Das geht nicht von Heute auf Morgen…

Die Erwartungshaltung vor dem heutigen Heimspiel gegen den LASK war nach dem Trainerwechsel am Freitag bei vielen Fans sehr hoch. ...
Das geht nicht von Heute auf Morgen…
Bitte bewerte diesen Beitrag

Die Erwartungshaltung vor dem heutigen Heimspiel gegen den LASK war nach dem Trainerwechsel am Freitag bei vielen Fans sehr hoch. Ein tolles Spiel mit vielen Toren wurde erwartet, doch es kam alles ganz anders und am Ende stand man mit leeren Händen und der zweiten Heimniederlage der laufenden Saison da.

Angefangen hatte alles noch recht gut. Ein schöner Samstag-Nachmittag und 8250 Zuschauer mit guter Laune in der Red Bull Arena.

An der Aufstellung konnte man noch sehr stark die Handschrift von Huub Stevens erkennen, sie wurde von Neo-Trainer Moniz wohl übernommen, da Stevens sie bereits geplant und den Spielern mitgeteilt hatte. Man begann mit einem 4-2-3-1-System, die einzigen personellen Veränderungen zum Hinspiel waren neben dem gesperrten David Mendes da Silva die beiden Außenverteidiger Laszlo Bodnar und Martin Hinteregger, die durch Milan Dudic und Andi Ulmer ersetzt wurden. Für Mendes rückte Jakob Jantscher in die Startformation.


(c) GEPA pictures/ Felix Roittner

(c) GEPA pictures/ Felix Roittner

Die Anfangsphase des Spieles war noch klar in Salzburger Hand und man zeigte, dass man sich im Kampf um die Meisterschaft noch auf keinen Fall geschlagen geben möchte. In der 2. Minute verfehlte ein Schuss von Zarate nur knapp das Tor, und schon in der 5. Minute gab es die erste Großchance durch Wallner, Aufhauser konnte den Drehschuss aber noch knapp vor der Linie klären.

Die erste Chance des LASK gab es dann in Minute 20: Gustafsson konnte einen Schuss von Tenesor aber entschärfen. In der Folge wurde der LASK dann auch etwas stärker, Salzburg war aber immer noch die tonangebende Mannschaft. In der 40. Minute gab es dann Elfmeteralarm, Zarate kam im Linzer Strafraum zu Fall, der Pfiff des teilweise überforderten Schiedsrichters Eisner blieb aber aus.

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte gab es dann die Führung für die Gäste aus Linz. Gustafsson konnte einen Weitschuss nicht festhalten, Kaufmann kam vor ihm zum Ball, legte ab für Lukas Kragl und dieser netzte ein. Mit diesem 0:1 ging es dann auch in die Halbzeitpause.

In der zweiten Hälfte wollten die Fans eine Reaktion der Mannschaft sehen, doch diesen Wunsch erfüllten ihnen die Salzburger nicht. Der LASK stellte sich tief hinten rein und wartete auf Konter-Chancen, und Salzburg wusste nicht so recht, was man mit dem Ball anfangen sollte.

In Minute 54 hatten die Salzburger dann Glück, nicht noch höher in Rückstand zu geraten. Cziommer spielte einen katastrophalen Pass, der von Kragl abgefangen wurde, der Linzer traf aber alleine auf Gustafsson zulaufend das Tor nicht. In der Folge hatte Salzburg noch ein paar kleinere Chancen durch den eingewechselten und stark aufspielenden Alan, sowie Svento,

(c) GEPA pictures/ Felix Roittner

(c) GEPA pictures/ Felix Roittner

Wallner und Zarate. Größere Chancen gab es aber keine mehr, die Linzer standen zu tief und Salzburg ging langsam die Puste aus. Trainer Moniz setzte dann alles auf eine Karte und brachte Stürmer Boghossian für Verteidiger Ulmer, doch das Spiel wurde nur mehr verkrampfter und gute Chancen waren Mangelware. Kurz vor Spielschluss setzte dann Boghossian einen Kopfball über die Latte, die letzte Chance von Wallner ging neben das Tor.

Damit blieb es beim 0:1-Auswärtssieg des LASK, der damit eine Reihe von Negativserien beendete. Zum einen war es der erste Pflichtspielsieg seit dem 16. Oktober 2010 und damit der erste unter Trainer Walter Schachner, zum anderen war es der erste Sieg des LASK in Salzburg seit über 11 Jahren.

Der amtierende Meister konnte dagegen schon seit 4 Bundesligaspielen nicht mehr gewinnen, die längste Durststrecke seit fast 4 Jahren, als man unter Giovanni Trapattoni ebenfalls 4

Runden hintereinander nicht gewinnen konnte. Zu diesem Zeitpunkt war man damals aber bereits Meister – heuer ist Salzburg noch sehr weit davon entfernt.

Tja, warum läuft es also trotz neuem Trainer-Duo in Salzburg immer noch nicht? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Ricardo Moniz und Niko Kovac hatten noch nicht genug Zeit, die Mannschaft neu zu formen. In nicht einmal 24 Stunden aus einem schwach spielenden Haufen eine gut funktionierende Mannschaft zu formen, scheint nahezu unmöglich. So etwas geht nicht von Heute auf Morgen.

