Neuer Trainer, neues Glück

Einheimische Talente bei Salzburg, was der Unterschied zwischen Moniz und seinen Vorgängern ist und warum sich die Transferzeiten im Gegensatz zu früheren nicht ähneln....
(c) GEPA
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Einheimische Kicker und Red Bull Salzburg: ein Leidthema seit vielen Jahren, genau genommen seit dem Einstieg von Red Bull und auch schon kurz vor Ende der Austria-Ära. Wurden die Neuverpflichtungen damals unter violetter Fahne noch Spielernotkäufe genannt und ohne Scouting verpflichtet, spricht man heute unter den von Red Bull verleihten Flügeln von Stars. Man sieht also, Transferzeiten mit mehr als 10 neue Kicker sind keine Ausnahme für den leidgeprüften Salzburg-Fan, doch die Erwartungen sind in der neuen Ära natürlich zu Recht auch gestiegen. Holte man anfangs der Red Bull Ära noch richtige Typen wie Linke, Kovac oder Zickler, die definitiv einen Namen haben, wohlwissend auch schon damals einem älterem Semester angehörten aber auch Leistung brachten, lotste man in jüngster Vergangenheit vorwiegend Mittelmaß-Kicker an die Salzach. Aber natürlich ist es auch als Budget-Krösus in einer Fussball-Provinz wie Österreich nicht leicht richtige Stars zu verpflichten.

Ricardo Moniz ist fit, aber leider nicht spielberechtigt

Hieß es unter Kurt Jara in Red Bull’s Debüt-Saison noch unter vorwiegend Rot-Weiß-Roter Brille die erste Elf aufzustellen, in welcher Spieler wie Winklhofer, Mayrleb, Kirchler, Pichorner, Pöllhuber, Mair usw. zum Stammpersonal zählten, wurden in den Ären von Trapattoni & Adriaanse vorwiegend nur große Sprüche über die tolle einheimische Jugend in Salzburg und deren Chancen in der Startelf geklopft. Meistens sah es dann aber so aus: Bei Trapattoni wurde teilweise nicht einmal ein einziger Österreicher auf dem Feld gesichtet. Unter Adriaanse, der selbst erklärte es müsse seine Aufgabe sein, so viele Österreicher wie möglich aufzustellen, stand meistens nur Janko als Solospitze im System fest. Kein Wunder, auf ihn war ja auch das System ausgelegt, nicht umsonst erzielte er 39 Tore. Leitgeb, Gercaliu & Aufhauser bekamen auch viele Einsätze, für andere gab es jedoch nur kleine Chancen ein paar Minuten auf dem Feld zu ergattern. Kaum verwunderlich, wie soll man auch Österreicher aufstellen wenn man nur 6 davon im Kader hat? Unter Ricardo Moniz sieht es mittlerweile besser aus, ein junger Trainer der selbst vor kurzem noch in der Rolle als Nachwuchskoordinator die Zügel in der Hand hatte. Er steht für den Umschwung bei Salzburg, das Durchschnittsalter ist so niedrig wie nie zuvor, mehr Juniors denn je im Kader der ersten Mannschaft, die Spieler scheinen auch sehr gut mit dem Niederländer auszukommen und auch in der Öffentlichkeit präsentiert er sich professionell und kooperativ, das war bei Salzburgs Trainern nicht immer so.

Die heurige Transferphase ist durchwegs als positiv und auch glücklich zu bezeichnen, den hauseigenen Talenten wird dies jedoch weniger gefallen. Leonardo wurde als Bad Boy (auch teilweise wegen seiner Vergangenheit zu Recht) angekündigt, hat aber unglaubliche Fortschritte für das Angriffsspiel der Salzburger gebracht. Maierhofer wurde genau zum richtigen Zeitpunkt geholt, denn danach verletzte sich Alan und fällt nun 6 Monate aus. Auch wenn die Beiden nicht zu vergleichen sind kann man dies als Glücksfall bezeichnen. Pasanen hat definitiv die Stabilität der Defensive zurückgebracht, solch einen Spieler hätten wir gestern im Prinzenparkstadion gut gebrauchen können, da er nicht der Schnellste ist hätte er jedoch auch manchmal das Nachsehen gegen Pastore, Menez & Co. gehabt. Lindgren hat bis jetzt noch nicht überzeugt. Die beiden Brasilianer Jefferson und Alex sowie Chema Anton sind eine gute und vor allem günstige Ergänzung die man in Zeiten der Lazarettüberfüllung gut gebrauchen kann. Top: Es wurde nur für Maierhofer Ablöse bezahlt. Ein weiterer Pluspunkt für Moniz: gestern standen 5 Österreicher in der Startformation. Für mich ist das definitiv ein Schritt vorwärts.

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FC Red Bull Salzburg
Alex Januschewsky

Alex Januschewsky wurde 1968 in Salzburg geboren und ist seit Mitte der 1970er Jahre Fan des Salzburger Spitzenfußballs - mit Leib, Herz und Seele. Er war Mitglied von heute nicht mehr existenten SV Austria Salzburg Fangruppierungen, ging aber den Weg der Fan-Neugründung im Jahr 2005 nicht mit. Seit 2010 ist er Herausgeber von SALZBURG12.at und zuständig für Neuigkeiten, Vorberichte sowie die Liveberichterstattung von den Spielen. Ebenso ist er Mitglied von Sports Media Austria, der Vereinigung österreichischer Sportjournalisten.
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