Munteres Spiel, verdienter Sieger.

Auch im 9. Auswärtsspiel in Folge entführt Red Bull Salzburg volle 3 Punkte aus der Fremde - der große Titelfavorit steht damit nach vier gespielten Runden unangefochten an der...
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Auch im 9. Auswärtsspiel in Folge entführt Red Bull Salzburg volle 3 Punkte aus der Fremde – der große Titelfavorit steht damit nach vier gespielten Runden unangefochten an der Tabellenspitze, bereits drei Zähler vor dem ersten Verfolger, der Wiener Austria.

Die Salzburger feiern den 9. Auswärtssieg in Folge / (c) GEPA

Die Salzburger feiern den 9. Auswärtssieg in Folge / (c) GEPA

In einer recht ansehnlichen Bundesligapartie in der Keine Sorgen-Arena kristallisierten die Roten Bullen sich relativ früh als Sieger heraus, offenbarten jedoch auch einige Schwächen, die die Rieder mit etwas mehr Kreativität und Zielstrebigkeit durchaus besser hätten ausnutzen können.

Eine Analyse.

Mangels Innenverteidiger (Sekagya gesperrt, Pasanen, Douglas und Schiemer allesamt verletzt, Anm.) sah sich Salzburg-Trainer Ricardo Moniz gezwungen, den gelernten 6er Lindgren neben Hinteregger in der Viererkette einzusetzen.

Martin Hinteregger spielt eine wichtige Rolle in der IV / (c) GEPA

Martin Hinteregger spielt eine wichtige Rolle in der IV / (c) GEPA

Nun fehlten ihm wiederum im Mittelfeld die Optionen, woraufhin er sich kurzerhand für ein 4-4-2 statt dem bisher gebräuchlichen 4-3-3 entschied. Eigentlich ein nicht unmittelbar zielführender Systemwechsel, da 3er-Ketten, wie Ried sie unter Paul Gludovatz spielt, gegen Teams mit nur einem Stürmer in der Regel mehr Probleme haben als gegen welche mit zwei Angreifern.

Dennoch, offensiv klappte bei Salzburg in Halzbeit Eins so ziemlich alles, die Rieder hatten sichtlich Mühe mit Wallner und Alan ganz vorne drin und dazu noch Leonardo, der immer wieder nach innen zog und dort den tödlichen Pass hinter bzw. über die Abwehr suchte.

So gut man vorne war, so anfällig leider auch in der Defensive: Vor allem bei schnellen Gegenstößen der Rieder vermisste man schmerzlich die Anwesenheit eines Abräumers unmittelbar vor der Viererkette, glücklicherweise wussten die Rieder mit ihren Gegenstößen jedoch meist sehr wenig anzufangen.

So kam es, dass stattdessen die Salzburger mit einem Doppelschlag früh alles klar machten: Svento erobert im Mittelfeld den Ball, spielt Leonardo den Ball zu, der behauptet sich gegen zwei Gegenspieler und zieht mit dem schwächeren Linken ab – 1:0 (7.). Unmittelbar danach unterläuft dem eigentlich besten Torhüter der Liga, Thomas Gebauer, ein katastrophaler Fehler der sogleich im 2:0 für die Bullen mündet.

Alan und Leonardo feiern ihre Tore / (c) GEPA

Alan und Leonardo feiern ihre Tore / (c) GEPA

Ried steckte allerdings nicht auf, wurde weiterhin sporadisch gefährlich und erzielte durch Mader nach leichtem Tormannfehler von Gustafsson sogar den Anschlusstreffer. Nun hatten die Hausherren eindeutig mehr vom Spiel, doch gerade in ihrer dominantesten Phase stellte Alan mit einer Einzelaktion den 2-Tore-Abstand wieder her. Die verbliebenen 60 Minuten gestalteten sich sehr offen, mit etlichen Halbchancen auf beiden Seiten und der Gelb/Roten Karte von Alan als Negativ-Höhepunkt: Der Brasilianer wird vom sichtlich frustrierten Hadzic im Zweikampf regelrecht getreten, rastet daraufhin aus und tritt seinerseits zu – Platzverweis. Trotz Unterzahl brachte Salzburg das 3:1 ohne gröbere Probleme über die Runden, unter anderem weil Moniz zur Halbzeit eine sehr sinnvolle Umstellung vornahm: Svento ging in die Mitte, Alan (und später Teigl) übernahm seine Position auf dem linken Flügel und aus 4-4-2 wurde dadurch 4-3-3 – bzw. 4-3-2 nach dem Ausschluss. Die Viererkette war so deutlich besser beschützt und Ried musste in seinen Offensivbemühungen überwiegend auf den Flügel ausweichen.

Fazit

Eine starke Partie der Roten Bullen gegen einen durchschnittlichen Gegner, die letztlich verdientermaßen gewonnen wurde. Die Tabellensituation sieht somit nach 4 Runden mehr als rosig aus, gerade in der Defensive hat Moniz jedoch noch vielerlei zu verbessern.

 

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Mit diesem 1:3 Sieg hat der FC Red Bull Salzburg die Spitze der Tabelle der österreichischen Bundesliga übernommen. 

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Dominik Seitlhuber

19-jähriger Taktikfanatiker aus Niederösterreich. :)
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