Unnötige Niederlage in Paris

Der FC Salzburg verliert nach gutem Start mit 1:3 in Frankreichs Hauptstadt. Gegen PSG hielt man lange mit, ein Elfmeter brachte die "Bullen" auf die Verliererstraße....
Unnötige Niederlage in Paris
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© GEPA, Felix Roittner

Der FC Salzburg verlor mit 1:3 im „Parc des Princes“. Nach einer starken Anfangsphase der „Bullen“ brachte ein Elfmeter die Franzosen auf die Siegerstraße.

Das Prinzenparkstadion in Paris war mit gut 20.000 Zuschauern gefüllt, als Schiedsrichter Banti um 19:00 Uhr die Partie anpfiff.

Salzburg musste im Vergleich zum Spiel in Kapfenberg massiv umbauen. Unter anderem spielte in der Viererkette nur Schiemer auch am Samstag. Moniz begann mit folgender Elf:

Gustafsson
Hierländer – Schiemer – Sekagya, Svento
Lindgren
Leonardo – Cziommer – Leitgeb – Jantscher
Maierhofer

Und Salzburg begann gut.

Starker Auftakt der „Bullen“

Leonardo hatte bereits in Minute drei die erste Gelegenheit, als er vom rechten Flügel weg zu einem tollen Alleingang ansetzte. Nachdem er insgesamt vier Spieler hat stehen lassen, feuerte er auf das Gehäuse von Goalie Douchez. Der musste sich gehörig nach dem Ball strecken.

In Minute acht prüfte Nene aus kurzer Distanz Eddie Gustafsson, unser Kapitän konnte den scharfen Schuss jedoch in höchster Not abwehren.

Noch in der Anfangsviertelstunde hätte Stefan Maierhofer für die Führung sorgen können, sein Kopfball sprang noch vorm PSG-Torhüter auf, sodass dieser Mühe hatte, ihn richtig abzuwehren. Daher fiel der Ball Leitgeb vor die Beine, aus spitzem Winkel zog er einen Haken dem Torschuss vor – Fehlentscheidung, die Chance war dahin.

Salzburgs Abwehr hatte in der 18. Minute erstmals Riesenglück, als Matuidi Ibrahim Sekagya davonlief. Der Franzose spielte auf Erding, dessen direkt genommener Ball rutschte ihm etwas über den Spann, sodass die Kugel in den Pariser Abendhimmel schoss.

In Minute 23 hatte Cziommer die Führung am Fuß, sein Distanzschuss strich jedoch knapp am langen Eck vorbei. Torhüter Douchez wäre da wohl nicht mehr drangekommen.

Salzburg spielte auf Augenhöhe mit der Millionentruppen von Paris, die vor Saisonbeginn mit Transfers im Wert von über 80 Millionen Euro verstärkt wurde.

PSG-Jubel nach dem 1:0 | © GEPA, Felix Roittner

Elfmeter und ein Traumtor

Fränky Schiemer konnte nach 34 Minuten den flinken Menez im Strafraum nur mehr per Foul stoppen, dem Unparteiischen aus Italien blieb nichts anderes übrig, als auf Penalty für PSG zu entscheiden. Zudem sah Schiemer noch die gelbe Karte. Den Elfmeter verwandelte Nene souverän. Nicht verschweigen wollen wir den schlampigen Einwurf von Stefan Maierhofer am Pariser Strafraum, der zum PSG-Konter und schließlich zum Elfmeterfoul führte.

Eine Minute vor der Pause war es erneut Maierhofer mit einem ungenauen Zuspiel, der den Hausherren das 2:0 ermöglichte. Im Konter kam der Ball zu Erding, der den Ball beinahe von der Grundlinie in den Strafraum flankte. Mathieu Bodmer nahm den Ball aus vollem Lauf direkt und besorgte per Traumtor das 2:0. Damit ging’s in die Pause.

Im zweiten Durchgang wurde PSG, bedingt durch die komfortable Führung, immer stärker, konnte jedoch zunächst keine klaren Torchancen herausspielen.

