€ 22,03 – doch wofür?

€ 22,03 kostet es jeden "braven" Österreicher, der sein Fernseh- und Radiogerät angemeldet hat. Doch wofür?...
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€ 22,03. Soviel kostet es (im österreichweiten Durchschnitt) jeden „braven“ Österreicher, der sein Fernseh-  und Radiogerät angemeldet hat und damit auch das Recht erwirbt, den ORF (TV und Radio) zu empfangen. Von diesen € 22,03 verbleiben dem ORF nach Abzug von Umsatzsteuer, Einhebungs- und Verfahrensverwaltungsvergütung netto € 14,50 Euro*. Damit Eigenproduktionen, Sendeanlagen, Landesstudios, technische Ausstattungen, Lizenzen und vieles mehr finanziert.

Eine dieser „Lizenzen“ hat sich der ORF gespart – nämlich die für die UEFA Europa League. Aktuell davon betroffen, sind die Fans von Sturm Graz, Austria Wien und Red Bull Salzburg. Die „Ausweichroute“ für die vielen Fußballbegeisterten führt nur über den in mäßiger Qualität übertragenden Sender Puls 4. Hier kommen aber nur die Fans des aktuellen Meisters Sturm in den vollen Genuß des Spiels. Das Austria- und Salzburg-Spiel gibt’s dann anschließend nur als Zusammenfassung.

Oder man leistet sich ein zwar qualitativ besseres Programm via dem Bezahlsender SKY. Dafür greift man aber dann eben nochmal in die Tasche.

Missglückte Eigenproduktionen, mäßiges Programmangebot und leider auch unfähige Sportkommentatoren (die beispielsweise bei Nationalteam-Spielen des öfteren auch die Namen der eigenen Spieler durcheinander bringen) – DAS ist der ORF, für den nahezu jeder Österreicher Geld ausgibt. Und sich nicht einmal wirklich dagegen wehren kann. Auch das Internet-Angebot des „Staats-Funks“ verhält sich größtenteils entweder parteiisch oder zeigt sich oftmals schlecht informiert. 

sport.orf.at am 12.9.2011 (12.50 Uhr). Die Salzburger gewannen doch 1:3 oder? Im Bericht stimmt das Ergebnis.

 

Einzig der Rundfunk bietet erträgliches Programm, wenn gleich andere – kostenlose – Sender, dem Angebot um nichts nachstehen.

Doch beim Angebot der „anderen“ Fernseh- und Radiosender ist keine Gebühr fällig (SKY jetzt mal ausgenommen). Nebenbei reagiert die GIS (Gebühren Info Service), also der Gebühreneintreiber des ORF, des Staates und der Länder, nicht immer grade kundenfreundlich. Und beliebt ja sowieso nicht. Im Juli 2011 wurden deren Webseite Ziel eines Hackerangriffs.

Kritik gegen den ORF ist nichts Neues. Und bei Fußballübertragungen sowieso. Nahezu nach jedem Spiel – egal welcher Mannschaft – wird Kritik der Zuseher über die dramatisch schlechte Qualität der Sportmoderatoren laut. Der nächste „Knaller“ für die Fußballfreunde findet dann ab dem kommendem Jahr statt. Die Champions League wird ab der kommenden Saison auch nicht mehr in unserem „Pflicht-Fernsehen“ zu finden sein und „wandert“ dann ebenfalls zu Puls 4/Sat.1.

Was „uns“ Österreichern bleibt, sind dann wieder veraltete Serien, unanschaubare Eigenproduktionen, wenig kompetente Moderatoren, schlecht aufgelöste Bundesländernachrichten (eben nicht in HD) UND € 22,03 Zwangsgebühren pro Monat… Österreich du Insel der Seeligen (Fernsehmacher)…

Kleines Update: Richtigerweise – Danke für den Hinweis an unseren Twitterfollower @floxyz_ – muss man erwähnen, dass man ab 2012 im ORF dann wieder Europa League schauen „darf“. Die Moderatoren werden sich wohl nicht ändern… 

* Quelle: GIS 

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Die 3. Halbzeit
Alex Januschewsky

Alex Januschewsky wurde 1968 in Salzburg geboren und ist seit Mitte der 1970er Jahre Fan des Salzburger Spitzenfußballs - mit Leib, Herz und Seele. Er war Mitglied von heute nicht mehr existenten SV Austria Salzburg Fangruppierungen, ging aber den Weg der Fan-Neugründung im Jahr 2005 nicht mit. Seit 2010 ist er Herausgeber von SALZBURG12.at und zuständig für Neuigkeiten, Vorberichte sowie die Liveberichterstattung von den Spielen. Ebenso ist er Mitglied von Sports Media Austria, der Vereinigung österreichischer Sportjournalisten.
Ein Kommentar
  • Christoph Lumetzberg
    12 September 2011 at 22:51
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    ich frag mich auch, auf was sich das Sternchen im Bild genau bezieht? 🙂

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