2:2 – ein Sieg der Moral

Die Bullen beweisen beim Auswärtsspiel in Ried Moral und holen nach 0:2-Pausenrückstand noch einen Punkt....
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Samstag Abend, knapp nach 20:15 Uhr, Rieder Stadion. Die Spieler des FC Red Bull Salzburg beklatschten die tolle Unterstützung der Fans während des Spiels. Eddie Gustafsson wurde von den knapp 300 mitgereisten Salzburgern mit Sprechchören gefeiert.

© GEPA

Doch alles der Reihe nach…

Schiedsrichter Grobelnik pfiff vor knapp 7.000 Fans die Partie SV Ried vs. FC Red Bull Salzburg an. Personell änderte sich gegenüber dem Mattersburg-Spiel nur wenig – der am Knöchel verletzt gewesene Ibrahim Sekagya kam für Milan Dudic in die Startelf.

Das Spiel hätte nicht schlechter beginnen können, denn die erste Standardsituation führte gleich zum 1:0 für die Hausherren. Oliver Glasner köpfte nach Mader-Eckball in der dritten Minute ein, Sekagya sah dabei einigermaßen unglücklich aus.

Eine Viertelstunde später vervollständigte sich der Fehlstart. Nach einem Freistoß von Lexa kommt zunächst Markus Hammerer, völlig ungehindert, aus fünf Metern zum Kopfball, diesen kann Kapitän Eddie Gustafsson noch toll parieren. Gegen den Nachschuss, ebenfalls von Hammerer, kann er allerdings nichts unternehmen. 2:0 für die Innviertler.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit zeigte sich die Stevens-Elf verunsichert, agierte großteils harmlos in der gegnerischen Hälfte, den Strafraum konnte man meist nur mit weiten Bällen erreichen. In der Verteidigung hatte man Mühe mit der Rieder Offensivabteilung, Gustafsson hielt die Bullen mit einer Parade gegen Anel Hadzic im Spiel. Die Unzufriedenheit von Trainer Huub Stevens mit der Leistung seiner Bullen zeigte sich in der Auswechslung von Rabiu Afolabi noch vor dem Pausentee. Für den erschreckend schwachen Nigerianer wurde Jakob Jantscher in die Partie gebracht.

Noch vor der Pause kam Jantscher aus 18 Metern zum Abschluss, der Schuss ging jedoch links am Tor vorbei.

Nach dem Seitenwechsel wirbelte der junge Österreicher am linken Flügel auf und ab, die Rieder Verteidiger bekamen ihn praktisch nicht in den Griff, er spielte gefährliche Pässe, der Torerfolg blieb jedoch vorerst noch aus.

Mit den Einwechslungen von Joaquin Boghossian (für Alan) und Stefan Hierländer (für Zárate) kam allerdings der endgültige Umschwung. Zunächst sorgte Simon Cziommer nach einem selbst getretenen Eckball mit dem Nachschuss für das viel umjubelte 1:2, der Ball wurde noch leicht von einem Rieder abgefälscht. Eine Minuten später wurde der wieselflinke Dusan Svento im Strafraum elfmeterreif von Markus Hammerer gefoult, den fälligen Strafstoß setzte Roman Wallner mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck – das Spiel wurde innerhalb von nicht mal drei Minuten auf den Kopf gestellt.

© GEPA

In der Schlussphase entwickelte sich nun ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, den letzten echten Aufreger lieferte jedoch Joaquin Boghossian, welcher nach einer Flanke alles versucht um den Siegtreffer noch sicherzustellen, beim Kopfball jedoch Torhüter Hesl übersieht und mit diesem heftig zusammenstößt. Schiedsrichter Grobelnik zückt nach einem Gerangel im Strafraum der Rieder als Konsequenz die gelbe Karte für den Uruguayer. Die hundertprozentige Möglichkeit fand jedoch keines der beiden Teams mehr vor, was unterm Strich den Endstand von 2:2 bedeutet.

Der Meister entführte somit lediglich einen Punkt aus dem Innviertel, als moralischer Sieger dürfen sich die Bullen nach dem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand jedoch allemal fühlen.

Ab jetzt gilt die volle Konzentration dem Knaller am nächsten Sonntag gegen Tabellenführer Austria Wien, man darf gespannt sein ob die Aufholjagd die richtige Initialzündung für ein tolles Spiel und drei Punkte gegen die Veilchen bringt.

Interviews:

„In den ersten 20 Minuten haben wir den Gegner aufgebaut, das darf nicht passieren, das ist unprofessionell. So darf man nicht Fußball spielen. Allerdings hat die Mannschaft nach der Pause gezeigt, was für Qualitäten sie hat. Ich kann nur eines sagen: Bei uns herrscht absolute Ruhe.“ Huub Stevens

„Ich habe wenige tröstende Worte für die Mannschaft und mich. Wir haben gegen den Meister und die beste Defensive zwei Tore gemacht. Dass es trotzdem nicht zum Sieg gereicht hat, ist Eigenschuld. Wir haben nach der Pause nicht mehr agiert, sondern nur reagiert. Dieser Punkt ist kein Trost für mich.“ Paul Gludovatz

Die Highlights des Spiels gibts auf www.redbullsfan.tv zu sehen: http://www.redbullsfan.tv/spiele/bundesliga/highlights:-svr—red-bull-salzburg/page/view=630

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Kategorien
FC Red Bull Salzburg
Christoph Lumetzberger

Christoph Lumetzberger ist Red Bull Salzburg Fan durch und durch. Tolle Spiele, schöne Tore und emotionale Momente mit seinem Lieblingsteam ziehen ihn immer wieder ins schönste Stadion Österreichs, die Red Bull Arena. Über diese Website: "SALZBURG12.at ist ein tolles Projekt hinter dem ich zu 100% stehe!"
Ein Kommentar
  • 3 Punkte müssen auf’s Konto! | salzburg12.at
    25 März 2011 at 17:22
    Leave a Reply

    […] dem Remis gegen Ried, wo die Salzburger 2 Punkte auf der Strecke liegen gelassen haben, braucht man die drei Punkte nun […]

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