Der Trainerwechsel fand kurz vor dem Abschlusstraining statt, die Aufstellung und die Taktik für das Spiel waren von Ex-Trainer Stevens bereits fixiert worden. Da alles noch einmal über den Haufen zu werfen, wäre sicher auch keine gute Lösung gewesen. Also hat sich Moniz dazu entschieden, mit der „Stevens-Aufstellung“ zu beginnen und sich darauf beschränkt, dem Team nur einzelne Tipps mit auf den Weg zu geben. Heute ist also zu mindestens 50% noch Huub Stevens auf der Bank gesessen, was man speziell in der 2. Hälfte auch gemerkt hat.

(c) GEPA pictures/ Felix Roittner

(c) GEPA pictures/ Felix Roittner

Beim nächsten Spiel in einer Woche auswärts gegen Sturm Graz kann man sich aber bestimmt auf einige Veränderungen in der Mannschaft und hoffentlich auch auf ein besseres Spiel gefasst machen.

In Sachen Meisterschaft sieht es nach diesem Spiel natürlich wieder nicht optimal aus. Man wird zwar nach den Patzern von Ried, Rapid und Wiener Neustadt vorübergehend Platz 3 halten können, Tabellenführer Austria (1 Spiel weniger) und Sturm Graz sind jedoch schon beide fünf Punkte voran, die Austria nach Verlustpunkten sogar schon acht Punkte. Diese in den ausstehenden 8 Runden aufzuholen ist zwar kein Ding der Unmöglichkeit, aus eigener Kraft kann man den Titel aber nicht mehr holen und man muss auf Patzer der beiden Top-Teams hoffen.

[standings league_id=1 template=extend logo=false]

Kategorien
FC Red Bull Salzburg
Alex Januschewsky

Alex Januschewsky wurde 1968 in Salzburg geboren und ist seit Mitte der 1970er Jahre Fan des Salzburger Spitzenfußballs - mit Leib, Herz und Seele. Er war Mitglied von heute nicht mehr existenten SV Austria Salzburg Fangruppierungen, ging aber den Weg der Fan-Neugründung im Jahr 2005 nicht mit. Seit 2010 ist er Herausgeber von SALZBURG12.at und zuständig für Neuigkeiten, Vorberichte sowie die Liveberichterstattung von den Spielen. Ebenso ist er Mitglied von Sports Media Austria, der Vereinigung österreichischer Sportjournalisten.
6 Anzahl der Kommentare
  • Anonymous
    10 April 2011 at 21:38
    Leave a Reply

    Ich bin echt gespannt wie Moinz und Kovac auf unseren Kickern wieder ein Kollektiv machen. Dauem drücken und nach vorne schauen!

  • Marijan Kelava
    10 April 2011 at 21:39
    Leave a Reply

    Ich bin echt gespannt wie Moinz und Kovac diese Mannschaft auf Vordermann bringen… Hoffentlich klappts – der Meistertitel ist noch lange nicht abgeschrieben.

    • Bernhard Schmidhuber
      10 April 2011 at 21:49
      Leave a Reply

      Wenn die Konkurrenz so weiterspielt bis jetzt, kann noch alles passieren. Zurzeit gibt es keine Mannschaft, die hervorsticht oder sich von den anderen Teams in der Liga abhebt. Von daher ist auch für uns der Titel noch nicht abgeschrieben, aber es liegt noch ein schwieriger Weg vor uns und wir müssen auch auf Patzer von der Austria und Sturm hoffen, denn aus eigener Kraft können wir nicht mehr Meister werden.

      • Marijan Kelava
        11 April 2011 at 13:52
        Leave a Reply

        die Liga ist heuer… durchwachsen. Und das sagt nichts gutes über die Qualität heuer aus. Keine Mannschaft schafft es konstant zu spielen.

        Der Meister sollte eigentlich davon ziehen…

        • Bernhard Schmidhuber
          11 April 2011 at 17:15
          Leave a Reply

          Ja, er sollte… aber es hat sich heuer eigentlich keine österreichische Mannschaft verdient, Meister zu werden. Da es aber einen geben muss, hätte ich nichts dagegen, wenn Salzburg das Rennen doch noch machen würde. Stevens hat man jetzt ja zum Glück eh schon entlassen, und mit dem "Neustart" ist jetzt sicher wieder einiges möglich, vielleicht ja diesmal die Qualifikation zur CL. Dazu muss man aber zuerst Meister werden…

  • Livetwitter: Puntigamer Sturm Graz vs. Red Bull Salzburg | salzburg12.at
    17 April 2011 at 19:34
    Leave a Reply

    […] s1); })(); Das Trainerduo Moinz, Kovac hatte nicht viel Zeit. Nach der Heimniederlage gegen das Tabellenschlusslicht LASK Linz hatten die beiden Trainer genau eine Woche Zeit um den […]

  • Deine Meinung zu diesem Beitrag?

    UNTERSTÜTZE UNS
    Mit einer Spende für unsere Webseite - egal in welcher Höhe - unterstützt ihr den Fortbestand der Seite! Vielen Dank vorab für eure Unterstützung!

    BUNDESLIGA

    Latest football scores live. Includes soccer fixtures, table & results.

    SUCHE
    WIR SIND PARTNER

    krebshilfe-salzburg

    WERBUNG

    Werbung: wettbasis.com

    hochzeitseinladungen.de
    MyCardShop - Karten, die Geschichte schreiben

    Hochzeitseinladungen und Anlasskarten vom Designer




    DATENSCHUTZ

    Diese Webseite ist durch ein Zertifikat gesichert. Sämtliche gesendete Daten sind mit bis zu 256 Bit per SSL verschlüsselt.

    Comodo Secured SSL

    Erfahrungen & Bewertungen zu SALZBURG12.at
    Blogheim.at Logo
    %d Bloggern gefällt das: