Junge Österreicher im Vorwärts-Marsch

Gleich 4 junge Österreicher haben heuer den Sprung von den Juniors zur Kampfmannschaft von Red Bull Salzburg geschafft. ...
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Gleich 4 junge Österreicher haben heuer den Sprung von den Juniors zur Kampfmannschaft von Red Bull Salzburg geschafft. Doch sie geben sich damit nicht zufrieden und sind nach den ersten Testspielen am besten Weg, sich als Stammspieler für die kommende Saison zu empfehlen.

Ende der letzten Saison hat Red Bull Salzburg mit dem neuen Trainer-Gespann Ricardo Moniz und Nico Kovac angekündigt, einen neuen Weg gehen zu wollen. Einen Weg mit „jungen Österreichern“. Mit Martin Hinteregger (18 J.), Marco Meilinger (19 J.), Daniel Offenbacher (19 J.) und Georg Teigl (20 J.) haben gleich 4 Juniors der letzten Saison heuer den Sprung in die Kampfmannschaft geschafft.

Auch wenn nach der Verpflichtung von 3 Legionären (Pasanen, Lindgren, Leonardo) die Kritiker gleich wieder laut geworden sind („So sieht also der neue Österreichische Weg aus“,…), so kann man doch von einer (bisher) sehr erfolgreichen Transferzeit sprechen, auch was das Thema „junge Österreicher“ betrifft. Man hat mit Saisonende insgesamt sechs Legionäre abgegeben und nur drei geholt, der Rest des Kaders ist wie gesagt mit letztjährigen Juniors ergänzt worden.

Und sowohl diese vier Jungen, als auch die anderen Österreichischen Kaderspieler von Red Bull Salzburg zeigen sich auch in der bisherigen Vorbereitungszeit von ihrer besten Seite. Insgesamt 9 von 10 Österreichern (Franky Schiemer ist noch verletzt) mit einem Altersdurchschnitt von 22 Jahren boten in den bisherigen Vorbereitungsspielen eine tolle Leistung und wurden darum von salzburg12.at genauer unter die Lupe genommen:

Stefan Hierländer (20 J., Rechter Verteidiger): Als er letzte Saison als Offensiv-Allrounder zu Salzburg gekommen ist, hätte sich wohl niemand – auch nicht er selbst – gedacht, dass er ein Jahr später mit dem Schweizer Christian Schwegler um einen Stammplatz kämpfen wird. Doch in der letzten Saison wurde er aus Personalnot von Huub Stevens als rechter Verteidiger eingesetzt und er machte seine Sache so gut, dass Ricardo Moniz ihn sogar Laszlo Bodnar vorzog. Mittlerweile wird er als fixer Bestandteil dort gerechnet und hat relativ gute Chancen, auch das „Duell“ gegen Christian Schwegler um den Stammplatz zu gewinnen.
Chance auf einen Stammplatz: 50%

Martin Hinteregger (18 J., Innenverteidiger): Er ist gelernter Innenverteidiger, wurde letzte Saison aber von Huub Stevens sofort nach Andreas Ulmers Verletzung von den Juniors geholt und auf der linken Abwehrseite aufgestellt. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten machte er seine Sache dort schließlich wirklich gut und kam zu einigen Bundesliga-Einsätzen. Unter Ricardo Moniz wurde Hinteregger dann aber wieder auf seiner Stammposition in der Innenverteidigung aufgestellt, was unter anderem auch durch Verletzungen von Douglas, Sekagya, Dudic und Schiemer in der letzten Saison erforderlich wurde. Mittlerweile hat sich um die zwei Positionen in der Innenverteidigung ein Dreikampf zwischen Sekagya, Pasanen und Hinteregger entwickelt, wobei die beiden letzteren allerdings zurzeit die besten Karten haben dürften.
Chance auf einen Stammplatz: 70%

Andreas Ulmer (25 J., Linker Verteidiger): Er sollte auf dieser Position eigentlich gesetzt sein, da seine einzige echte Alternative auf dieser Position, Martin Hinteregger, für die Innenverteidigung vorgesehen ist. Der brasilianische Testspieler Jefferson machte seine Sache in den bisherigen Testspielen zwar auch sehr gut, allerdings ist es noch nicht sicher, ob dieser überhaupt verpflichtet wird und wenn ja, ob er sich dann gegen Ulmer durchsetzen kann. Auch auf dieser Position macht Ulmer zurzeit den besten Eindruck von allen.
Chance auf einen Stammplatz: 90%

Christoph Leitgeb (26 J., Zentrales Mittelfeld): Ist einer der wenigen Spieler, die auch unter dem neuen Trainergespann Moniz/Kovac schon einen Stammplatz haben dürften. Er spielt in den Testspielen ansprechend, bringt immer seine Leistung –ein Vorbild für die ganzen Jungen, auch wenn er selbst mit 26 Jahren noch nicht zu den „Alten“ zählt.
Chance auf einen Stammplatz: 90%

