Vorgestellt: Paris Saint-Germain

Der erste Gegner in der Europa-League-Gruppenphase 2011/12 heißt Paris Saint Germain. ...
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Der erste Gegner des FC Salzburg in der Gruppenphase der UEFA Europa League 2011/12 heißt Paris Saint Germain, kurz auch PSG. Vor dem ersten Duell mit den Franzosen hat salzburg12.at die Mannschaft für euch ganz genau unter die Lupe genommen!

Auf dem Papier ist PSG ganz klar der Favorit in Europa League Gruppe F. Das zeigt zum einen die Auslosung, in der die Pariser als Mannschaft mit dem zweithöchsten Koeffizienten aller EL-Teilnehmer in Topf 1 gesetzt waren, zum anderen aber auch der aktuelle Kader des französischen Top-Klubs, dessen Gesamt-Marktwert auf 192,5 Mio. Euro geschätzt wird. Pastore, Ménez oder Lugano sind nur einige der Spieler, deren Namen den Kennern des internationalen Fußballs auf alle Fälle etwas sagen werden.

Salzburg trifft am ersten Spieltag (15.09.2011, 19:00 Uhr) auswärts auf PSG, das Heimspiel dazu findet dann am fünften Spieltag (01.12.2011, 21:05 Uhr) in der Red Bull Arena statt.

Geschichte

Ein kurzer Ausflug in die (noch nicht allzu lange) Geschichte des Vereins: Der Paris Saint-Germain Football Club wurde im Jahr 1970 nach der Übernahme des Zweitligisten Stade Saint-Germain gegründet. Man konnte sofort in die erste Liga aufsteigen, und nach einigen Problemen mit Auflagen des französischen Fußballverbands ist man seit 1974 durchgehend in der ersten Liga vertreten und konnte zwei Mal Meister (1986 und 1994) und sechs Mal Vize-Meister werden. Auch international konnte man v.a. in den 90er-Jahren oft aufzeigen: im UEFA-Cup 1993, im Europapokal der Pokalsieger 1994 und in der Champions League 1995 konnte man jeweils das Halbfinale erreichen, 1996 gewann man den Europapokal der Pokalsieger und 1997 verlor man nur das Finale im selben Bewerb. Danach folgten national sehr durchwachsene Zeiten mit einigen guten, aber auch mehreren schwachen Saisonen. Zurzeit zeigt die „Formkurve“ allerdings wieder steil nach oben.

Stadion von Paris SG

Aktuelle Situation

Im Frühjahr 2011 übernahm eine Investorengruppe aus Katar die Aktienmehrheit bei Paris Saint-Germain, wodurch im Sommer-Transferfenster 2011 massenhaft Geld ausgegeben wurde und man mit ca. 95 Millionen Euro in diesem Sommer so viel wie kein anderer Klub weltweit in (13) neue Spieler investiert hat. Außerdem gab man mit 42 Mio. Euro für den jungen Argentinier Javier Pastore die zweithöchste Summe für einen Spieler im Sommer 2011 aus, nur für Landsmann Kun Agüero wurde von Manchester City noch mehr Geld (43 Mio.) ausgegeben.

In der aktuellen Saison der französischen Ligue 1 ist der Viertplatzierte der Vorsaison mit diesem Budget bzw. diesem Kader natürlich klarer Titelfavorit, auch vor Salzburgs Testspielgegner Olympique Lyon. Nach 5 Runden steht man mit 3 Siegen, einem Remis und einer Niederlage an der 4. Position der Tabelle.

Durch den vierten Platz in der Saison 2010/11 konnte man heuer international „nur“ in der Europa League spielen, dort stieg man aber im Playoff ein und konnte sich gegen den Luxemburger Klub Differdingen klar mit einem Gesamtscore von 6:0 durchsetzen.

Die Spieler

Alle Spieler des Vereins aufzuzählen wäre jetzt etwas zu viel des Guten, aber ich werde versuchen, die wichtigsten Spieler zu erwähnen.

Vom System her spielte PSG in letzter Zeit meistens ein 4-2-3-1, das auch gegen Salzburg so zu erwarten sein dürfte.

Im Tor ist Neuzugang Salvatore Sirigu gesetzt, er hat in 5 von 6 Pflichtspielen heuer das Tor gehütet. Nur im Europa-League-Rückspiel gegen Differdingen, in dem es um nichts mehr ging, durfte Ersatzgoalie und ebenfalls Neuzugang Nicolas Douchez spielen.

