Juniors mit Arbeitssieg

Die Red Bull Juniors kamen in letzter Sekunde zu einem 3:2 Sieg gegen den TSV St. Johann....
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Am wahrscheinlich letzten sommerlichen Tag des Jahres setzten die Red Bull Juniors gegen den TSV St. Johann nochmal alles daran, in der Tabelle weiter nach oben zu klettern und Selbstvertrauen für das Cup-Spiel am Mittwoch gegen den SV Mattersburg zu tanken. Dass dies nicht leicht werde, wussten wohl alle, nachdem die Tiroler Ende August die Salzburger Austria mit 6:3 vom Platz fegten. Mit einer einzigen Veränderung zum 6:0 Sieg gegen Hall gingen die Juniors in die Partie. Handle spielte diesmal für Krenn.

Heimann
Sari — Völkl — Hölzl — Staudecker
Pamminger — Offenbacher
Handle — Savic — Adjei
Katnik

Die Partie begann gleich sehr flott. In der 6. Minute hatte St. Johann die erste gute Möglichkeit. Nach einer Ecke klärte Katnik mit dem Kopf genau vor die Füße eines Tirolers, der einen flachen Schuss ins rechte Eck absetzte, aber Heimann, dem die Sicht etwas verdeckt war, konnte den Ball gerade noch zur nächsten Ecke klären.

In Minute 12 die nächste Chance für die Gäste. Stürmer Kronreif kam gefährlich vor den Strafraum, zog aber zu hektisch ab. Heimann fing den Ball sicher und leitete den Konter zum frühen 1:0 der Juniors ein. Handle legte sich den Ball zuerst zu weit vor, rutschte in den Ball rein, sodass er perfekt bei Adjei landete und dieser ließ dem Torwart keine Chance.

5 Minuten später Elferalarm im Strafraum von St. Johann. Adjei wollte mit Savic einen Doppelpass spielen, aber bevor Adjei zum Ball kam, wurde er von einem Verteidiger zu Fall gebracht. Hätte man durchaus auf Elfmeter entscheiden können.

Aber diese Aktion war ziemlich schnell vergessen. Noch in derselben Spielminute spielte Handle einen hohen Pass auf den sehr auffälligen Adjei, der den Ball gekonnt ins lange Eck schob. – 2:0. Adjei’s zweites Tor und Handle’s zweiter Assist!

Adjei mit einer sehr starken Leistung | © salzburg12.at

Danach wurde das Spiel immer rüppiger. St. Johann unterband die Aktionen mit Fouls, die der Schiedsrichter zum Teil komplett übersah, beziehungsweise nicht korrekt ahndete. Kein Wunder, dass am Ende insgesamt 7 gelbe Karten vergeben wurden. Somit spielte sich das Spiel nur noch in der Mitte ab ohne sehenswerte Aktionen.

Offenbacher wurde oft gefoult | © salzburg12.at

Doch gerade, als die Luft raus war lieferte der Trainer des TSV St. Johann ein Kabarett vom feinsten. Erst machte er den Stadionsprecher blöd an „Kein Wunder, dass sie dich hier genommen haben!“,  dann drohte er seinen Spielern „Moch kan Schaß“ und zu guter Letzt schrie er seinen Torwart an „Konnst du ned g’scheit ausschiaßen?“  Wenigstens außerhalb des Platzes wurde zu der Zeit den knapp 200 Zusehern etwas Unterhaltung geboten.

Erst in der 39. Minute die nächste Möglichkeit. – Und was für eine! Pamminger sah den hereinlaufenden Handle, der sich den Ball wunderschön mit der Brust stoppte, aber von der Abwehr gestört wurde und somit mit dem Rücken zum Tor den Ball nur noch neben das Tor setzte.

Im Gegenzug gelang den Tirolern der Anschlusstreffer zum 2:1. Ein langer Pass vor den Sechzener brachte die Abwehr der Jungbullen durcheinander, das dem Stürmer des TSV St. Johann die Möglichkeit bot, allein auf das Tor zu schießen. Der Abschluss war dann nur noch Formsache.

Eine Minute vor der Pause nochmal die Gäste. Nach einem Freistoß kam ein Tiroler zum Kopfball und knallte den Ball an die Latte. Das Tor hätte aber wegen Stürmerfoul ohnehin nicht gezählt.

Nach dem 2:1 kamen die roten Bullen immer mehr unter Druck, daher kam der Halbzeitpfiff genau zum richtigen Zeitpunkt. Die Mannschaften entflohen der stechenden Sonne beim Spielstand von 2:1 in die Kabinen.

Nach der Halbzeit fast genau dasselbe Spiel wie zwischen dem 2:0 und dem 2:1. Keine Torraumszenen, nur Mittelfeldgeplänkel. St. Johann biss zwar und wollte unbedingt den Ausgleich, aber mehr als üble Fouls, wie zum Beispiel an Völkl, dem mit gestrecktem Bein reingesprungen wurde, hatten sie nicht viel zu bieten. Das Brutalofoul war dem Schiedsrichter übrigens keine gelbe Karte wert. Schon in der ersten Hälfte gab es ein rotwürdiges Foul, das nur mit gelb geahndet wurde. Ein Spieler des TSV St. Johann sprang Heimann in die Brust, ähnlich wie beim WM-Finale 2010 als De Jong Xabi Alonso reinsprang.

SOCCER RBJ

Heimann musste eine Kung-Fu Attacke einstecken | © salzburg12.at

In Minute 72 dann wieder ein sportliches Highlight. Ein Stürmer der Gäste lief allein auf Heimann zu, aber der Schuss ging direkt auf Heimann, der wohl zu überrascht war, dass der Schuss so schlecht ausfiel und den Ball nur noch abklatschen ließ.

10 Minuten vor Schluss noch eine riesen Chance für die Juniors. Adjei feuerte nach Pamminger Vorlage aber den Schuss zu zentral ab, sodass der Torwart parieren konnte.

Als alle schon mit einem 2:1 Sieg der Juniors rechneten hatten es die letzten Minuten nochmal richtig in sich. In Minute 89 köpfelte St. Johann Stürmer, Barnjak, zum 2:2 ein und ließ sich von seinen Mitspielern bejubeln. Und 2 Minuten später startete Savic einen entscheidenden Alleingang. In Weltklasse Manier ging er an 5 Spielern vorbei und der sechste konnte ihn im Strafraum nur noch mit nicht erlaubten Mitteln stoppen – Elfmeter. Offenbacher legte sich den Ball zurecht und hämmerte den Ball ins rechte Eck. – Endstand 3:2

Letztendlich kamen die Juniors zu einem nicht unverdienten Sieg. Nächste Woche fragt keiner mehr, wie das Spiel war. Am Ende zählen nur die Punkte. Momentan fehlen noch 9 Punkte auf den 1. Platz, aber wenn sie so weiterspielen, dann ist alles möglich!

Das nächste Spiel ist am Mittwoch um 19:00 Uhr in der 2. Runde des ÖFB-Cups gegen den SV Mattersburg. 

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Maxi Paluch

Ist trotz seines noch jungen Alters schon lange ein Salzburg-Fan. Schon vor der Ära Red Bull zog es ihn immer wieder ins Stadion. Anfang 2010 entdeckte Maxi seine Leidenschaft für die Juniors und informierte die salzburg12.at-Leser stets über die Neuigkeiten rund um den Nachwuchs. Im Sommer 2012 wechselte er in das RB-Community Team, dem er bis 2015 angehörte. Nun ist er Gastautor.
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