Motivierte Innsbrucker machten Bullen das Leben schwer

Marijan Kelava 14. Februar 2011 0

Während der Vorbereitungsphase in Belek wurden die Spieler des FC Red Bull Salzburg gefragt wie die Ligaspiele, die vor ihnen stehen, ausgehen werden. Bezüglich der Ergebnisse waren sich die Spieler nicht einig; einig waren sie sich aber, dass ein Sieg gegen den FC Wacker Innsbruck drinnen ist.
Leider läuft im Fußball nicht alles nach Wunsch. Das durften die Salzburger auch nach 90 Minuten im Tivoli erfahren, denn statt zu gewinnen und somit 3 Punkte mit nach Hause zu nehmen musste man sich mit einem Punkt begnügen. Die Tore machten Cziommer per Kopf in der 13. Minute für Salzburg und Schreter für Innsbruck in der 49. Minute.

Nach unruhigen 12. Minuten in den Reihen der Salzburger (Abwehr), konnte sich Cziommer nach einer Bodnar Flanke am höchsten in die Luft schrauben und stellte, zu dem Zeitpunkt noch unverdient, per Lattenpendler zum 1:0. Wallner, der richtig, hämmerte den Ball sicherheitshalber noch einmal in die Maschen.
Leider schaffte es der Meister nicht das Spiel und die Kontrolle an sich zu reißen. Denn keine 10. Minuten später wäre Tremmel geschlagen gewesen, wenn nicht Leitgeb an der Linie gestanden wäre um den Ball im hohem Bogen aus der Gefahrenzone zu schießen.

Einige Momente später stand Leitgeb wieder im Mittelpunkt. Negativ, aus Salzburger Sicht. Denn nach einem wunderschönen Kombinationsspiel zwischen Jantscher und Wallner, sah letzterer den auf dem 11er Punkt der Innsbrucker stehenden Leitgeb, passte zu diesem und… er machte das Tor nicht. Da hätte es bereits 2:0 stehen müssen. Doch auch hier zeigte Leitgeb wieso er Mittelfeldspieler und nicht Stürmer ist.

Nach 45. Minuten ging es in die Kabine. Die mitgereisten Salzburgfans erhofften sich ein Lebenszeichen ihrer 11 Mannen, wurden allerdings enttäuscht.
Bis auf einen Schuss von Zarate in der 49. Minute kam vom Meister in Richtung Tor der Innsbrucker nicht wirklich was Brauchbares. So rüttelten die Innsbrucker immer mehr: In Minute 56 scheiterte Burgic knapp. Es kam dann was kommen musste. Der Ausgleich.

Schreter „bezwang“ eine indisponierte Salzburger Abwehr und lochte für Tremmel unhaltbar in das lange rechte Eck zum 1:1 in der 49. Minute. Doch dieser Treffer ist umstritten, da er einer unsportlichen Aktion hervorging. Jantscher lag in der Tiroler Hälfte verletzt am Boden. Die Salzburger Spieler gingen davon aus, dass Tormann Grünwald den Ball ins Aus befördert, sodass man sich um Jantscher kümmern konnte. Fehlanzeige: Er spielte den Ball auf Schreter. Stevens und Zarate waren außer sich.

Dieser Aktion verlieh dem Spiel eine gewisse Bissigkeit, sodass Cziommer nach einer Attacke die gelbe Karte sah. Schreter mutierte auch zum Kartensammler nach Foul an Zarate. Keine Minute später vollendete der Tiroler Angreifer seine Kartensammlung mit einer roten: Nach einer Schwalbe im Salzburger Strafraum durfte er sich duschen gehen.

Diese Aktion lies das Spiel komplett drehen: Waren vor der roten Karte die Innsbrucker am Drücker, wurden sie Salzburger immer mehr zur Ton angebenden Mannschaft. Kein Wunder, denn zu zehnt als vermeintlich schwächerer Gegner verteidigt es sich leichter gegen den stärkeren.
Stevens sorgte in den Schlussminuten für Staunen in der salzburg12.at Redaktion, denn er löste seine Abwehr 4er Kette auf und brachte statt Sekagya Boghossian. Doch der „Uru“ konnte leider keine Akzente setzen.

Auch die Einwechslung von Hierländer brachte dem Meister nichts ein.
So trennten sich der FC Red Bull Salzburg und der FC Wacker Innsbruck mit einem, doch sehr, gerechten 1:1.

FC Wacker Innsbruck–FC Red Bull Salzburg

0 – 1




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