Daniel Offenbacher (19 J., Zentrales Mittelfeld): Bereits letzte Saison war er schon öfters im Kader der Kampfmannschaft von Red Bull Salzburg, zu vielen Einsätzen kam er allerdings nicht. Insgesamt wurde er in der Bundesliga 4x eingewechselt und in der Europa League zuhause gegen Lech Posen in der 58. Minute ausgewechselt. Dennoch wurde er von Trainer Moniz heuer „hochgezogen“, und wenn man die bisherigen Testspiele von ihm ansieht, wohl auch nicht umsonst. Gegen Leogang bereitete er die ersten beiden Treffer jeweils mit einem Freistoß vor – genau so ein Freistoßschütze hat uns letzte Saison gefehlt – und gegen den FC Pinzgau traf er in der Schlussphase zum 8:0 – sein erstes Tor im Dress der Kampfmannschaft. Im zentralen Mittelfeld ist die Konkurrenz für ihn zwar groß, doch seine bisherigen Leistungen in den Testspielen machen Hoffnung auf mehr.
Chance auf einen Stammplatz: 30%

Marco Meilinger (19 J., Linkes Mittelfeld): Auch er war letzte Saison schon einige Male im Kader der „Profis“, jedoch konnte auch er sich nicht wirklich durchsetzen. Heuer sieht es bei ihm schon besser aus. Auch er hat in der bisherigen Vorbereitung zu überzeugen gewusst, war gegen Leogang sehr aktiv auf dem linken Flügel und hatte immer wieder Anteil an den Offensivaktionen. Gegen Pinzgau glänzte er dann mit 2 Assists für Kollege Teigl. Sein größtes Problem: Die Konkurrenz auf seiner Position ist mit Svento, Jantscher und Teigl schon sehr stark.
Chance auf einen Stammplatz: 20%

Jakob Jantscher (22 J., Linkes Mittelfeld): Zeigte sich in der Vorbereitung sehr stark und aktiv, lieferte viele Flanken und Torschuss-Vorlagen für die Kollegen, aber auch seine Vollstrecker-Qualitäten stellte er gegen Leogang schon unter Beweis. Er hat zurzeit neben Svento wohl die besten Karten auf einen Stammplatz im linken Mittelfeld bzw. als linker Stürmer und hat den Vorteil, dass er auch auf Rechts einsetzbar ist.
Chance auf einen Stammplatz: 60%

Georg Teigl (20 J., Offensives Mittelfeld): Er ist wohl DIE Überraschung der bisherigen Vorbereitung. Nicht nur schnell wie kaum ein anderer Fußballspieler in Salzburg oder ganz Österreich, sondern auch äußerst treffsicher. 5 Treffer in den letzten 2 Spielen – jeweils nur 45 Minuten wohlgemerkt – sprechen eine deutliche Sprache. Er wirbelt – vor allem durch seine Schnelligkeit – die gegnerischen Abwehrreihen ordentlich auf und sorgt ständig für Gefahr. Auch Trainer Moniz hat schon gemerkt, dass man mit Teigl einen sehr wertvollen Spieler von den Juniors hochgezogen hat, und man hat ihn deswegen im Gegensatz zu Meilinger und Offenbacher auch nicht für die U20-WM freigestellt, bei der er einen Großteil des Saisonstarts verpassen würde. Auch ein Anzeichen dafür, dass man mit ihm plant. Seine Chancen auf einen Stammplatz stehen relativ gut, er kann sowohl rechts, als auch links eingesetzt werden, doch auch die Konkurrenz auf den Positionen ist groß.
Chance auf einen Stammplatz: 70%

Roman Wallner (29 J., Stürmer): Er war der Torgarant der letzten Saison unter Huub Stevens. Während sich Alan und Boghossian nicht durchsetzen konnten, machte zumindest er die (wenigen) Salzburger Tore. Doch mit dem Trainerwechsel wurde alles anders: Alan machte im letzten Meisterschaftsviertel 9 Tore, Wallner wurde zur Nummer 2 im Sturm und er wurde schon von Vielen bei einem anderen Verein gesehen, da die Spielweise von Moniz einfach nicht zu ihm passe. Doch wer glaubte, Wallner würde aufgeben, hatte sich geirrt: Auch wenn er technisch nicht der beste Spieler bei Salzburg ist, das „Tore-Schießen“ hat er noch immer nicht verlernt, und das zeigte er auch in der bisherigen Vorbereitung: Beide Tore gegen Alemannia Aachen, ein weiterer Doppelpack gegen Leogang und zwei nicht gewertete Abseitstore sowie ein reguläres Tor gegen den FC Pinzgau zeigen, dass er um seinen Stammplatz kämpft, und die Chancen sind auf alle Fälle da.
Chance auf einen Stammplatz: 50%

Man wird sehen, wie viele dieser Österreicher sich dann wirklich einen Stammplatz erspielen können, doch man darf auf alle Fälle zuversichtlich sein, auch was die Zukunft betrifft, und im Optimalfall, wenn Franky Schiemer wieder fit ist, könnte man (bis auf den TW) eine komplette Österreicher-Startelf bilden:

Hierländer – Schiemer – Hinteregger – Ulmer

Leitgeb – Offenbacher – Meilinger

Teigl – Wallner – Jantscher

Zurzeit wäre das auf keinen Fall unrealistisch, und wir hoffen natürlich auch, dass das so bleiben wird!

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Bernhard Schmidhuber wurde 1990 geboren und arbeitet als Software-Entwickler. Er ist schon immer Salzburger Fußballfan, intensiv beschäftigt er sich allerdings erst seit ca. 3 Jahren mit Red Bull Salzburg.
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