man wieder jeden Ball einfach hoch nach vorne schlug. Dafür würde man dann in Minute 54 mit dem erneuten Führungs-Tor der Austria bestraft: Ulmer servierte Barazite den Ball im Strafraum wie einem Mitspieler, für den es keine schwere Aufgabe mehr war, den Ball im Tor zu versenken. Zuvor scheiterte schon Jun völlig freistehend, er köpfte eine Flanke neben das Tor.

Doch ab dem 2:1 wurde Salzburg stärker und übernahm die Kontrolle des Spiels. Und wie schon in der ersten Hälfte fiel der Ausgleichstreffer wieder nur ein paar Minuten nach dem Führungstor: Nach einem Eckball köpft Pasanen Torwart Grünwald an, der den Ball an die Stange lenkt und Georg Teigl kann in der 62. Minute zu seinem ersten Tor in der Bundesliga abstauben.

In der Folge ging es Schlag auf Schlag, doch wenn die Austria in die Nähe des Strafraums kam, wurde es hektisch in Salzburgs Defensivabteilung. Trotzdem hatte Salzburg in Summe mehr vom Spiel und auch die größeren Chancen: Schüsse von Svento (62.) und Zarate (75.) konnte Grünwald mit guten Paraden abwehren, Sekagya köpfte nur an die Latte (83.). Letzterer hatte allerdings Glück, überhaupt noch am Spielfeld zu stehen: in Minute 70 geriet er mit Roland Linz aneinander, der nach einer Berührung mit dem Kopf theatralisch zu Boden ging. So mancher Schiedsrichter hätte da wohl auch auf Tätlichkeit entschieden.

Ricardo Moniz fehlen wichtige Spieler

In der Schlussphase kamen dann noch Lindgren (für Cziommer, 81.) und Hierländer (für Zarate, 90.), um noch für frischen Wind zu sorgen und so doch noch den Siegtreffer zu erzielen.

Doch es kam ganz anders, und das alte Sprichwort „Wer die Tore nicht schießt, bekommt sie!“ trat wieder einmal in Kraft. In der Nachspielzeit, als praktisch nur mehr Salzburg spielte, kam die Austria noch zu einer Chance, Liendl spielte den Ball in die Mitte und Grünwald konnte aus wenigen Metern den Ball ins Tor schieben.

Salzburg blieb in der Folge keine Zeit mehr, um noch zu reagieren, und damit war die 2. Liga-Niederlage hintereinander besiegelt. Die Austria kam aufgrund der starken Schlussphase von Salzburg noch recht glücklich zu diesem Sieg, Salzburg versäumte es aber schon vorher, alles klar zu machen.

Ricardo Moniz nach dem Spiel:

„Wir haben heute zu wenige Chancen kreiert. Dazu haben wir in der ersten Halbzeit jeden dritten Ball verloren. Aber das ist bei unseren vielen Ausfällen nicht wirklich verwunderlich. Da ist einfach ein Qualitätsmangel da. Dennoch hätten wir uns heute ein Unentschieden verdient. Leider haben wir in letzter Sekunde noch das Tor bekommen.“ 

Damit noch zu einer Einzelspielerkritik in Schulnotenform:

Gustafsson: 3
War bei den Gegentoren relativ machtlos, zeigte aber auch keine besonders positiven Aspekte. Steigerungspotenzial ist auf alle Fälle da.

Schwegler: 2
Zeigte einer sehr ordentliche Partie, machte hinten dicht und war stärkster Mann in der Defensive. Das 1. Salzburg-Tor fiel nach einem seiner weiten Einwürfe, nur in seinen Offensivaktionen aus dem Spiel heraus ist noch Luft nach oben.

Pasanen: 3
Defensiv zwar oft sicher, aber nicht oft genug für einen Innenverteidiger. In der Kombination mit Sekagya immer für Unsicherheiten gut, da sollte man von einem Mann mit seiner Routine doch mehr erwarten können. Pluspunkt: Die „Vorarbeit“ zum 2:2 für Teigl, als Grünwald seinen Kopfball nur an die Stange lenken konnte.

Sekagya: 3
Ähnlich wie Pasanen, er hatte auch einen Kopfball an die Latte zu verzeichnen. Defensiv beim 0:1 muss er sich allerdings durchsetzen, auch die Aktion mit Linz in Minute 70 ist unter die Kategorie „Unnötig“ einzuordnen, damit hätte er seine Mannschaft ordentlich schwächen können.

Ulmer: 3
Offensiv zeigte er eine ordentliche Leistung für einen Außenverteidiger, defensiv war nicht immer alles in Ordnung. Auch er lieferte ein „Assist“, allerdings für Barazite zur 2:1-Führung der Austria. So eine Pass darf ihm nicht passieren.

Schiemer: 3
Ziemlich unauffällig, weder besonders positiv noch besonders negativ in Erscheinung getreten. Hat seine Defensivaufgaben zum Großteil gut erledigt, Offensiv hätte er mehr Akzente setzen können.

Cziommer: 3
In der Anfangsphase war er einer der besseren Salzburger, zeigte einige gute Aktionen und technische Einlagen. Doch mit der Zeit verschwand er immer mehr von der Bildfläche, in Hälfte 2 fast gar nicht mehr präsent.

Svento: 3
Sehr unauffällig in Hälfte 1, nach Seitenwechsel wurde er stärker. Höhepunkt war sein Weitschuss in Minute 62, den Grünwald nur zum Corner abwehren konnte und der dann das 2:2 brachte.

Zarate: 2
War der aktivste Offensivspieler vorne, zeigte einige gute Aktionen und starke Schüsse. Leider merkte man, dass Leonardo fehlte, denn in Kombination mit ihm war er gegen Slovan noch ein Stück besser.

Jantscher: 4
Obwohl er das erste Salzburg-Tor gemacht hat, war das wieder eine schwache Leistung von ihm. Meistens gelang ihm nichts, seine Pässe kamen nicht an und er verlor fast jeden Zweikampf. Einzig sein Tor rettet ihm noch die Bewertung „4“, sonst zum Vergessen heute.

Teigl: 2
Empfahl sich für weitere Aufgaben. Er brachte viel Wirbel in die Austria-Defensive und rackerte unermüdlich. Mit dem Tor setzte er seiner sehr ansprechenden Leistung noch die Krone auf.

Maierhofer: 5
Von der Einwechslung bis zum Schlusspfiff – das war nix. Katastrophaler Auftritt vom „Langen“, er bewirkte lediglich, dass viele hohe Bälle nach vorne geschlugen wurden, die er dann nicht verarbeiten konnte bzw. zum Gegner spielte, auffällig war er nur durch Beschwerden beim Schiedsrichter. Damit hat er sich im Kampf ums Stammleiberl nicht wirklich durchsetzen können.

Lindgren, Hierländer: Zu kurz eingesetzt.

* 1 = Sehr stark, 2 = Stark, 3 = Durchschnitt, 4 = Schwach, 5 = Sehr Schwach

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FC Red Bull Salzburg

Bernhard Schmidhuber wurde 1990 geboren und arbeitet als Software-Entwickler. Er ist schon immer Salzburger Fußballfan, intensiv beschäftigt er sich allerdings erst seit ca. 3 Jahren mit Red Bull Salzburg.
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