Die Götter müssen verrückt sein

Das Spiel schien bereits zu Ende. Die letzte Titelhoffnung erloschen. Da tönte in der 94. Minute ein Pfiff durchs Pappelstadion von Mattersbur...
Die Götter müssen verrückt sein
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Fotos: © GEPA

Das Spiel schien bereits zu Ende. Die letzte Titelhoffnung erloschen. Da tönte in der 94. Minute ein Pfiff durchs Pappelstadion von Mattersburg. Roman Wallner tritt zum verhängten Elfmeter an, verwandelt souverän und versetzt ganz Salzburg in Ekstase!

Sonntag Nachmittag, kurz vor 16:00 Uhr in Mattersburg. Unsere Bullen betreten den Rasen im Pappelstadion und beginnen das Spiel gegen den SVM in folgender Formation:

Tremmel

Hierländer – Dudic – Afolabi – Ulmer

Cziommer – Svento

Zarate – Leitgeb – Jantscher

Wallner

Das Spiel brauchte lange, um richtig in Fahrt zu kommen. Erst in der 22. Minute wurde es vorne gefährlich. Svento zog aus 18 Metern ab, traf allerdings Roman Wallner. Gemeinsam mit einem harmlosen Zarate-Schuss (30.) zentral auf Thomas Borenitsch war dies die einzige nennenswerte Torchance in der ersten Spielhälfte.

In der zweiten Spielhälfte waren es zunächst sogar die Mattersburger, die den Ton angaben.  Farkas scheiterte mit einem Schuss an Tremmel (49.), Bürger zog nach einer Stunde halb rechts aus über 20 Metern ab, der Ball ging allerdings knapp am linken Kreuzeck vorbei. Hierbei wäre Tremmel wohl ohne Chance gewesen.

Einem harmlosen Abwurf von Goalie Tremmel auf Afolabi folgte die nächste Torchance der Gastgeber. Der Nigerianer legte sich den Ball zu weit in die Seite vor, Bürger kam in Ballbesitz, spielte auf Farkas auf. Dieser versuchte für Naumoski quer zu legen, doch Cziommer sticht dazwischen und klärt in höchster Not zum Eckball.

Nach 72 gespielten Minuten ist es Parlov, der nach einer Ecke aus drei Metern das leere Tor nicht trifft. Der beste Mann am Platz, Gonzalo Zarate, hatte in Minute 75 die Möglichkeit auf die Entscheidung, setzte sich gekonnt gegen zwei Burgenländer durch, schoss allerdings etwas zu weit rechts am Tor vorbei.

Als letzte Rettung brachte Coach Moniz auch noch Johan Vonlanthen ins Spiel, der seit über zwei Jahren kein einziges Pflichtspiel mehr für Red Bull Salzburg absolviert hatte. Der Schweizer agierte allerdings in seiner kurzen Einsatzzeit unauffällig.

Somit schien am heutigen Tag alles auf ein torloses Remis hinaus zu laufen. Der vierte Offizielle hielt die Tafel mit der Nachspielzeit in die Höhe – drei Minuten.

Dank des Wechsels von Röcher, der in der 92. Minute für Farkas in Spiel kommt, verlängert sich die dreiminütige Nachspielzeit nochmals um dreißig Sekunden. Dreißig Sekunden, die spielentscheidend sein sollten.

Nach exakt 93 Minuten und 37 Sekunden, mit der (scheinbar) allerletzten Gelegenheit, zieht Zarate von links nochmals Richtung Tor, tunnelt Höller und wird dann von Manuel Seidl zu Fall gebracht. Schiri Drachta zögert keine Sekunde und zeigt, völlig zurecht, auf den Punkt.

Den fälligen Elfmeter versenkt Roman Wallner, wie auch schon zuletzt, gekonnt. 1:0 für Salzburg in der 95. Minute!

 

 

Doch damit war die Partie immer noch nicht zu Ende. Drachta ließ nochmals anstoßen, Mattersburg beförderte den Ball über zwei Stationen direkt in den Bullen-Strafraum. Im Fünfer spielten sich dann sekundenlang unfassbare Szenen ab, extremes Durcheinander, fünfzehn Spieler auf engstem Raum kämpften um den Ball. Patrick Bürger kommt sogar nochmals zum Abschluss, doch Tremmel rettet mit einer Glanzparade den Sieg.

Nach diesem Spiel mit einer unfassbaren Nachspielzeit dürfte sich der Fußballgott wohl ein kaltes Red Bull genehmigt haben :).

SV MATTERSBURG – FC RED BULL SALZBURG  0:1 (0:0)

0:1 Wallner (95./Elfmeter)

Pappelstadion, 4.400 Zuschauer, Schiedsrichter: Drachta

Stimmen:

Ricardo Moniz

„Wir wussten, dass es schwierig wird. Es ist extrem schwierig, in Österreich gegen einen so kompakt organisierten, athletischen Gegner durchzukommen. Wir haben nicht den Ballbesitz gehabt, den wir wollten. Wir hätten mehr über die Flügel kommen müssen. Mattersburg war durch Konter unglaublich gefährlich. Zum Glück hat Zarate dann noch so einen Moment gehabt. Die Aktion war wunderschön.“

Roman Wallner

„Wir müssen froh sein, dass wir die drei Punkte haben. Wir haben in den letzten Wochen sehr gut gearbeitet und vielleicht haben wir dadurch das Glück erzwungen. Wir haben nicht gut ins Spiel gefunden, hatten nicht viele hundertprozentige Chancen. Es war ein Elfmeter, aber wir hatten in dieser Situation auch das Glück.“

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FC Red Bull Salzburg
Christoph Lumetzberger

Christoph Lumetzberger ist Red Bull Salzburg Fan durch und durch. Tolle Spiele, schöne Tore und emotionale Momente mit seinem Lieblingsteam ziehen ihn immer wieder ins schönste Stadion Österreichs, die Red Bull Arena. Über diese Website: "SALZBURG12.at ist ein tolles Projekt hinter dem ich zu 100% stehe!"
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