Erst in der 63. Minute war es Fränky Schiemer, der die Kugel ungenau zu Lindgren spielte und so Paris eine Großchance ermöglichte. Pastore war vorm Schweden am Ball und spielte den Steilpass auf Erding. Dessen ungenauem Abschluss war es zu verdanken, dass die „Bullen“ nicht vorzeitig alle Segel streichen mussten.

Vier Minuten später konnte zunächst Gustafsson nach Fehler von Sekagya noch das KO verhindern. Wenige Sekunden später hatte Jantscher jedoch das nächste „Bullen-Blackout“, passte viel zu kurz auf Sekagya. Menez spritzte dazwischen und besorgte aus vollem Lauf das 3:0.

Wallner kam in der 84. Minute noch zu einer Gelegenheit, aus spitzem Winkel traf er anstelle des PSG-Tores jedoch nur dessen Hüter.

Der Ehrentreffer

In Minute 87 besorgte Sekagya nach Jantscher-Freistoß per Kopfball noch den Ehrentreffer, an der Niederlage konnte dies jedoch nichts mehr ändern.

Im Komplementärspiel der Gruppe F gewann Athletic Bilabo in Bratislava mit 2:1.

In zwei Wochen kommt Slovan in die Red-Bull-Arena. Mit einer offensiv ähnlich engagierten Leistung und einer konzentrierten Defensive sollte dort mehr möglich sein. Schließlich passierten sämtliche Gegentore aus Eigenfehlern.

Zahlen, Daten, Fakten, Stimmen

UEFA Europa League, Gruppe F, 1. Spieltag
Paris Saint-Germain – FC Salzburg  3:1 (2:0)
Parc des Princes, 20.000 Zuschauer; Schiedsrichter: Banti (ITA)

1:0 Nene (35./Elfmeter)
2:0 Bodmer (44.)
3:0 Menez (67.)
3:1 Sekagya (87.) 

Paris Saint-Germain: Douchez – Jallet, Lugano, Camara, Armand – Bodmer (64. Kebano), Matuidi – Menez (85. Ceara), Pastore, Nene – Erding (64. Gameiro)

FC Salzburg: Gustafsson – Hierländer, Schiemer, Sekagya, Svento – Lindgren – Leonardo, Cziommer (46. Ulmer), Leitgeb (66. Alex), Jantscher – Maierhofer (78. Wallner)

Stefan Maierhofer:
„Wir haben guten Fußball geboten. Das 0:1 nehme ich auf meine Kappe, da darf ich den Einwurf nicht machen. Wir haben uns von den drei Toren zwei selbst gemacht. Wir müssen die negativen Sachen abstellen und die positiven Dinge mitnehmen. Wir haben uns gut verkauft, aber es wäre mehr drinnen gewesen. Es war eine gute Vorstellung, aber die Fehler sind ärgerlich. Wir werden aus den Fehlern lernen.“

Ricardo Moniz:
„Es war ein gutes Spiel. In der ersten halben Stunde haben wir uns gezeigt, da haben wir ordentlichen Fußball geboten. Es tut sehr weh, weil wir gut angefangen haben. Wir haben uns durch individuelle Fehler nicht belohnt. Aber man muss auch die positiven Anschlusspunkte sehen. Der Einwurf (von Stefan Maierhofer) war ein Mangel an Disziplin, da müssen wir mehr Ruhe bewahren. Der Elfmeter war der Wendepunkt. Danach haben wir uns fallen gelassen, das darf auch nicht passieren. Leider haben wir null Punkte, aber es ist noch nicht vorbei.“

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FC Red Bull Salzburg
Christoph Lumetzberger

Christoph Lumetzberger ist Red Bull Salzburg Fan durch und durch. Tolle Spiele, schöne Tore und emotionale Momente mit seinem Lieblingsteam ziehen ihn immer wieder ins schönste Stadion Österreichs, die Red Bull Arena. Über diese Website: "SALZBURG12.at ist ein tolles Projekt hinter dem ich zu 100% stehe!"
Ein Kommentar
  • Von Paris zu Wiener Neustadt › SALZBURG12.at
    12 Dezember 2012 at 12:35
    Leave a Reply

    […] Europa League Auftakt ist ja nicht gerade positiv für den FC Red Bull Salzburg verlaufen. Doch jetzt liegt das volle […]

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