Der Herbst ist gerettet!

Red Bull Salzburg steht nach 1:0-Heimsieg gegen Omonia Nikosia in der Europa-League-Gruppenphase. Der Held des Spiels: Martin Hinteregger....
Der Herbst ist gerettet!
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© GEPA, Hans Simonlehner

Es war der jüngste Spieler auf dem Feld, der für die Entscheidung im Europa-League-Playoff sorgte. Martin Hinteregger, 18-jähriger Abwehrspieler von Red Bull Salzburg, gebürtiger Kärntner und seit heute der umjubelte Held der „Bullen“. Sein Schuss aus knapp 20 Metern stellte Omonia-Torhüter Georgallides vor Probleme, er konnte den Schuss nicht mehr entscheidend abwehren. Salzburg in der Gruppenphase!

Salzburg spielte im titulierten „Spiel des Jahres“, welches nach der Hinspiel-Niederlage zwingend gewonnen werden musste, mit folgender Aufstellung:

Gustafsson
Schiemer – Pasanen – Hinteregger – Jefferson
Leitgeb – Lindgren – Cziommer
Leonardo – Alan – Svento

Jefferson konnte Ricardo Moniz im Spiel gegen Sturm am vergangenen Sonntag wohl überzeugen, darum spielte der von Red Bull Brasil geholte Verteidiger von Beginn an.

Nervöser Beginn

Gleich in der ersten Minute hatte Christofi die Chance auf das 1:0 für die Zyprioten, den Ball schoss er knapp am linken Eck vorbei. Dies war für lange Zeit die einzige gefährliche Torchance von Omonia. Den Salzburgern merkte man in der Anfangsphase jedoch deutlich die Wichtigkeit des Spiels an, die sich vor allem in Nervosität beim Passspiel bemerkbar machte.

Die erste Torchance für Salzburg hatte Christoph Leitgeb, dessen Schuss von der Strafraumgrenze verfehlte jedoch sein Ziel knapp. Ebenso wie der Versuch von Simon Cziommer nach tollem Leonardo-Zuspiel kurz danach.

Leonardo war heute sehr agil, sorgte oftmals für Gefahr über die rechte Seite. Außerdem brachte er den Linksverteidiger von Omonia, Avraam, regelmäßig zur Weißglut. Der Brasilianer lief ihm ein ums andere mal davon, konnte nur durch Fouls gestoppt werden. Nach einer besonders rüden Attacke sah der Verteidiger Gelb.

Elferalarm

Nach einer halben Stunde wird Alan an der Strafraumgrenze gefoult, Bouzon stieg ihm auf den Fuß. Statt des fälligen Elfmeters gab es die gelbe Karte wegen angeblicher Schwalbe von Alan – glatte Fehlentscheidung!

Mit dem 0:0 ging es in die Pause. Salzburg hätte die Führung zwar verdient, die Ballbesitz- und Torschussstatistik sprachen ein deutliches Wort für die „Bullen“, jedoch konnte man aus dieser Überlegenheit noch kein Kapital schlagen. Noch.

Endlich Zeit zum Jubeln

© GEPA, Felix Roittner

Denn kurz nach Wiederanpfiff war es soweit. Martin Hinteregger nahm sich in der 51. Minute ein Herz, durfte mit dem Ball einen 30-Meter-Sololauf hinlegen, ehe er aus knapp 20 Metern abzog und zum vielumjubelten 1:0 einschoss. Dass der Ball durchaus haltbar war störte in der Red-Bull-Arena lediglich den mitgereisten Omonia-Anhang.

Nach dem Führungstreffer für die „Bullen“ musste Omonia mehr fürs Spiel tun.

Hektische Schlussphase

Das Spiel wurde hektischer, zuerst sah Petri Pasanen für Kritik die gelbe Karte (59.), ehe ihm diese Verwarnung in der 71. Minute zum Verhängnis wurde. Der bis dahin souveräne Abwehrchef ließ sich vom ebenfalls bereits verwarnten Avraam provozieren und lieferte sich ein Wortgefecht. Der Verteidiger von Nikosia attackierte Pasanen mit herausgefahrener Brust, unser „Achter“ ließ sich etwas theatralisch zu Boden fallen. Schiri Mazeika zeigte beiden die Gelb-Rote Karte.

Moniz brachte Teigl für Alan, der heute immer wieder im dicht stehenden Abwehrriegel der Zyprioten hängen blieb.

Teigl war es auch, der zweimal das 2:0 auf dem Fuß hatte. In der 75. Minute verfehlte er einen Pass von Leitgeb knapp, zwei Minuten später flankte Dusan Svento den Ball gefährlich in die Mitte, Teigl’s Schuss wurde jedoch zur Ecke abgeblockt.

