Es war noch nicht Gold…

...aber zumindest Silber, was der FC Red Bull Salzburg gestern in Kapfenberg gegen den KSV Superfund gezeigt hat. Aber immerhin: der erste Sieg in der Frühjahrssaison wurde eingefahren....
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…aber zumindest Silber, was der FC Red Bull Salzburg gestern in Kapfenberg gegen den KSV Superfund gezeigt hat. Aber immerhin: der erste Sieg in der Frühjahrssaison wurde eingefahren. Doch die beste Nachricht des Tages war: Kapitän Eddie Gustafsson ist nach 318 langen Tagen zurück!

Der Kapitän ist zurück!

Der Kapitän ist zurück!

Es waren nahezu irreguläre Verhältnisse, die sich den beiden Mannschaften gestern boten. Ein knochenharter Platz, was man im Spiel auch merken sollte.

Die Salzburger begannen in ungewohnter Aufstellung und Formation: Gustafsson, Dudic, Afolabi, Schiemer, Hinteregger, Leitgeb; Cziommer, Alan, Jantscher, Svento, Wallner. Ungewohnt, weil die Bullen die vielen Verletzten kompensiert werden mussten und weil die Zuschauer da ein 4-4-2-System (zumindest über weite Teile des Spiels) zu sehen bekamen.

Die Salzburger begannen druckvoll und so war bereits nach 5 Minuten Toralarm. Der hochmotivierte Simon Cziommer setzte mit einem Traumpass Alan in Szene, KSV Goalie Wolf konnte nur kurz abwehren  und Roman Wallner „drückte“ den Ball mit etwas zu viel Einsatz über die Torlinie. Hier pfiff FIFA-Schiedsrichter Lechner zu Recht ab. Stürmerfoul.

Die ersten knappen 15 Minuten gehörten eindeutig den Gästen aus Salzburg. Nur wenige Minuten nach dem aberkannten Tor war es abermals Alan, der in den ersten 45 Minuten sein Können eindrucksvoll unter Beweis stellte. Doch diesmal klärten die Kapfenberger.

In der 17. Minute sag man dann etwas, was den Abend dominieren sollte. Die „Aluminium-Röhre“ namens Latte verhinderte den Führungstreffer von Roman Wallner, als dieser aus gut 20 Metern mit Wucht abzieht.

Die 33. Minute sorgte für eine glatte Fehlentscheidung des Schiedsrichters – wie sich in der Wiederholung herausstellte: Jantscher flankt auf Alan, der setzt sich gegen die KSV-Verteidigung durch und befördert mit einem spektakulären Fallrückzieher in die Maschen. Doch abermals sah Lechner ein Stürmerfoul und die Salzburger wurden um den Führungstreffer betrogen.

Nur 4 Minuten später gab’s den nächsten Aufreger. Leitgeb auf Jantscher, doch da kam der mehr als umstrittene Abseitspfiff. Das hätte was werden können!

Dann drückten die Kapfenberger und KSV-Trainer Werner Gregoritsch haderte mit den Schiedsrichterentscheidungen. Seine wohl etwas zu heftige Kritik brachte ihm in der 45 Minute den Tribünenplatz ein. Während er noch auf dem Weg auf diese war, überschlugen sich die Ereignisse: Svento mit dem Freistoß, der wird fast zum Eigentor und im Hintergrund fällt Alan unter „mäßiger Beteiligung“ von Hüttenbrenner. Elfmeter! Vielleicht nicht ganz gerecht, wie die Wiederholung zeigte, aber angesichts des aberkannten Alan-Tores moralisch zu rechtfertigen.

Wallner läuft an und verwandelt eiskalt zum 0:1. Kurz darauf pfeifft Lechner die erste Halbzeit ab.

In der 49. Minute: Latte – die Zweite! Und abermals war es Wallner, der daran scheiterte. Doch der KSV steckte nicht auf und kam immer wieder zu guten Möglichkeiten. Man fand sich jetzt besser auf dem schwierigen Untergrund zurecht.

In der 65. Minute sollte die Latte, die zuvor zwei Tore der Salzburger verhinderte, der beste Freund der Mozartstädter werden: Ecke KSV, Sencar an die Latte, Fukal bekommt den Ball und beförderte ihn ebenfalls an die Latte und im Nachschuß klärt Cziommer (und nicht Leitgeb, wie ich gestern fälschlicherweise auf Twitter behauptete) auf der Linie. Unvorstellbare Situation!

Kapfenberg gab nicht auf und Salzburg kam unter Druck. Der „Angstgegner“ der Salzburger (ein Unentschieden und eine Niederlage in der Herbstsaison) machte gehörig Druck. Aber zuerst die Salzburger mit einer schönen Flanke von Svento auf Jantscher, der verfehlt leider das Tor. So gesehen in der 73. Minute. Nur eine Minute später wieder Svento, diesmal auf Wallner, aber der kommt gegen zwei Kapfenberger Verteidiger nicht an den Ball.

In der 77. Minute zeichnete sich Gustafsson, der bis auf eine kleine Unsicherheit ein sensationelles Comeback feierte, aus. Elsneg kommt über die rechten Flügel, passt zur Mitte und Hüttenbrenner scheitert mit einem „Ferserl“ an Gustafssons Reflexen.

Kapfenberg will den Ausgleich! In der 83. Minute köpft Taboga nur knapp am Pfosten vorbei und drei Minuten später fischt Gustafsson einen Freistoß von Kocin aus der Ecke.

Nach 3 Minuten Nachspielzeit pfeifft Lechner die Partie ab – der erste Sieg der Saison 2011!

Stimmen nach dem Spiel:
Huub Stevens: „Das war ein ganz wichtiger Sieg, den wir heute erzwungen haben. Aber wie schon zuletzt, hätten wir schon früher klarer führen können, führen müssen. Im Moment gelingt es uns einfach noch nicht, ein Spiel vorzeitig zu entscheiden.“

Eddie Gustafsson: „Ich bin sehr glücklich, dass ich heute das Vertrauen des Trainers bekommen habe und wir 1:0 gewonnen haben. Es war kein schöner Fußball, aber wir haben als Mannschaft sehr gut gekämpft.“

Auf Grund der „günstigen“ Spielausgänge der anderen Mannschaften, ist der FC Red Bull Salzburg nach dem verpatzten Start nur mehr 4 Punkte vom ersten Platz entfernt:

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Salzburg präsentierte sich über weite Strecken wie ausgewechselt. Spürbar war eindeutig die Anwesenheit von Kapitän Gustafsson, der von hinten motivierte, dirigierte und den Kasten sauber hielt – wie in „alten Tagen“.

Doch nun warten schwere Spiele auf die Mozartstädter. Kommenden Samstag geht’s gegen Mattersburg in der Arena, dann kommt Ried auswärts und die Wiener Veilchen wieder auf eigenem Rasen.

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FC Red Bull Salzburg
Alex Januschewsky

Alex Januschewsky wurde 1968 in Salzburg geboren und ist seit Mitte der 1970er Jahre Fan des Salzburger Spitzenfußballs - mit Leib, Herz und Seele. Er war Mitglied von heute nicht mehr existenten SV Austria Salzburg Fangruppierungen, ging aber den Weg der Fan-Neugründung im Jahr 2005 nicht mit. Seit 2010 ist er Herausgeber von SALZBURG12.at und zuständig für Neuigkeiten, Vorberichte sowie die Liveberichterstattung von den Spielen. Ebenso ist er Mitglied von Sports Media Austria, der Vereinigung österreichischer Sportjournalisten.
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