Juniors biegen „Holzfäller“ im Cup

Den Juniors gelang in der 2. Rundes des ÖFB-Cups gegen Bundesligisten SV Mattersburg der Aufstieg in die nächste Runde....
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Nachdem die Profis in der 2. Runde des ÖFB Samsung Cups gegen den SAK Klagenfurt  vorgelegt haben, wollten es die Red Bull Juniors nachmachen und gegen den Bundesligisten SV Mattersburg die Sensation schaffen, in die nächste Runde zu kommen. Eine durchaus prominente Kulisse mit Jefferson, Maierhofer, Marko Vujic (Austria Salzburg) und vielen mehr schauten den jungen Wilden genau auf die Füße. Die Salzburger gingen mit folgender Formation in eins der wichtigsten Spiele des Jahres:

Heimann
Sari – Ramalho – Völkl – Staudecker
Pamminger – Offenbacher
Handle – Savic – Adjei
Alleoni

Adjei traf zum 1:0

Adjei traf zum 1:0

Die Juniors zeigten von Beginn an keinen Respekt und suchten bei Balleroberung den direkten Weg in den Strafraum vom SV Mattersburg. Die Gäste dagegen spielten sehr ruhig und hielten den Ball lange in ihrer Hälfte. Das diese destruktive Spielweise keine Tore einbringt, sondern eher Gegentore mussten die Burgenländer in Minute 22 erfahren. Ein Konter über Alleoni, der direkt zu Savic weiterspielte, brachte die Abwehr komplett durcheinander, sodass die Juniors zum 1:0 einnetzten. Savic überlief seinen Gegenspieler, steuerte allein aufs Tor zu, hatte aber das Auge für Adjei, der zum 1:0 einnetzte. Riesen Jubel in der Red Bull Arena.

Schon circa 10 Minuten davor kamen die Juniors gefährlich in den gegnerischen Strafraum, aber die Aktion konnte Torwart Borenitsch entschärfen. Die Mattersburger änderten aber wenig bis gar nichts an ihrer Spielweise. Die Juniors gaben weiterhin den Ton an. Nach einer halben Stunde eroberte sich Sari den Ball an der Mittellinie, spielte ab und wurde direkt wieder angespielt, hatte nur noch einen Verteidiger vor sich, spielte zu Alleoni – Dieser verzog aber knapp über das Kreuzeck.

2 Minuten später eine äußerst strittige Situation. Ein Mattersburger wurde an der Toroutlinie im Strafraum von Adjei zu Fall gebracht, aber die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm.

Nach 36. Minuten ein kleines Lebenszeichen der Mattersburger. Ein Verzweiflungsschuss ging aus 40 Metern in den Abendhimmel. Zu diesem Zeitpunkt musste man auch als Mattersburg-Anhänger zugeben, dass man eher die Juniors als Profimannschaft einstufen müsste und nicht die Burgenländer. Mehr als hohe Bälle ins nichts, Querpässe im eigenen Strafraum hatten sie eigentlich nicht viel zu bieten.

Apropos Querpässe. In der 40. Minute fing Alleoni einen Querpass ab, lief aufs Tor zu, aber verlor den Ball. Oft wurde Alleoni gut in Szene gesetzt, aber genauso oft, verlor er leider auch den Ball.

Wenige Minuten vor der Pause dann eine wirklich gute Chance für den SV Mattersburg. Ein Schuss von der Strafraumgrenze wurde leicht abgefälscht und ist somit nur wenige Zentimeter neben das Tor vorbeigegangen. Die folgende Ecke ging perfekt auf den Kopf eines Grün-Weißen, der Ball ging aber doch recht deutlich vorbei.

Somit ging es hochverdient mit 1:0 in die Kabinen.

Nach der Pause wurde der SV Mattersburg etwas stärker. Doch das einzige Mittel waren hohe Flanken in den Strafraum. Kein Wunder, Anfang des Jahres hat eine Statistik ergeben, dass sie mit einer Durchschnittsgröße von 1,86m die größte Mannschaft Europas sind.