Die Verteidigung hat folgende Stammbesetzung: Die Außen-Positionen gehören Cearà (rechts) und Siaka Tiéné (links), in der Innenverteidigung spielten bisher hauptsächlich Zoumana Camara und Milan Bisevac, letzterer dürfte aber seinen Stammplatz gegen Neuzugang Diego Lugano verloren haben.

Im zentralen defensiven Mittelfeld sind Blaise Matuidi und Mathieu Bodmer gesetzt. Vorne im Zentrum ist der Spielmacher und neue Star der Mannschaft, Javier Pastore am Werk. Auch die Flügel sind prominent besetzt, hier treiben Jérémy Ménez (rechts) und Nenê (links) ihr Unwesen.

Fixe Solospitze ist zurzeit Kevin Gameiro, sein Kollege im Kampf um den Stammplatz, Guillaume Hoarau, wurde erst vor Kurzem an der Schulter operiert und wird noch 1-2 Monate ausfallen.

Die Stärken der Mannschaft liegen ganz klar in der Offensive, die 4 Stamm-Offensivkräfte haben zusammen einen Marktwert von 71 Millionen Euro, mehr als das doppelte des gesamten Salzburg-Kaders.

Aber auch die Innenverteidigung rund um Diego Lugano ist sehr prominent und stark besetzt, keine Frage.

Der Trainer

Der Franzose Antoine Kombouaré hat seit Sommer 2009 das Sagen bei Paris Saint-Germain. Als Trainer hat der 47-jährige noch keinen allzu großen Namen und auch seine davor trainierten Vereine waren keine Top-Clubs. Doch er galt schon immer als sehr guter Trainer, war 2003 ein Kandidat für den Trainerposten bei Paris SG, nachdem er 4 Jahre lang gute Arbeit bei der Reserve-Mannschaft geleistet hatte. Als daraus doch nichts wurde, wechselte er zum RC Strasbourg, bei dem ihm allerdings nur wenig gelang und er nach etwas mehr als einer Saison wieder entlassen wurde. In der Saison 2005/06 schaffte er mit dem französischen Zweitliga-Aufsteiger FC Valenciennes auf Anhieb den „Durchmarsch“ in die Ligue 1 schaffte. Mit guter Arbeit auch in der ersten Liga empfahl sich der Franzose dann aber doch noch für den Trainer-Posten bei Paris SG, den er auch seit 2009 inne hat. 2010 gewann er mit PSG auch den französischen Landespokal.

Kombouaré gilt als genauer und gründlicher Trainer, der Offensivfußball und eine attraktive Spielweise bevorzugt.

Einschätzung des Gegners

Paris Saint-Germain geht als klarer Favorit auf den ersten Tabellenplatz in diese Gruppenphase der Europa League, und das auch zurecht. Die Franzosen haben den mit Abstand teuersten Kader und die besten Einzelspieler.

Im Normalfall wird für Salzburg in den beiden Partien nicht viel zu holen sein, aber wie wir alle wissen hat der Fußball eigene Gesetze und Salzburg hat vor 2 Jahren schon einmal bewiesen, dass man das Unmögliche möglich machen kann.

Mit einem starken, konzentrierten und engagierten Auftreten sowie der individuellen Klasse von manchen Einzelspielern kann man in den beiden Partien evtl. den ein oder anderen Punkt mitnehmen, erwarten darf man sich das aber natürlich nicht.

Einige Links zu Paris Saint-Germain:

http://www.psg.fr

http://de.wikipedia.org/wiki/Paris_SG

http://de.uefa.com/uefaeuropaleague/season=2012/clubs/club=52747/index.html

http://www.transfermarkt.at/de/fc-paris-saint-germain/startseite/verein_583.html

 

 

 

Kategorien
FC Red Bull Salzburg

Bernhard Schmidhuber wurde 1990 geboren und arbeitet als Software-Entwickler. Er ist schon immer Salzburger Fußballfan, intensiv beschäftigt er sich allerdings erst seit ca. 3 Jahren mit Red Bull Salzburg.
Ein Kommentar
  • „Wir wollen Erster werden!“ | salzburg12.at
    14 September 2011 at 7:59
    Leave a Reply

    […] Moniz vor dem ersten Europa League Gruppenspiel des FC Red Bull Salzburg gegen die Millionentruppe Paris Saint Germain zu […]

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