Die Nervosität war in der Red-Bull-Arena zu spüren. Das 1:0 würde zwar zum Aufstieg reichen, sollte Omonia jedoch der Lucky-Punch kurz vor Schluss noch gelingen, wären die Zyprioten in der Gruppenphase.

Moniz brachte kurz vor Spielende noch Sekagya für Svento und Hierländer für Leonardo.

Hierländer hatte auch die letzte Gelegenheit des Spiels, die weit aufgerückte Nikosia-Mannschaft ermöglichten den Konter, der junge Österreicher blieb jedoch am Verteidiger hängen.

Omonia konnte keine gefährlichen Akzente mehr setzen, musste der Abwehrschlacht von Hälfte eins und der gut stehenden „Bullen“-Verteidigung Tribut zollen.

Somit blieb es beim 1:0-Heimsieg, Salzburg steht nach 2009 und 2010 zum dritten Mal in Folge in der Gruppenphase der UEFA Europa League. Gratulation!

Einziger Wermutstropfen der Partie blieb die Gelb-Rote Karte von Petri Pasanen. Während eventuelle Gelb-Sperren nach den Play-Offs von der UEFA gestrichen werden, nimmt man eine Rot-Sperre in die Gruppenphase mit.

Zahlen, Daten, Fakten, Stimmen

UEFA Europa League, Playoff Rückspiel
FC Red Bull Salzburg – Omonia Nikosia  1:0 (0:0)
Red Bull Arena, 9.100 Zuschauer; Schiedsrichter: Mazeika (Litauen)

1:0 Hinteregger (51.)

FC Red Bull Salzburg nach dem 1:2 im Hinspiel mit 2:2 in der Gruppenphase (Auswärtstorregel)

FC Red Bull Salzburg: Gustafsson – Schiemer, Pasanen, Hinteregger, Jefferson – Leitgeb, Lindgren, Cziommer – Leonardo (90. Hierländer), Alan (69. Teigl), Svento (87. Sekagya)

Omonia Nikosia: Georgallides – Spungin, Karipidis, Bouzon, AvraamKaseke, Leandro (79. Makrides) – Christofi, Salatic (86. Rengifo), Da Silva (68. Margaca) – Freddy

Ricardo Moniz:
„In den letzten zehn Minuten wird man ein Jahr älter. Man weiß nie, was passiert. Es gibt nie negativen Druck, man muss nur den Willen haben. Wir haben noch Probleme damit, zu Hause das Spiel zu diktieren. Es fehlen noch einige Automatismen. Wir haben nicht genug verlagert, dadurch hat sich der Gegner gut organisieren können. Wir wollen die jungen Spieler forcieren, das ist die Philosophie. Man darf nicht nur reden, sondern man muss auch tun. Für Hinteregger ist es extrem wichtig.“

Martin Hinteregger:
„Ich versuche jedes Spiel ein paar Schüsse abzugeben. Dass er genau reingepasst hat, ist natürlich super. Ich habe mittlerweile einige Spiele gespielt, da hat man auch als Junger das Selbstvertrauen. Der Trainer gibt mir auch das Vertrauen, dass ich einmal aus der zweiten Reihe abziehen kann.“

Neophytos Larkou (Trainer Omonia Nikosia):
„Wir haben es versucht, genauso wie vergangene Woche. Im Endeffekt haben wir das Tor, das wir in Nikosia bekommen haben, bezahlt. Wir haben das Spiel kontrolliert, aber aus dem Nichts ein Tor bekommen. Im Fußball braucht man auch Glück, das haben wir heute nicht gehabt. Das hatten wir auch nicht in den Europacup-Auslosungen. Auf so einem Niveau kann man immer ein billiges Tor bekommen.“

/cl

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FC Red Bull Salzburg
Christoph Lumetzberger

Christoph Lumetzberger ist Red Bull Salzburg Fan durch und durch. Tolle Spiele, schöne Tore und emotionale Momente mit seinem Lieblingsteam ziehen ihn immer wieder ins schönste Stadion Österreichs, die Red Bull Arena. Über diese Website: "SALZBURG12.at ist ein tolles Projekt hinter dem ich zu 100% stehe!"
Ein Kommentar
  • Attraktive Gegner in der Europa League › SALZBURG12.at
    12 Dezember 2012 at 12:35
    Leave a Reply

    […] gegen Omonia Nikosia und dem damit verbundenen Aufstieg in die Gruppenphase der Europa League (Salzburg12.at berichtete) stand heute die Auslosung zu ebendieser an. Um 13:00 Uhr trafen Verantwortliche aller 48 […]

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