In Minute 52. zog ein Mattersburger vom 5-Meterraumeck ab, aber Heimann  parierte gänzend.
Einige Sekunden später wieder Alleoni. Mit einer Körpertäuschung ging er an einem Verteidiger vorbei, lief allein auf den Torwart zu, aber aus vollem Lauf ging der Schuss leider daneben.

Die Partie nahm nun richtig Fahrt auf! Nach einer Stunde gerieten Spuller und Offenbacher aneinander. Spuller schubste Offenbacher und sah dafür „nur“ die gelbe Karte.
Der Schiedsrichter war etwas überfordert mit dieser Partie. Die Burgenländer wurden ihrem Namen „Holzfäller“ bzw. „Holzhacker“ gerecht und foulten nun im Minutentackt. Das war kein Fußball mehr!

Die Juniors versuchten, aber soweit es geht, den Grätschen zu entkommen und kamen in der 62. Minute zu einer weiteren Großchance durch Alleoni. Nach einem schönen Kombinationsspiel von Savic und Offenbacher lief Alleoni – wie schon des Öfteren – auf den Torwart zu, aber verdribbelte sich.

Im Gegenzug gelang den Mattersburgern der Ausgleich. Wie solls auch anders sein, nach einer Flanke köpfelte Bürger gegen die Laufrichtung von Heimann zum 1:1 ein.
Danach wurden sie immer stärker. In Minute 70 knallte ein Mattersburger den Ball aus spitzem Winkel an die Latte.

Der letzte Höhepunkt der regulären Spielzeit war dann die Gelb-Rote Karte für den SV Mattersburg durch Röcher. Ein Wunder, dass dies erst in der 86. Minute geschehen ist!

Es hieß also: Verlängerung!

Diese bestimmen jetzt wieder klar die Juniors. In der 96 Minute kämpfte sich Alleoni auf links durch, flankte in die Mitte zu Pamminger, der verzog aber per Volley ziemlich deutlich.
Viel mehr interessante Szenen folgten nicht. Außer der längst fällige nächste Platzverweis für Mattersburg. Der in der 76. Minute eingewechselte Pöllhuber sah in der 105. Minute die Gelb-Rote Karte. Es war nicht zu fassen, dass sich ein Bundesligist gegen eine Amateurmannschaft nicht anders zu helfen wusste, als mit Fouls.

Nach 120 Minuten stand es immer noch 1:1, also was Elfmeterschießen angesagt.

Heimann bewährte sich im Tor

Heimann bewährte sich im Tor

Nachdem Uygur, Öttl, Ramalho und Völkl alle getroffen haben und gerade Ex-Bulle Illsanker an Heimann scheiterte musste nur noch Offenbacher treffen, dann wären die Juniors weiter. Aber der Ball ging an die Latte. Somit hieß es weiterzittern. Als Alleoni aber auf 6:5 stellte und auch Maljic an Heimann scheiterte, waren die Jungbullen entgültig durch.

Die Fans kamen also absolut auf ihre Kosten und konnten auch noch mit der ersten Mannschaft feiern, die sich die letzten Minuten des Spiels nicht entgehen ließen, nachdem sie aus Klagenfurt zurückgekehrt sind.
Die Juniors haben also hochverdient den Aufstieg in die 3. Runde des ÖFB-Cups geschafft und dürfen somit auf einen nächsten attraktiven Gegner hoffen. Vielleicht kommen beim nächsten Spiel mehr Zuschauer!

 Bilder (c) GEPA Pictures

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Maxi Paluch

Ist trotz seines noch jungen Alters schon lange ein Salzburg-Fan. Schon vor der Ära Red Bull zog es ihn immer wieder ins Stadion. Anfang 2010 entdeckte Maxi seine Leidenschaft für die Juniors und informierte die salzburg12.at-Leser stets über die Neuigkeiten rund um den Nachwuchs. Im Sommer 2012 wechselte er in das RB-Community Team, dem er bis 2015 angehörte. Nun ist er Gastautor.
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