„Ich fühle mich bestohlen!“

Salzburg führte zur Pause durch Tore von Wallner und Leonardo schon mit 2:0, konnte den befürchteten Angriffswirbel der Gastgeber über weite Strecken vom eigenen Tor weghalten. Ein Elfmeter-Geschenk holte...
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Salzburg führte zur Pause durch Tore von Wallner und Leonardo schon mit 2:0, konnte den befürchteten Angriffswirbel der Gastgeber über weite Strecken vom eigenen Tor weghalten. Ein Elfmeter-Geschenk holte Athlétic Bilbao wieder ins Spiel zurück, ein weiterer Penalty sicherte den Basken den Ausgleich.

Ricardo Moniz bot in der Startaufstellung keine wirklichen Überraschungen auf, im Sturm bekam der Torschütze vom Westderby, Roman Wallner, das Vertrauen geschenkt.

Gustafsson
Schwegler – Sekagya – Pasanen – Hinteregger
Zarate – Schiemer – Svento – Leonardo
Cziommer
Wallner

Knapp 22.500 Zuschauer kamen ins Stadion San Mames zum zweiten Heimspiel ihres Teams. Bilbao hatte bisher in zwei Partien ebenso oft gewonnen, 2:1 in Bratislava und 2:0 gegen Paris Saint-Germain.

Red Bull Salzburg vermochte sich jedoch zu Beginn in der Rolle des Außenseiters durchaus gefallen. Zu Beginn bestimmten zwar die Hausherren das Spiel, gefährliche Situationen blieben jedoch vorerst aus. Ein Schuss von Muniain aus 20 Metern prüfte Gustafsson nicht wirklich.

Nach einer knappen halben Stunde begann die Zeit der „Bullen“. In der 28. Minute setzte Zarate mit einem schönen Steilpass Wallner ein, der brachte den Ball jedoch nicht an Torhüter Iraizoz vorbei. Noch nicht.

Tor und Assist - Leonardo | © GEPA, Felix Roittner

Zwei Minuten später war es soweit. Leonardo eroberte sich den Ball am Mittelkreis, sprintete in Richtung Strafraum der Basken und passte den Ball zu Wallner. Der schoss ins kurze Eck zur 1:0-Führung ein.

Llorente hatte per Kopf die Chance auf den Ausgleich, doch der Ball sollte auf der Gegenseite einschlagen.

Erneut war es nämlich Leonardo, der sich den Ball im Mittelfeld eroberte und nach einem schönen Doppelpass mit Roman Wallner zum 2:0 für die „Bullen“ traf.

Eddie Gustafsson hielt das 2:0 in Minute 37 gegen den allein vor dem Tor zum Schuss kommenden Llorente fest. Mit diesem Resultat ging’s in die Kabinen.

Auch nach der Pause standen die Salzburger sicher. Bilbao kam zu keinen klaren Torchancen, bis es in Minute 67 zu einer kapitalen Fehlentscheidung kam.

Die Rede ist vom Elfmeterpfiff nach einem vermeintlichen Foul von Ibrahim Sekagya an Ander Herrera. Der Spanier stürzte im Strafraum beim Versuch, „Seke“ mit einem Haken zu umkurven. Der Teamspieler aus Uganda zog noch zurück, Schiri Bebek sah ein Elfer-würdiges Foul. Die Entscheidung – eine Frechheit!

Elfer-Tor von Llorente | © GEPA, Felix Roittner

Llorente avancierte vom bisherigen Chancentod zum sicheren Strafstoß-Schützen. Gustafsson hatte beim scharfen Linksschuss keine Chance – 1:2 (69.).

Auch fünf Minuten später traf der spanische Teamspieler aus elf Metern nach einem Handspiel vom kurz zuvor eingewechselten Rasmus Lindgren. Der Schwede wurde zwar nach einer Bilbao-Ecke von Amorebieta geschubst, die anschließende Ballberührung mit beiden Händen kann man im Streitfall jedoch als Penalty-fähig werten. Da Lindgren auch noch die zweite gelbe Karte sah, musste er nach nur 15 Einsatzminuten unter die Dusche.

Festhalten muss man definitiv, dass der erste Elfer(fehl)pfiff die Hausherren wieder ins Spiel zurückgeholt hat.

In der Schlussphase des Spiels waren die Salzburger zu zehnt darauf bedacht, das Remis über die Zeit zu bringen. Bilbao machte Druck, Toquero hatte die letzte Gelegenheit aus spitzem Winkel nach einer Ecke – der Ball strich jedoch über die Querlatte.

Das Spiel endete mit 2:2, eine gefühlte Niederlage für die „Bullen“. In zwei Wochen kommen die Basken nach Wals-Siezenheim.

Im zweiten Spiel der Gruppe trennten sich Slovan Bratislava und Paris Saint-Germain torlos. 

Zahlen, Daten, Fakten, Stimmen

UEFA Europa League, Gruppe F, 3. Spieltag
Athlétic Bilbao – FC Salzburg  2:2 (0:2)
Estadio San Mames, 22.500 Zuschauer; Schiedsrichter: Bebek (CRO)

0:1 Wallner (30.)
0:2 Leonardo (36.)
1:2 Llorente (69./Elfmeter)
2:2 Llorente (75./Elfmeter) 

Athlétic Bilbao: Iraizoz – Iraola (65. Herrera), Ekiza (46. Gabilondo), Amorebieta, Aurtenetxe – Javi Martinez – Susaeta (87. Toquero), De Marcos, Iturraspe, Muniain – Llorente

FC Salzburg: Gustafsson – Schwegler, Sekagya, Pasanen, Hinteregger – Zarate (93. Hierländer), Schiemer (59. Lindgren), Svento, Leonardo – CziommerWallner (91. Maierhofer)

Ricardo Moniz:
„Die Enttäuschung ist extrem. Mit der individuellen Klasse haben wir in einigen Momenten zugeschlagen. Die drei Punkte wären verdient gewesen, aber wir haben sie nicht geholt. Damit müssen wir leben. Wir müssen es abhaken. Ich muss die Leute wieder aufbauen. Mit einem Sieg wären wir Tabellenführer gewesen. Das war auch das Ziel. Man muss sich Ziele immer hoch stecken. Daher ist es extra bitter. Uns wurden Punkte geklaut, ich fühle mich bestohlen.“

Eddie Gustafsson:
„Es sind zwei verlorene Punkte. Wir haben aber noch Spiele, und wir haben gesehen, dass wir so stark sind wie Athlétic. Wir sind in der ersten Halbzeit gut gestanden, sie hatten ein paar Chancen, aber keine gefährlichen. In der zweiten Hälfte hatten sie sehr viel Ballbesitz. Der erste Elfer war keiner.“ 

Kategorien
FC Red Bull Salzburg
Christoph Lumetzberger

Christoph Lumetzberger ist Red Bull Salzburg Fan durch und durch. Tolle Spiele, schöne Tore und emotionale Momente mit seinem Lieblingsteam ziehen ihn immer wieder ins schönste Stadion Österreichs, die Red Bull Arena. Über diese Website: "SALZBURG12.at ist ein tolles Projekt hinter dem ich zu 100% stehe!"
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